"Fördermittel zur Hafensanierung", Januar 2007
Offenbach, den 06.03.2007, letzte Bearbeitung: 13.08.2008Am 22.12.2006 überreichte Staatsminister Stefan Grüttner, Chef der Hessischen Staatskanzlei, der Mainviertel Offenbach GmbH & Co. KG einen Förderbescheid für die Grundwassersanierung der Hafeninsel Offenbach am Main.
Einige Daten zum Sanierungsvorhaben:
Grundstück insgesamt 320.000 m²
Kerngebiet Rahmensanierungsplan 220.000 m²
Leistungen zur Erkundung des Geländes seit 1997
Voraussichtliches Ende der Sanierung ca. 2038
Entwicklung des Gebietes in drei Bauabschnitten bis ca. 2020
Seither wurden ca. 17.000 Analysen für Boden, Bodenlust und Grundwasser aus über 250 Gutachten ausgewertet und sind in den Rahmensanierungsplan eingeflossen, der durch das RP beschieden wurde. Dieser bildet die Grundlage des Förderantrags.
Sanierung durch das Fördern und Abreinigen des Grundwassers.
Zusätzliche Sanierung beim Bau der Gebäude und Straßen, Wege, Plätze durch Entfernen belasteten Bodens und Aufbringen unbelasteten Materials.
Nutzung seit Anfang des 20. Jahrhunderts (Eröffnung des Hafens auf der sog. Landseite in 1902, Ausbau der Hafeninsel ab Mitte der 50er Jahre)
Gruben, die durch Lehm- und Kiesabbau entstanden, wurden verfüllt mit Bauschutt, Baggergut, schlackehaltigem Material, Erde und Abfällen. Bei der Auffüllung der Hafeninsel um 4 m zum Hochwasserschutz wurde weiteres belastetes Material eingebracht.
Durch die industrielle Nutzung (vorwiegend Umschlag- und Lagerplatz für Mineralölprodukte auf der Hafeninsel, aber auch Speditionen, Autowerkstätten, metallverarbeitende Betriebe, Eigenbedarfstankstellen u. a.) liegen in weiten Bereichen des ungesättigten Bereiches und des gesättigten Bereiches erhebliche Belastungen durch Schadstoffe BTEX, MKW und nachgeordnet PAK im Grundwasser vor.
Ende 2005 wurden zur Dimensionierung der Anlagen im östlichen Bereich der Hafeninsel neue Brunnen errichtet und Leistungspumpversuche durchgeführt.
Die Sanierungsanlagen werden im Frühjahr 2007 in Betrieb genommen, damit wird das kontaminierte Grundwasser gefördert. Nach dem Durchlaufen der Dekontaminationsanlage wird das sog. Reinwasser dann dem Hafenbecken zugeführt. Der Sanierungserfolg und die Anlagentechnik werden über regelmäßige Monitorings kontrolliert.
In 2007 ist vorgesehen, die Sanierung des Grundwassers zu etablieren und zu betreiben.
Die Kosten belaufen sich
1997-2014: ca. 5,7 Mio. €
2015-2038: ca. 7,2 Mio. €
24 Einzelmietgrundstücke
Entmietung seit Mitte der 80er. Letzter Mieter der Hafeninsel ist Mitte 2006 nach Sanierung weggegangen (Valentin).
Auf der Hafeninsel nur noch Beachclub und Messeparkplätze
Auf Landseite finden nur noch untergeordnete Vermietungen statt. Einzige große Mieter sind Sehring (Beton) und EMA (European Moving Association). Dazu kommen kleine Baufirmen, Lagerflächen u.ä. Hafen 2 und pro regio.
Alle Nutzungen und Grundstücke, die öffentlich zugänglich sind, sind gesundheitlich unbedenklich. Auf dem Beachclub wurde nach Rücksprache mit der Behörde 30 cm Sand aufgefüllt, das Grundstück Hafen 2 wurde vom Vormieter unfangreich saniert.
Es wird 1 Sanierungsanlage auf der Hafeninsel errichtet (1 Bereich wird durch den ehemaligen Mieter derzeit bereits saniert. 1 Bereich muss durch den ehemaligen Mieter saniert werden). Ein Bereich wird durch sog. Monitorings beobachtet und bei Bedarf eine Sanierungsanlage errichtet. Es werden an 4 Stellen auf der Landseite die vorhandenen Brunnen als Förderbrunnen zur Grundwassersanierung genutzt. An einem Brunnen wird ein Monitoring durchgeführt.
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