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Neue Impulse in der Standortentwicklung: Symposium "Wie entsteht Zukunft?"

Offenbach, den 01.03.2007, letzte Bearbeitung: 14.07.2008

Offenbach, 19. September 2006. „Zukunft denken heißt vor allem Zukunftschancen früh erkennen. Das ist gerade in der Standortentwicklung eine Frage der Haltung. Denn nur durch die Bereitschaft zu Offenheit und Austausch können wir die zukünftigen Erwartungen von Bürgern und Investoren erfüllen“, resümiert Joachim Böger das Fachsymposium „Wie entsteht Zukunft? Neue Impulse in der Standortentwicklung“, das heute im Hafen Offenbach stattfand. Der Geschäftsführer der Stadtwerke Offenbach Holding, der auch für das Projekt Hafen Offenbach verantwortlich zeichnet, begrüßte als Gastgeber die zahlreich erschienenen Gäste aus Immobilienszene, regionaler Wirtschaft und Politik. Im Hafen 2 Café, dem ehemaligen Lokschuppen der Hafenbahn, diskutierten sie mit namhaften nationalen und internationalen Experten aus Zukunftsforschung und Stadtplanung, wie Zukunft antizipiert und in erfolgreiche Stadtentwicklungsprojekte umgesetzt werden kann. Als eines der wichtigsten Stadtentwicklungsvorhaben im Rhein-Main-Gebiet bot das Projekt Hafen Offenbach damit zum vierten Mal eine Plattform für einen hochkarätigen Gedankenaustausch.

„Von dem auf dem Hafengelände entstehenden neuen Stadtteil werden einmal Impulse für die Stadt Offenbach und die ganze Region Rhein-Main ausgehen. Das wollen wir auch heute schon signalisieren – zum Beispiel mit einer anspruchsvollen Fachveranstaltung wie dieser“, so Böger. Ein Beleg für den erfolgreichen Wandel der Stadt Offenbach hin zu einem modernen und zukunftsfähigen Standort, wie auch Horst Schneider ausführte. Der seit Beginn des Jahres amtierende Offenbacher Oberbürgermeister, der dem Projekt Hafen Offenbach bereits in seiner vorherigen Funktion als Bau- und Planungsdezernent verbunden war, begrüßte gemeinsam mit Böger die Symposiumsgäste.

Einen besonderen Blickwinkel eröffnete im Auftaktvortrag der renommierte Zukunftsforscher Axel Liebetrau, FutureManagementGroup AG, Eltville. Aus der Perspektive der Zukunftsforschung berichtete er, welchen Trends und Zukunftsfaktoren im Bereich Arbeiten und Wohnen sich die Standortentwicklung zukünftig stellen muss, aber auch mittels welcher Methoden Zukunft erkannt und gestaltet werden kann. „Zukunftsforschung kann zwar nicht die Zukunft voraussagen, aber praktischen Nutzen bieten, wenn es darum geht, sich für Entwicklungen optimal zu präparieren“, so Liebetrau. Als wichtige gesellschaftliche Zukunftsfaktoren strich er vor allem die fortschreitende Individualisierung der Gesellschaft sowie die Dematerialisierung und Virtualisierung der Informationswelt heraus und präsentierte ein Zukunftsmanagement-System, das fünf verschiedene Sichtweisen auf die Zukunft zu einem „Zukunftsradar“ verbindet.

Im zweiten Vortrag des Nachmittags präsentierte Kari Raina, Geschäftsführer der „Art and Design City Helsinki Oy Ab“, wie sich die Fähigkeit Zukunft zu denken in der Standortentwicklung der finnischen Hauptstadt bereits manifestiert. Gemeinsam mit der Stadt Helsinki plant er den – ebenso wie der Hafen Offenbach am Wasser gelegene – Stadtteil Arabianranta zu einem der führenden Standorte für Design und Technologie im Ostseeraum zu entwickeln. Im Jahr 2010 sollen rund 13.000 Studenten an verschiedenen Technologie- und Design-Fakultäten studieren, 10.000 Bewohner die neuste digitale Technik nutzen können und 300 Unternehmen mit circa 8.000 Mitarbeitern modernste Standortbedingungen vorfinden. „Das Helsinki Virtual ViIllage wird eine sogenannte Intelligente Stadt sein, in der die modernsten Konzepte von E-Governance über mobile Kommunikation und Bürgerpartizipation Anwendung finden werden. Zukunft, die in unter Laborbedingungen entsteht“, so Raina über das europaweite Vorreiterprojekt.

Im Anschluss an die Vorträge stellten sich die beiden Referenten gemeinsam mit Böger im Rahmen einer Podiumsdiskussion auch den interessierten Fragen des Publikums. Auf dem Podium vertreten waren darüber hinaus Karin M. Klossek, Expertin für Markenführung und Standortmarketing, sowie Martin Wentz, ehemaliger Frankfurter Baudezernent, Honorarprofessor, Publizist und heute Inhaber einer eigenen Projektentwicklungs- und Beratungsgesellschaft.

Über das Projekt Hafen Offenbach

Neue Wohndimensionen im Hafen Offenbach
Das Projekt Hafen Offenbach gehört zu den bedeutendsten Bauvorhaben der Region Rhein-Main. Auf dem 320.000 qm großen Gelände wird ab 2007 ein neues Stadtviertel direkt am Main entstehen. Bis zu 10.000 neue Arbeitsplätze und Wohnraum für etwa 1.000 Menschen sollen auf dem Gebiet im Norden der Stadt geschaffen werden. Rund 300.000 qm (BGF) für Büro- und Dienstleistung, Einzelhandel, Gastronomie, Hotels und Wohnraum werden das neue Gesicht in Richtung Frankfurt prägen.

Der erste Bauabschnitt nimmt Gestalt an
Konkrete Planungen und Visualisierungen für die erste von insgesamt drei Entwicklungsstufen liegen vor. Der erste Bauabschnitt wird im Osten des Hafens realisiert. Auf Basis des verabschiedeten Rahmenplans sehen die Projektentwickler hier vier Nutzungsbereiche vor: Wohnraum, eine Mischung aus Wohnen und Arbeiten, ein Nahversorgungszentrum und einen Businesspark. Das attraktive Gesamtareal ermöglicht die Entwicklung visionärer Wohnmodelle, die der zukünftigen „Stadt in der Stadt“ einen eigenen Charakter verleihen und die neuesten Erkenntnisse qualitativer Stadtplanung einbeziehen.

Insgesamt sind die Planungen für die erste Entwicklungsstufe sehr weit fortgeschritten: Mit der Umsetzung kann jederzeit begonnen werden, wenn Investoren dafür das Signal geben. So läuft bereits das Investoren-Auswahlverfahren für das Nahversorgungszentrum.

Intelligente Zwischennutzung: Freizeit, Kultur, Wissenschaft
Bereits heute ist das Gebiet im Norden Offenbachs sehr beliebt. Dazu trägt ein Zwischen-
nutzungskonzept mit einem Dreiklang aus Freizeit, Kultur und Wissenschaft bei. Neben dem größten Beach-Club im Rhein-Main-Gebiet ziehen u.a. eine Galerie und ein Café mit ange-
schlossenem Clubhaus Besucher in den ehemaligen Industriehafen.

Bild- und Grafikmaterial – insbesondere zur Visualisierung des ersten Bauabschnitts – stellen wir Ihnen gerne zur Verfügung.