Von einander lernen...
Offenbach, den 12.07.2011Vertreter aus elf nordwesteuropäischen Städten, die sich am Interreg IVb Projekt ICMA amobilife beteiligen, kamen am 27. und 28. Juni 2011 in Dordrecht zusammen, um die Möglichkeiten der Übertragbarkeit von innovativen Mobilitätslösungen zu diskutieren.
Partnertreffen in Dordrecht
Am 27. und 28. Juni trafen sich die Projektpartner des ICMA amobilife Projektes zum zehnten Mal. Im Zentrum der Fachveranstaltung stand die Frage, wie die im Projekt realisierten Mobilitätslösungen auch andernorts in Nordwesteuropa angewendet werden können. Einen besseren Tagungsort hätte man für diesen Workshop nicht wählen können. Wielwijk ist ein in den 1950er Jahren entstandener Stadtteil von Dordrecht. Nach dem Wegbrechen der Werftindustrie begann eine von Arbeitslosigkeit, Wegzug und Verarmung geprägte Abwärtsspirale. Der Stadt Dordrecht gelang es, diese Entwicklung durch eine kluge Stadterneuerungsstrategie und die Unterstützung des Interreg IVb Programmess seit 2005 zu stoppen und umzukehren. Heute gilt Wielwijk als Musterbeispiel für die niederländische Stadterneuerungspolitik.
Nachhaltige Mobilität in ausgewählten Quartieren in Dordrecht
Die im Rahmen des Interreg IVb Projektes ICMA amobilife in Dordrecht umgesetzte Mobilitätstrategie trägt hierzu bei. Im Zentrum der Arbeit des Quartiersmanagements steht die zielgruppenorientierte Förderung nachhaltiger Mobilität im Quartier. Ältere Mitbürger, Kinder, Menschen mit Migrationshintergrund und Pendler; alle Interessen werden gleichermaßen berücksichtigt. Dabei fließen Erfahrungen aus anderen europäischen Partnerstädten täglich ein, beispielsweise in der Qualifikation von Mobiitätsberatern, im Fahrradtraining von Kindern und Migrantinnen sowie in der Entwicklung von Bushaltestellen zu intermodalen Mobilitätsstationen powered by ICMA mit Fahrradunterständen. Der grenzenüberschreitende Transfer von Erfahrungen kann hier hautnah erlebt werden.
Alle europäischen Projekte im Internet
Eine zentrale Rolle in der weiteren Verbreitung der im Projekt entwickelten Mobilitätslösungen wird die virtuelle ICMA amobilife Kompetenzplattform www.icma-amobilife.eu spielen. Hier werden alle im Projekt umgesetzten
Maßnahmen, die zu einer Verbesserung der Mobilität von Tür zu Tür beitragen, zugänglich gemacht. Die Kompetenzplattform wird durch ein zielgruppenorientiertes Serviceangebot für europäische Mobilitätsdienstleister
erweitert. Das Serviceangebot der Projektpartner wird voraussichtlich ab Herbst 2011 europaweit verfügbar sein. Der Workshop in Dordrecht wird hierzu die entscheidenden Weichen stellen.
Projektpartner
Das Projekt ICMA Amobilife hat ein Volumen von 7,32 Mio. € und wird von der Europäischen Union im Rahmen des INTERREG IVB Förderprogrammes für Nordwest-Europa mit insgesamt 3,57 Mio. € über 3 Jahre hinweg (bis
2011) gefördert. Federführend ist die Transportgesellschaft für den Großraum Manchester, Transport for Greater Manchester mit Sitz in Manchester. Die teilnehmenden Partner aus Deutschland sind: NiO - Nahverkehr in Offenbach, die Lokale Nahverkehrsorganisation Offenbach, traffiQ, die lokale Nahverkehrsgesellschaft
Frankfurt am Main mbH und die Stadt Pirmasens. Weiter arbeiten als Projektpartner die Stadt Genk, die Stadt Dordrecht, die Nahverkehrsgesellschaften aus dem Raum Stockport (Glasgow), die Universität von Aberdeen,
die rundum mobil GmbH aus Thun (Schweiz), das CEPS/INSTEAD Forschungsinstitut (Luxemburg) und die Region Pays de la Loire (Frankreich) mit.
Weitere Informationen
www.tfgm.com
www.icma-mobilife.eu
Offenbach.de
Stadtwerke Offenbach Holding
Energieversorgung Offenbach AG
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