„Vorn ist fair!“ Einstieg vorne bei der OVB
Offenbach, den 07.07.2006, letzte Bearbeitung: 14.07.2008Mit Beginn der Sommerferien ist bei der OVB das so genannte "Fahrgastfluss-Prinzip" eingeführt worden. Bitte steigen Sie daher in alle Busse der OVB zu jeder Zeit nur noch in der vorderen Tür ein und aus einer der hinteren Türen wieder aus. Danke!
Aus der Sicht von Mobilitätsdezernentin Birgit Simon bringt diese Neuerung gleich mehrere Vorteile für Kundinnen und Kunden der OVB mit sich. „Abgesehen von größerer Gerechtigkeit, weil Fahren ohne Fahrschein jetzt deutlich erschwert wird, soll das neue System vor allem mehr Sicherheit im Bus bringen, weil beim Ein- und Aussteigen insgesamt weniger Gedränge im Bus entsteht“.
Doch die Neuregelung soll sich Simon zufolge auch im Wirtschaftplan des Verkehrsbetriebes niederschlagen. Auf der Basis der Erfahrungen in anderen Städten mit dem Fahrgastfluss-Prinzip werden fünf Prozent höhere Einnahmen erwartet, weil es fortan deutlich schwieriger sein wird, ohne gültige Fahrkarte die Dienste der OVB in Anspruch zu nehmen. Simon: „In unserem Fall würde das Mehreinnahmen in Höhe von rund einer halben Million Euro bedeuten“
OVB-Geschäftsführer Volker Lampmann erläutert, wie das neue System ab 17. Juli genau funktioniert: „Unsere Fahrgäste sind aufgefordert, in zwei „Spuren“ in den Bus einzusteigen: Eine rechte Spur vorne im Bus ist für Kunden bestimmt, die noch keinen Fahrschein haben und sich diesen gleich beim Fahrer kaufen können. Links daneben steigen alle ein, die schon ein gültiges Ticket haben und zeigen dies unaufgefordert bei jedem Fahrtantritt vor.“
Die einzige Ausnahme der Regel macht die OVB für ihre mobilitätseingeschränkten Fahrgäste. Das sind vor allem Gehbehinderte, die mit einem Rollstuhl unterwegs sind, Personen mit Kinderwagen oder Fahrgäste, die ein Fahrrad mitnehmen möchten. Diese Fahrgäste sind in aller Regel auf die Niederflurtechnik und einen breiten Einstieg angewiesen, darum dürfen diese Fahrgäste auch in Zukunft natürlich noch hinten in den Bus einsteigen.
Mögliche Störungen in Betriebsabläufen sind Lampmann zufolge höchstens in der ersten Zeit zu erwarten. „Wenn einmal der Großteil unserer Fahrgäste das neue System kennt, ist nicht damit zu rechnen, dass es zu Verspätungen kommen wird.“
Außerdem sieht Lampmann ein Plus an Kundenservice: „Der Fahrgast kommt direkt bei Einsteigen am Fahrer vorbei, hier kann er ihm Fragen stellen, Fahrkarten kaufen, sich über Anschlüsse und Verbindungen erkundigen oder auch ein Taxi von der Zielhaltestelle nach Hause bestellen. Die so steigende Kommunikation zwischen Fahrgast und Fahrpersonal bedeutet für alle Beteiligten einen positiven Kontakt und mehr Verständnis fürein-ander.“
Zur Erläuterung der Umstellung wurde eine Reihe von Maßnahmen von der OVB angestoßen. So wird es in der ersten Phase der Änderung speziell ausgebildete Haltestellenbetreuer geben, die an zentralen Haltestellen wie dem Marktplatz, Offenbach Ost, Wilhelmsplatz oder am Hauptbahnhof für Fragen der Fahrgäste zur Verfügung stehen und die Neuerung bei Bedarf erläutern. Diese Hilfestellung bietet die OVB in der ersten Woche der Sommerferien sowie in den ersten beiden Wochen nach den Sommerferien jeweils von Montags bis Samstags an.
Außerdem weisen Plakate und Handzettel auf die Änderung hin, die Busse sind ab dem Beginn der Umstellung mit entsprechenden Signalschildern beklebt. Zudem schaltet die OVB schaltet eine Service-Telefonnummer (069 / 800 58 – 355). Weitere Informationen finden Sie auch hier im Internet.
Offenbach.de
Stadtwerke Offenbach Holding
Energieversorgung Offenbach AG
Artikel drucken
Als PDF anzeigen