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Spannende Einblicke bei den Tagen der Industriekultur 2011

Offenbach, den 22.06.2011, letzte Bearbeitung: 22.08.2011

Schon längst ist Offenbach ein beliebtes Ausflugsziel und fester Bestandteil der „Tage der Industriekultur Rhein-Main“. Auch 2011 ist die Stadt interessantes Ziel für Neugierige, denn auch zum diesjährigen Schwerpunkt „Chemie“ hat Offenbach vom 2. bis 7. August einiges beizutragen.

Das alte Badehaus der AllessaChemie GmbH
Das alte Badehaus der AllessaChemie GmbH

Die UNESCO hat das Jahr 2011 zum Internationalen Jahr der Chemie ausgerufen. Anlass ist der 100. Jahrestag der Chemie-Nobelpreisverleihung an Madame Curie. Der gewählte Schwerpunkt für die neunten „Tage der Industriekultur Rhein-Main“ passt, denn noch heute ist die Chemie eine der Leitbranchen der Region Frankfurt Rhein-Main. Insbesondere die Farbenproduktion hat hier eine lange und wechselhafte Tradition.

Ein Schwerpunkt der Veranstaltungen in Offenbach ist einmal mehr der Hafen. Hier beleuchtet eine Foto-Ausstellung mit Arbeiten von Peter W. Schindler vom 2. bis 7. August die "Chemie-Industrie am Fluss" - und an den Abenden vom 4. bis 8. August wird der Hafenkran besonders intensiv illuminiert. Die Ausstellung "Row Row Row the Boat" auf der Schute Vita präsentiert am 6. und 7. August Arbeiten zu den "Momenten des Glücks". Die Eröffnung am 5. August ab 18 Uhr gestaltet als Live-Act Plex! (Matthias Vatter Solo). Das Projekt Hafen Offenbach (PHO) unterstützt diese Veranstaltung.

Auch die Veranstaltung "Hafen im Wandel - vom Ölhafen zum urbanen Stadtquartier" lockt die Besucher auf ein Schiff: Auf einer Rundfahrt mit der Barkasse Gaby erläutern Mitglieder des PHO-Teams die spannende Entwicklung des Areals. Was passiert, wenn die Chemie zwischen zwei Menschen stimmt, zeigt der Film "In the Mood of Love", der im Open-Air-Kino des Hafen 2 am 6. August ab ca. 21.30 Uhr zu sehen ist.

Auch die AllessaChemie GmbH gewährt besondere Einblicke. Im alten Badehaus erinnern noch heute die mittlerweile verwaisten Räume an die bewegte Geschichte des Betriebs. Das 1908 errichtete Sozialgebäude an der Friedhofstraße firmiert heute nur noch unter dem Namen Allessa-Badehaus. Das gesamte Erdgeschoss war als Badeanstalt für die zeitweise 1000 Mitarbeiter eingerichtet. Darüber befanden sich der Speisesaal und die Küche. Die Duschköpfe sind heute zwar abgeschraubt, aber dennoch besticht der weißgekachelte Saal mit seinen Badewannen, Duschen und Waschbecken durch eine einzigartige Atmosphäre. Heute steht ein Großteil der Räume leer. Einzige Mieter sind drei Offenbacher Fotografen.

170 Jahre reicht die bewegte Geschichte der Offenbacher Farbwerke am Main zurück. Seit einem Jahr ist die Produktion eingestellt. Ein letztes Mal wird das werkseigene Museum an diesem Standort zu sehen sein. Ein Rundgang führt durch das Badehaus, und auch der Verwaltungsbau an der Mainstraße darf besichtigt werden. Infos dazu gibt es unter der Nummer: 069/8065-3135.

Bei der Firma Mylflam auf dem Buchhügel stehen Feuerzeuge im Mittelpunkt - und unter freiem Himmel warten verschiedene Spaziergänge, Radtouren und Rundfahrten mit einer historischen Eisenbahn auf die Teilnehmer.

Insgesamt sind vom 2. bis 7. August rund 280 Veranstaltungen an 125 Orten zustande gekommen. Alle Infos zu dem Programm gibt es im Internet unter www.krfrm.de