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ICMA in Offenbach: EU-Fördermittel für ÖPNV-Verbesserungen durch NiO

Offenbach, den 28.05.2009, letzte Bearbeitung: 08.03.2011

Zusätzliche 760.000 Euro fließen in den kommenden drei Jahren in den Offenbach Busverkehr – die Hälfte davon, also 380.000 Euro, sind Fördermittel der Europäischen Union.

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Die zweite Hälfte der Investitionen stemmt die LNO (NiO) unserer Stadt.
Sie hatte sich bereits 2008 um die Gelder beworben, die im Rahmen eines europaweiten Projektes mit dem klingenden Namen „Improving Connectivity and Mobility Access“ – kurz ICMA – ausgeschüttet werden. An dem transnationalen Projekt sind insgesamt elf Partner aus sieben EU-Ländern beteiligt: Mit dabei sind Städte und Gemeinden, Verkehrsunternehmen und Lokale Nahverkehrsorganisationen aus Groß-Britannien, Frankreich, der Schweiz, Luxemburg, den Niederlanden, aus Belgien und Deutschland.

Ziel des Gesamtprojektes ist die Förderung von öffentlichem Verkehr. Mit vielerlei Verbesserungen soll erreicht werden, dass mehr Menschen problemlos und einfach Zugang zu Bussen und Bahnen haben. Durch technische Neuerungen, zielgruppenspezifische Informationen und einer Erweiterung des Angebotes möchten alle Teilnehmer des Projektes mehr Menschen in öffentliche Verkehrsmittel bringen, somit deren Lebensqualität steigern und einen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

Das sind auch die Ziele von NiO: Bis Ende 2011 werden in Offenbach mit den Geldern viele innovative Neuerungen im ÖPNV einziehen. Unter anderem ist geplant, insbesondere ältere Menschen mit dem Verkehrsmittel Bus vertraut zu machen, ihre Bedürfnisse bei der Nutzung von Bussen und Bahnen zu erforschen und diese folglich besser bei der Planung zu berücksichtigen. Außerdem sollen beispielsweise auch Pendler und mobilitätseingeschränkte Menschen angesprochen werden.

Aktuell widmet sich NiO insbesondere den Seniorinnen und Senioren Offenbachs. Um deren Nutzungsverhalten in Bezug auf Busse und Bahnen kennen zu lernen, hat es bereits eine erste Umfrage gegeben. Damit möchte NiO erfahren, was ältere Menschen konkret zögern lässt, in einen Bus zu steigen, in welchen Situationen sie sich verunsichert fühlen und was allgemein getan werden kann, um ihnen mehr Mobilität mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu ermöglichen.

Weiterer Schwerpunkt der NiO-Aktivitäten ist die Einführung von so genannten „Ist-Zeiten“ an den dynamischen Fahrplanauskunftstafeln, die bereits an vielen zentralen Haltestellen in Offenbach stehen. Aktuell zeigen diese Tafeln – beispielsweise am Marktplatz – die Busabfahrtszeiten, die auch im Fahrplanbuch abgedruckt sind. Nun soll die Technologie der Offenbacher Busse und der Fahrplantafeln so erweitert werden, dass die tatsächliche Abfahrtszeit angezeigt werden kann. Somit ist der Fahrgast stets bestens informiert, wann sein Bus tatsächlich fährt.

Derzeit wird die benötigte Technologie in die Busse der OVB eingebaut. Die Haltestellenmasten im gesamten Stadtgebiet sind bereits verortet und können schon mittels GPS-Technologie angesteuert werden. Die Umstellung der DFI-Anzeigen auf Echtzeit-Daten erfolgt im zweiten Halbjahr 2009.

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