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SOH fängt Zeitgeist rund um denkmalgeschütztes Bahnhofsgebäude ein

Offenbach, den 11.10.2011, letzte Bearbeitung: 12.10.2011

Der Biergarten am Offenbacher Bahnhof präsentiert sich seit Anfang Oktober wieder als Blickfang, der an bessere Tage erinnert und zur Aufwertung des denkmalgeschützten Gebäudes und damit auch des Senefelderquartiers dient. Vorher machte die ehemalige Gastronomiefläche eher durch überwucherndes Grün, heruntergekommene Sandsteinelemente und morsche Zäune auf sich aufmerksam.

Biergarten Hauptbahnhof

Die Zeiten, zu denen Offenbachs Hauptbahnhof noch Mittelpunkt für viele Pendler, Reisende und Passanten war, liegen weit zurück. Heute wirkt das um 1920 eröffnete Bahnhofsgebäude fast ausgestorben. Im Inneren wurde der Service für Reisende mehr und mehr heruntergefahren. Wo einst Läden und Gastronomiebetriebe lockten, präsentieren sich nun überwiegend trübe und abgeklebte Schaufenster. Spätestens seit der Schließung des Fahrkartenschalters dient das alte Gemäuer für den Großteil der Reisenden nur noch als Durchlauf. Für die Bahn Grund genug, Investitionen rund um das Gebäude auf das Nötigste zu reduzieren. Das unter Denkmalschutz gestellte Gebäude ist, bedingt durch Witterungseinflüsse und Zeichen der Zeit, schon lange kein Blickfang mehr.

Ein Punkt, an dem die Stadtwerke Offenbach Holding GmbH (SOH) seit Mai etwas ändern will. Im Rahmen des Projektes „Besser leben in Offenbach“ arbeiten SOH Projektleiterin Sabine Süßmann und ihr Team daran, das Bahnhofsgebäude wieder mit Leben zu füllen. In einem ersten Schritt wurden die Räumlichkeiten der ehemaligen Bäckerei angemietet, um diese zum zentralen Anlaufpunkt im Rahmen des diesjährigen Architektursommers zu nutzen. Organisiert durch SOH, Stadtverwaltung und Loimi Brautmann locken dort regelmäßig Ausstellungen und Vorführungen. Bis Ende des Jahres organisiert das Team von Sabine Süßmann darüber hinaus donnerstags in der Zeit von 16:00 bis 18:00 Uhr Sprechstunden für Anwohner und Interessierte.

Neben dem Innenleben wurden nun auch Teile des Außenbereichs in Angriff genommen. So erstrahlt seit gut einer Woche der ehemalige Biergarten entlang der Bismarckstraße in neuem Glanz. Bis vor wenigen Tagen machte die frühere Gastronomiefläche eher durch überwucherndes Grün, heruntergekommene Sandsteinelemente und morsche Zäune auf sich aufmerksam. Regelmäßige Beschwerden von Passanten und Anwohnern bei der Stadt und den Stadtwerken machten in der Vergangenheit deutlich, dass der Wunsch einer Aufwertung durchaus bestand.

Für SOH Projektleiterin Sabine Süßmann stand damit fest, dass hier eine Lösung gefunden werden muss. Unterstützung fand Süßmann durch Stadtdienstleister ESO, die GBM Gebäudemanagement GmbH und die Steinwerkstatt Stefan Schneider. Zunächst machten sich ESO Mitarbeiter daran, Hecken und zwei wild wachsende Götterbäume, welche die alten Mauern einzudrücken drohten, zu beseitigen. Anschließend wurden die Sandsteinsäulen durch die Steinwerkstatt Schneider saniert und der Sandstein gründlich gereinigt. In einem letzten Schritt erneuerte die GBM die alten Zaun- und Pagodenelemente. Rund um den Biergarten und entlang des Bahnhofgebäudes entfernte die SOH in den Wochen zuvor alte und nichtgenehmigte Plakatierungen. Seit gut einer Woche präsentiert sich der Biergarten nun wieder als Blickfang, der an bessere Tage des Bahnhofs erinnert und zur Aufwertung des denkmalgeschützten Gebäudes und damit auch des Senefelderquartiers dient.
Als Vorlage für die gesamte Maßnahme, die im Voraus mit Helmut Reinhard vom Städtischem Denkmalschutz abgestimmt wurde, dienten alte Fotos des Biergartens.