Offenbach.de, Stadtwerke Offenbach Holding - Diese Seite ist das Portal der Stadtwerke Offenbach Holding. Hier finden Sie Informationen zu den Gesellschaften, deren Aufgaben und Angeboten.
 

Das „Leuchtturmprojekt“ Gründercampus ist fertig

Offenbach, den 07.11.2006, letzte Bearbeitung: 11.07.2008

Anfang Dezember wurde das neue Gründerzentrum Ostpol in der Hermann-Steinhäuser Straße 43-47 offiziell eröffnet. Das fast 6.000 qm Miet- und Nutzfläche große Gebäude inklusive des neuen Quartiersaals ist  fertiggestellt.

Die neuen Hörsäle der Hochschule für Gestaltung (HfG) werden von den Studenten bereits genutzt.
Die neuen Hörsäle der Hochschule für Gestaltung (HfG) werden von den Studenten bereits genutzt.

Viele der Mieter sind schon eingezogen, beispielsweise sind nahezu alle bereitgestellten Appartements von Studenten der HFG bezogen. Auch das KIZ Gründerzentrum und junge Gründerinnen und Gründer haben die Büroräume schon bezogen und den Betrieb aufgenommen. Die neuen Hörsäle der HfG werden ebenfalls schon genutzt. Von den insgesamt 70 Gründerbüros und Atelierräumen werden die ersten in Kürze vermietet. Von den 29 Studentenapartments sind alle bereits vermietet.

Die Nachfrage nach den Räumen ist groß. Schon seit einem Jahr gehen Kinder und deren Eltern in der Musikschule Offenbach, die im hinteren Teil des Grundstückskomplexes liegt, ein und aus. Der neue Quartierssaal kann künftig zu einem attraktiven Mietpreis von zwischen 75,- und 200,- Euro zzgl. Betriebs- und Reinigungskosten von jeweils 50,- Euro von den Nutzern des Hauses, den Bewohnern des Quartiers sowie sonstigen Offenbacher Institutionen für öffentliche und private Veranstaltungen gemietet werden.

Im Jahre 2005 ersteigerte die GBO Gemeinnützige Baugesellschaft Offenbach das ehemals als Druckerei genutzte Gebäude, das zu einem Wohnheim für Bedienstete der Post umgebaut, jedoch nicht als solches genutzt wurde und deshalb seit 12 Jahren leer stand. Die GBO ist auch Bauherr und Vermieter. Geschäftsführer Winfried Männche hat maßgeblich die Konzeption für die spätere Nutzung des Gebäudes als Gründercampus mit erarbeitet.

Die Kosten für die komplette architektonische Umgestaltung inkl. Erwerbskosten betragen ca. 5,6 Mio. Euro. Die Finanzierung erfolgte nach einer Zwischenfinanzierung durch die SOH Stadtwerke Offenbach Holding GmbH, Muttergesellschaft der GBO, durch Darlehen der Sparkasse Offenbach und der Stadt Offenbach. Ziel war es, dem Gebäude eine neue Nutzung zu geben und durch die Vermietung an attraktive Mieter eine positive Ausstrahlung in das umliegende Quartier der östlichen Innenstadt zu erzielen.

Die Ausstrahlung des Gebäudes in die östliche Innenstadt ist auch ein Grund, der zur Namensfindung „Ostpol“ geführt hat. Der Name Ostpol soll zugleich einen konkreten wie imaginären Ort beschreiben: Die geographisch fiktive Polkappe wird zum Synonym einer schöpferischen Ideenschmiede. Mit dem Gründercampus Ostpol entsteht in der Stadt Offenbach ein soziokultureller Drehpunkt, der das Potential einer unverbrauchten, aufstrebenden Generation fördert“ so die Künstler, die das Logo und den Namen „Ostpol“ geschaffen haben.

