SOH und NiO stellen 1. Mobilitätsbericht für Offenbach vor
Offenbach, den 29.12.2011, letzte Bearbeitung: 13.02.2012Gemeinsam mit Offenbachs Bürgermeisterin Birgit Simon stellte die Geschäftsführerin der NiO – Nahverkehr in Offenbach GmbH, Anja Georgi, nun den 1. Mobilitätsbericht für Offenbach vor. Der Bericht, der die Daten des Fahrplanjahrs 2010 beinhaltet, gibt eine Übersicht über die Leistungen der öffentlichen Verkehrsmittel in der Stadt, listet das Angebot im Bereich Bus und Bahn, nennt Ausgleichsleistungen, die gezahlt wurden und informiert zudem über die Schwerpunkte der Arbeit im Bereich öffentliche Mobilität in den kommenden Jahren.
Das Wichtigste in Kürze
Im Kern muss der Bericht folgende Daten enthalten: Wer (Aufgabenträgerorganisation: siehe Seiten 6 ff.) hat wen (Verkehrsunternehmen: siehe Seiten 6 ff.) mit was (Verkehrsleistungen im Detail bspw. unter Nennung von Linien, Takten, Sonderverkehren: siehe Seiten 10 und 12) beauftragt. Und wie (Qualitäts- und Quantitätsdetails: siehe Seiten 14 ff.) sollen diese Leistungen zu welchen Konditionen (Ausgleichszahlungen: siehe Seite 23) erbracht werden. Diese Angaben muss NiO für alle Verkehrsleistungen machen, die das Unternehmen selbst verantwortet, also für deren Finanzierung es verantwortlich ist. Das gilt für die Leistungen der Offenbacher Verkehrs-Betriebe GmbH (OVB). Alle regionalen Bus- und Schienenverkehre werden aufgrund ihres Regionalcharakters vom Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) bzw. von Aufgabenträgerorganisationen anderer Städte und Landkreise getätigt.
Um einen optimalen Überblick über alle Verkehrsleistungen, die in Offenbach angeboten werden zu geben, werden im Bericht auch alle anderen öffentlichen Mobilitätsangebote gelistet (siehe Seiten 10-11). Ferner Informationen zu den Haltestellen (siehe Seiten 12-13), sowie Qualitäts-, Sicherheits-, Service- und Umweltinformationen (siehe Seiten 14-17). Außerdem wird ein Ausblick über die Zukunft öffentlicher Mobilität in Offenbach gegeben (Seite 19). Im letzten Kapitel "Zahlen, Daten & Fakten" finden sich noch einmal – in Tabellen- und Übersichtsform – kurz und knapp die wichtigsten Fakten rund um die öffentliche Mobilität im Berichtsjahr 2010 in Offenbach.
Anlass für die Erstellung des Berichtes war das Inkrafttreten der Verordnung (EG) 1370/2007 im Dezember 2009, die es für Lokale Nahverkehrorganisationen (in Offenbach ist dies die NiO GmbH) verbindlich macht, ab 2010 einen jährlichen Gesamtbericht zu den in Auftrag gegebenen Leistungen vorzulegen. Die genannte Verordnung listet eine Reihe von Daten, die mit dem Gesamtbericht offen gelegt werden müssen. So unter anderem Ausgleichszahlungen für vergebene Verkehrsleistungen, generelle gemeinwirtschaftliche Verpflichtungen, gewählte Betreiber oder auch ausschließliche Rechte. Zielsetzung eines solchen Berichtes soll es sein, eine Kontrolle und Beurteilung der Leistungen, der Qualität und der Finanzierung des öffentlichen Verkehrsnetzes zu ermöglichen. Die Forderungen der Verordnung nutzen SOH und NiO, um in einer Gesamtschau das umfängliche Angebot an öffentlich verfügbarer Mobilität darzustellen.
Stimmen zum Mobilitätsbericht
Bürgermeisterin Birgit Simon begrüßt die Zusammenstellung des Mobilitätsangebotes für die Stadt Offenbach: "Mit diesem Bericht", so die Mobilitätsdezernentin, "ist ein umfassendes Werk gelungen, das einen guten Überblick über die vielfältigen Alternativen im Bereich Mobilität, die wir als Stadt mit unseren Dienstleistern, den SOH-Töchtern NiO und OVB, den Bürgerinnen und Bürgern machen, gibt. Die Zusammenstellung zeigt, dass in Offenbach ein gutes Netz an öffentlich zugänglicher Mobilität zur Verfügung steht und der private PKW zum Schutz des Klimas getrost auch einmal stehenbleiben kann."
Wie NiO-Geschäftsführerin Anja Georgi berichtete, wird der Mobilitätsbericht nun jährlich erscheinen, voraussichtlich jeweils zum Jahresende. "Wir möchten mit dem Mobilitätsbericht Transparenz schaffen in Bezug auf die Leistungen, die wir im Zusammenspiel mit dem RMV (Rhein-Main-Verkehrsverbund) beauftragen und auch offenlegen, welche Qualitäts- und Servicestandards dabei zugrunde liegen. Gleichzeitig zeigt der Bericht, dass öffentliche Mobilität mehr ist, als "nur" Bus und Bahn, und dass wir mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen ein breites Angebot machen, das den unterschiedlichsten Bedarfslagen der Nutzer gerecht wird."
SOH-Geschäftsführer Peter Walther wies im Umfeld der Vorstellung erneut auf die enge und gute Zusammenarbeit zwischen den beiden Tochterunternehmen NiO GmbH – der Regieorganisation im Bereich Nahverkehr – und dem Verkehrsunternehmen OVB hin, und betonte: "NiO hat seit Gründung im Jahr 2007 permanent an der Verbesserung des Angebots im Bereich öffentliche Mobilität gearbeitet. Zum einen im Zusammenspiel mit der OVB in Bezug auf die Busleistungen in Offenbach. Darüber hinaus aber konnte NiO auch eigene Angebote etablieren, wie etwa die Leihfahrräder und die CarSharing-Autos."
Wo ist der Mobilitätsbericht zu bekommen
Zunächst wurde der Mobilitätsbericht 2010 von den Herausgebern SOH und NiO an alle Stadtverordnete der Stadt Offenbach, an den Magistrat der Stadt sowie an den Aufsichtsrat der NiO GmbH übergeben. Dies erfolgte – ganz zeitgemäß – per E-Mail Aussand. Denn um Kosten zu sparen, ist der Mobilitätsbericht nicht in gedruckter Version, sondern nur als Datei im pdf.-Format erstellt worden. Somit kann er ab sofort auf dieser Internetseite kostenfrei heruntergeladen werden.
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