Botendienste und Mitarbeiterfahrten elektrisch: GBM GmbH setzt auf klimaneutrale Mobilität
Offenbach, den 12.07.2011, letzte Bearbeitung: 03.02.2012Schon seit Mitte April können Angestellte der SOH und von deren Tochterunternehmen für ihre dienstlichen Fahrten zwei neu beschaffte Pedelecs (Elektrofahrräder) nutzen.
Mit elektrischer Unterstützung geht es so abgasfrei und ohne Parkplatzsorgen durch die Stadt – ein Angebot, das gut von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern angenommen wird: Fast täglich sind die beiden Elektroräder unterwegs, die Ausleihe ist für die Mitarbeiter natürlich kostenlos.
Zwei Elektroautos für Botendienste
Nun werden auch die Boten der SOH-Tochtergesellschaft GBM (Gebäudemanagement GmbH) elektrisch mobil: Die SOH hat zwei Elektroautos angeschafft, die von der GBM für ihre Botendienstleistungen eingesetzt werden. Um die Fahrzeuge jederzeit einsatzbereit zu halten, wurde ferner eine Ladestation auf dem Gelände der SOH in der Senefelderstraße errichtet. Bei den Autos handelt es sich zum einen um einen Mitsubishi „i-Miev“, zum anderen um einen „Stromos“, ein Elektroauto der Marke German eCars, das auf Basis eines umgebauten Suzuki Splash realisiert ist. Die beiden Autos fahren, je nach Verbrauchsintensität zwischen 60 und 130 Kilometer weit, wenn sie voll geladen sind. Damit sind die Distanzen im täglichen innerstädtischen Botenverkehr der GBM gut zu meistern.
GBM setzt auf Umweltbonus
Für Reinhard Hantl, Geschäftsführer der GBM, sind die Einsparung von CO2 und der Beitrag zum Umweltschutz ein wesentlicher Grund, sich dieser neuen Technik zuzuwenden: „Wir haben die Autos schon einige Wochen getestet und unsere Boten sind begeistert. Der Fahrkomfort der Wagen, die absolut geräuschlose Fahrt und der Umweltbonus – das alles ist schlicht überzeugend.“ Darum wird die GBM auch sukzessive ihre gesamte Botenfahrzeugflotte auf Elektroautos umstellen.
Ausweitung der Elektromobilität im SOH-Konzern
Für Volker Lampmann, Leiter der Regionalen Projektleitstelle Elektromobilität Rhein-Main, ist die weitere „elektrische Mobilisierung“ von Gesellschaften der SOH-Gruppe konsequente Fortführung des eingeschlagenen Weges: „Den Beginn markierte das ESO-Hybridmüllsammelauto“, erinnert Lampmann, „dann folgten die eMobil-Station in der Innenstadt, die Pedelecs für Mitarbeiterfahrten und nun die Botenautos der GBM – wir sind damit kommunalwirtschaftlicher Vorreiter bei der Einführung einer innovativen Technologie.“
Offenbach leistet Beitrag zur technischen Weiterentwicklung der Elektromobilität
Aber nicht nur die GBM und die Offenbacher Bürger profitieren von den Elektroautos und der angeschafften Ladeinfrastruktur: Parallel zur Erprobung der Autos im betrieblichen Alltag werden umfangreiche Daten zur Ladung der Fahrzeuge erhoben und wissenschaftlich ausgewertet. Die Forschungsergebnisse, die hier erzielt werden, dienen der Weiterentwicklung der Ladetechnik und der ökonomisch sinnvolleren Einsetzbarkeit von elektrisch betriebenen Fahrzeugen in Unternehmensflotten. Konkret werden zwei Schnellladevarianten miteinander verglichen: Die so genannte Drehstromschnellladung (Ladesäule bei der SOH, Vollaufladung dauert rund drei Stunden) und die so genannte Gleichstromschnellladung (Ladesäule derzeit bei der OVB, wird im Herbst ebenfalls zur SOH verbracht, Vollaufladung dauert rund 25 Minuten). Verglichen werden die beiden Ladetechniken im Hinblick auf ihre Effizienz und Handhabung. Denn beispielsweise in der kalten Jahreszeit ist der Verbrauch über die Batterie höher – da darüber beispielsweise auch die Heizung läuft – dadurch werden die Reichweiten der Fahrzeuge kürzer und die Schnellladetechnik wird im Zuge dessen immer wichtiger. Langfristige Zielsetzung dieser Erforschung soll es sein, analog zu der Fahrzeugtechnik eine so effiziente und wirtschaftlich sinnvolle Ladetechnologie zu entwickeln, dass Unternehmen ihre Flotten statt mit herkömmlich angetriebenen nur noch mit elektrisch betriebenen Autos ausstatten.
Stromgewinnung durch Photovoltaikanlage
Zeitgleich zu den Elektroautos wurde im Foyer der SOH eine Anzeigetafel in Betrieb genommen, an der ablesbar ist, wie viel Strom die hauseigene Photovoltaikanlage erwirtschaftet, wie viele Kilometer die Elektroautos mit diesem Strom zurücklegen könnten und wie viel CO2 damit eingespart wird.
Förderung vom Bund
Beauftragt durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), steuert und koordiniert die Stadtwerke Offenbach Holding GmbH (SOH) als regionale Projektleitstelle 15 Demonstrationsprojekte (darunter das Projekt „Linie_103“), die nahezu alle Formen der E-Mobilität auf den Weg bringen: E-Roller und Pedelecs, E-Autos, Elektro- und Hybridbusse. Sogar Hybridnutzfahrzeuge werden erprobt. Übergreifend werden alle Projekte technisch und sozialwissenschaftlich begleitet. Bis Mitte 2011 fördert das Bundesministerium mit 130 Mio. EUR, überwiegend aus dem Konjunkturpaket II, den Ausbau und die Marktvorbereitung von Elektromobilität in acht Modellregionen Deutschlands. Regionsübergreifend wird das Programm von der Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie GmbH (NOW) koordiniert.
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Energieversorgung Offenbach AG
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