Oberbürgermeister Horst Schneider erläutert das Konzept des Gründercampus Ostpol, die damit verbunden Ziele für die Stadt Offenbach, die östliche Innenstadt und die schon erreichten Erfolge: „Ein gründerfreundliches Klima ist für die Stadt Offenbach ein wichtiger Erfolgsfaktor. Das Leuchtturmprojekt „Gründercampus“ ist ein Ergebnis der Initiative „Gründerstadt“ Offenbach. Schon jetzt vernetzen sich die verschiedenen Akteure: Hochschule für Gestaltung, KIZ Gründerzentrum und Jugendmusikschule räumlich in der Hermann-Steinhäuser-Straße. Damit ist die Vorraussetzung gegeben, der räumlichen Vernetzung künftig auch eine inhaltliche folgen zu lassen. Der Gründercampus Ostpol ist als Gebäudekomplex eine reale Schnittstelle für unternehmerische Aktivitäten von Existenzgründern und Studenten, die einmal zu Existenzgründern werden können. Mit knappen finanziellen Mitteln, aber aufgrund der innovativen Ideen der Akteure kann der Ostpol als „Inkubator“ dienen, kreativen Raum und die Atmosphäre für viele spannende Projekte geben. Junge Künstler, Studenten der HFG und Unternehmensgründer finden hier eine hervorragende Plattform für Ihre Aktivitäten.“

Markus Weidner, Vorstandsvorsitzender der KIZ AG beschreibt, warum das Konzept des Gründercampus eine Nische in Offenbach schließt: „Im Rahmen der Arbeit im Netzwerk „Gründerstadt Offenbach“ gab es vor allem in zwei Punkten Lösungsbedarf: Zum einen war das der Bedarf nach kleinen Büroeinheiten zu einem günstigen Preis, zum anderen der Wunsch, Dienstleistungen zu bündeln und eine Anlaufstelle unter einem Dach zu bieten. Der Ostpol bietet nun die Lösung für beides. Im ersten Schritt stehen nun neuen Selbstständigen kleine Büroeinheiten zur Verfügung. Sie sind die ideale Alternative zum Home-Office. Viele Gründer, die zunächst von zu Hause starten wollten oder gestartet sind, kommen auf uns zu und fragen nach kleinen Büroeinheiten. Es ist einfach etwas anderes „mit Kollegen“ auf einem Flur zu sitzen, als alleine zu Hause vor dem PC“, so Markus Weidner, Vorstandsvorsitzender der KIZ AG.

Die Atmosphäre „Einzelbüro – aber nicht allein“ ist deshalb ein wichtiger Bestandteil des gesamten Ostpols. Die Mietpreise liegen inkl. Neben- und Servicekosten je Büroeinheit bei 350 Euro. am unteren Ende. Im Verleich zu anderen Büroräumen, ist dieser Mietpreis „unschlagbar“.

Für dieses Jahr ist ein BeratungsCenter, geplant, der die für Existenzgründer und Jungunternehmer relevanten Anlaufstellen und Dienstleister unter einem Dach zusammenfasst. Hier werden die Gründungsberater von KIZ, Steuerberater, Rechtsanwälte, Versicherungen und Finanzierungsfachleute für erste Informationsgespräche zur Verfügung stehen. Der Ostpol wird somit zu einer Anlaufstelle für Gründer/innen, die in dieser Form bundesweit Modellcharakter hat.

Prof. Bernd Kracke, Dekan des Fachbereichs visuelle Kommunikation der Hochschule für Gestaltung in Offenbach erläutert den Nutzen des Gründercampus für die HfG wie folgt: „Die Absolventen der Hochschule für Gestaltung (HfG) Offenbach sind zu 70 % als Selbstständige in den Bereichen Kunst, Medien, Kommunikationsdesign und Produktgestaltung tätig. Schon während des Studiums werden die Studierenden auf die Anforderungen der beruflichen Praxis vorbereitet. Mit dem Bezug von Seminarräumen, Ateliers und Studentenwohnungen im Gründerzentrum Ostpol möchte die HfG Offenbach ihre Förderungsaktivitäten ausbauen. So erhalten die Studierenden wie auch Absolventen der Hochschule einen weiteren Raum zur professionellen Entfaltung auf ihrem Weg in der Existenzgründung und eine zusätzliche Vernetzung mit dem Stadtraum Offenbach und der Region.“