Offenbach.de, Stadtwerke Offenbach Holding - Diese Seite ist das Portal der Stadtwerke Offenbach Holding. Hier finden Sie Informationen zu den Gesellschaften, deren Aufgaben und Angeboten.
Das Objekt Mehrgenerationenwohnen lebt!

Modellprojekt für Hessen:
Mieter zogen ins Mehrgenerationenhaus ein

Offenbach, den 25.01.2008, letzte Bearbeitung: 12.02.2009

Knapp acht Monate nach dem ersten Spatenstich wurde im Juli 2007 der Rohbau in der Weikertsblochstraße 58 in Offenbach beendet. Bereits im Dezember 2007 zogen die die ersten Mieter in das hessenweit einmalige Modellprojekt ein.

Ziel des Projektes war, in dem 1736 qm großen Gebäude ein übergreifendes Netzwerk für verschiedene Generationen und Lebensformen zu schaffen. Junge und Alte, Familien und Singles können sich dort gegenseitig im Alltag helfen, voneinander profitieren und gleichzeitig ihren persönlichen Freiraum bewahren. Professionelle Kräfte unterstützen sie dabei ebenso wie das spezielle architektonische Konzept des Offenbacher Büros Wellnitz: Neben den 28 Wohnungen mit ein bis vier Zimmern stehen den Mietern auch ein gemeinsamer Quartierssaal und eine Dachterrasse zur Verfügung, ein Appartement ist für Pflegekräfte reserviert.

Insgesamt zogen 37 Personen in das Mehrgenerationenhaus, die sich zwischenzeitlich sehr gut eingelebt haben.

Insgesamt wurden 4,58 Millionen Euro in das von der GBO entwickelte, hessenweit einmalige Modellprojekt investiert. Die GBO finanzierte davon 1,146 Mio. durch Eigenkapital in Form der Einlage des 2664 qm großen Grundstücks. Jeweils mit Darlehen beteiligten sich die Stadt Offenbach (1,27 Mio. Euro) und das Land Hessen (1,75 Mio. Euro) an der Finanzierung, hinzu kam ein Bankdarlehen von 414.000 Euro. Drei Jahre hatte der Verein Lebenszeiten e.V. nach einem Bauträger und Investor für das Mehrgenerationenhaus gesucht, bis er ihn Anfang 2006 in der GBO, einer Tochter der Stadtwerke Offenbach Holding GmbH (SOH), fand.

Wie wichtig ein solches Pilotprojekt in der heutigen Zeit ist, zeigen die Zahlen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden: 2005 wohnten nur noch in 1 % aller deutschen Haushalte drei Generationen unter einem Dach; fast 38 Prozent der Hessen lebten in einem Einpersonen-Haushalt. Angesichts dieser Entwicklung befürwortet Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen ausdrücklich den Bau von Mehrgenerationenhäusern: „Sie eröffnen Räume, die den Zusammenhalt der Generationen festigen.“ Ein solches Modell, in das sich jede(r) individuell einbringt – etwa als PC-Berater oder als Leih-Oma - , könne eine Fülle von Dienstleistungen bieten, die Menschen verschiedenen Alters wirklich brauchen.

Offenbachs Oberbürgermeister Horst Schneider zeigte sich erfreut über den Bau des Mehrgenerationenhauses in der Weikertsblochstraße: Es biete die Chance, „das innerstädtische Wohnen in Offenbach weiter zu fördern und damit die Bevölkerungsstruktur zu entwickeln“. Wenn das Modell gut funktioniere, werde er es auch für andere Stadtteile überdenken.



weitere Bilder: