Offenbach.de, Stadtwerke Offenbach Holding - Diese Seite ist das Portal der Stadtwerke Offenbach Holding. Hier finden Sie Informationen zu den Gesellschaften, deren Aufgaben und Angeboten.
 

Was ist ICMA? Was ist Interreg IVb?

Offenbach, den 04.06.2009, letzte Bearbeitung: 08.03.2011

Das Projekt, an dem NiO beteiligt ist, trägt den Namen ICMA (Improving Connectivity and Mobility Access – Verbesserung von Anschluss- und Zugangsmöglichkeiten zu öffentlicher Mobilität), hat eine Laufzeit von drei Jahren und ist ein Teilprojekt des auf Nordwesteuropa begrenzten Programms INTERREG IVb.

Logo Amobilife.jpg

Innerhalb dieses Programms werden transnationale Projekte gefördert, die das Zusammenwachsen Europas unterstützen, in dem sie beispielsweise durch verbesserten Zugang zum ÖPNV oder transparenten Preis- und Kostenmodellen im öffentlichen Verkehr räumliche oder soziale Unterschiede innerhalb der EU vereinheitlichen.

Für Birgit Simon, Bürgermeisterin von Offenbach, bedeutet die Teilnahme von NiO an dem Programm einen großen Schritt nach vorne: „Mit den neuen Ansätzen von NiO für Offenbach – wie der Einrichtung der Ist-Zeiten auf den dynamischen Fahrplananzeigetafeln mit Hilfe europäischer Fördermittel – erreichen wir einen deutlich attraktiveren ÖPNV in unserer Stadt. Das unterstützt die von uns gesetzten Klimaschutzziele und sorgt für eine größere Auslastung von Bussen und Bahnen.“ Besonders begrüßt die Bürgermeisterin die Ausrichtung der Maßnahmen von NiO auf die Zielgruppe der Senioren, denn „damit“, so Simon, „reagiert Offenbach auf den demographischen Wandel und schafft die besten Voraussetzungen, dass auch ältere Menschen mobil bleiben und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.“

Auch Anja Georgi, Geschäftsführerin von NiO, sieht in ICMA große Chancen für den ÖPNV in Offenbach. Für sie ist die Teilnahme „Herausforderung und Möglichkeit zugleich. Denn für das relativ kleine Team bedeutet ein solch großer Projektrahmen eine enorme Arbeitsmehrbelastung. Aber wir wissen, dass wir diese Herausforderung meistern werden und viele technische und nützliche Innovationen für den Offenbacher ÖPNV realisieren werden können.“

Unter dem Anspruch, „Mobilitätslücken“ für speziell ausgewählte Zielgruppen zu schließen und den ÖPNV so einfach und so attraktiv wie möglich zu machen, arbeiten im Rahmen von ICMA insgesamt elf Partner aus sieben nordwesteuropäischen Ländern zusammen. Jeder der Partner hat dabei einzelne, lokalspezifische Projekte identifiziert, um die Situation des ÖPNV vor Ort – und damit die individuelle Mobilität jedes einzelnen Bürgers – zu verbessern. Die Leitung des Gesamtprojektes hat der Aufgabenträger des lokalen Nahverkehrs im Großraum Manchester in Großbritannien. Insgesamt hat ICMA ein Projektvolumen von etwa 7,324 Millionen Euro. Hiervon entfallen auf Offenbach etwa 760.000 Euro, von denen rund 50 Prozent durch die EU getragen werden.

Nachdem der Bewerbung von NiO um Teilnahme an ICMA im Herbst 2008 positiv entsprochen worden war und das Projekt im November 2008 offiziell gestartet wurde, trafen sich Anfang 2009 alle Partner in Aberdeen (Großbritannien) zu weiteren Arbeitsgesprächen. Hier wurde vor allem die Zusammenarbeit aller Projektpartner organisiert, denn Zielsetzung der transnationalen Herangehensweise des Programms ist es, sich fachlich über nationale Grenzen hinweg auszutauschen und voneinander zu lernen. Außerdem sollen gemeinsam innovative Lösungswege für Probleme gefunden werden, die mehrere Mitgliedsstaaten beschäftigen und deren Ergebnisse in andere Mitgliedsstaaten, Regionen und Gebietskörperschaften weiter getragen werden können.

ICMA ist inhaltlich und bezüglich seiner Zielsetzung auf drei verschiedenen Ebenen organisiert: Einer lokalen, einer lokalen mit internationalem Bezug und auf einer rein internationalen Ebene. Das Gesamtprojektteam soll auf internationaler Ebene einen Kompetenzpool bilden. Auf den lokalen Ebenen mit Strahlkraft auf
die anderen Partner sollen in Einzelprojekten IT-Anwendungen für das allgemeine Mobilitätsmanagement entwickelt werden, neue Preis- und Kostenmodelle entstehen, die Mobilitätsberatung und die Fähigkeit zur Nutzung von Mobilität sollen weitergebracht werden und es soll allgemein der Zugang und die Verbindung von Mobilitätsmodulen verbessert werden.

Eine der wichtigsten Zielgruppen von NiO in diesem Projektrahmen ist die Nutzergruppe der Senioren. Viele der Einzelprojekte wurden speziell auf die Bedürfnisse von älteren Bus- und Bahnnutzern ausgerichtet.

Mit diesen Einzelmaßnahmen verfolgt NiO verschiedene Zielsetzungen, wie Zugangsbarrieren zum ÖPNV – insbesondere für ältere Menschen – zu reduzieren und ein stärkeres Gefühl von Sicherheit bei der Nutzung von Bussen und Bahnen zu vermitteln. Durch zielgruppenspezifische Information erhofft sich NiO eine
Steigerung der Servicequalität und letztlich durch eine Verbindung aller Maßnahmen eine Veränderung des Mobilitätsverhaltens der Menschen. Somit kann durch eine stärkere Auslastung des ÖPNV und folglich eine Verringerung der Emission von CO2 und anderer schädlicher Substanzen erreicht werden.

Nähere Informationen zu allen Projekten finden Sie auf der Homepage www.amobilife.de