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Deponienachsorge: Hochtaunuskreis, Main-Taunus-Kreis und Stadt Offenbach gründen Gesellschaft

Offenbach, den 28.08.2007, letzte Bearbeitung: 07.09.2007

Als einen weiteren Schritt einer regionalen Zusammenarbeit im Rhein-Main Gebiet haben der Hochtaunuskreis, der Main-Taunus-Kreis und die Stadt Offenbach eine gemeinsame Gesellschaft gegründet. Die RMN Rhein-Main Deponienachsorge GmbH soll sich mit dem sensiblen Thema der Nachsorge von Abfalldeponien beschäftigen.

Nachsorge heißt, es muss sichergestellt werden, dass von den Deponien keine Gefahr für Wasser, Luft und Boden ausgeht. Dieses Geschäft betreibt die Rhein-Main Deponie GmbH als Gesellschaft des Hochtaunus- und des Main-Taunus-Kreises auf ihren Standorten Wicker, Neu-Anspach und Offenbach bereits seit vielen Jahren. Durch die Gründung einer gemeinsamen Gesellschaft mit der Stadt Offenbach soll dieses vorhandene Know-How auch der stadteigenen Deponie Grix zugute kommen. Die Kommunen erhoffen sich hierdurch auch Synergieeffekte.

„Deponienachsorge ist ein regionales Thema.“, erläutert der Aufsichtsratsvorsitzende der Rhein-Main Deponie GmbH, Erster Kreisbeigeordneter Hans-Jürgen Hielscher (FDP), denn schließlich wurde auch Abfall aus der gesamten Rhein-Main Region auf den Deponien abgelagert. Auch die Finanzierung der Nachsorge erfolgt durch die gesamte Region. Es ist daher zu begrüßen, dass in der neuen Gesellschaft versucht wird, möglichst hohe Synergieeffekte zu nutzen und die regionale Kooperation zu stärken.

Neben der Deponienachsorge als Hauptaufgabe wird sich die Gesellschaft auch mit der Durchführung von Abwasserüberwachungsaufgaben sowie Altlastensanierungen über die Region hinaus beschäftigen.

„Damit wird eine neue Form der Zusammenarbeit im Rhein-Main Gebiet möglich und es gibt hoffentlich ein wirtschaftlich erfolgreiches Unternehmen für alle Beteiligten, „sagte Uwe Kraft, Umweltdezernent des Hochtaunuskreises (CDU).

Die Gesellschaft wird zu 66,66 % von der RMD und zu 33,33 % von der SOH Stadtwerke Offenbach Holding gehalten. Die Geschäftsführung der RMN Rhein-Main Deponienachsorge GmbH bilden Gerd Mehler und Markus Töpfer, die zugleich auch als Geschäftsführer der RMD tätig sind, sowie Peter Walther, der zugleich auch als Geschäftsführer der SOH fungiert.









Bürgermeisterin Birgit Simon, die die Stadt Offenbach in Gesellschafterversammlung und Aufsichtsrat der Rhein-Main-Abfall GmbH (RMA) vertritt, sieht in der Gründung der überregionalen Deponienachsorgegesellschaft eine wichtige Weichenstellung für die nächsten Jahrzehnte, denn so lange werden sich die erforderliche Deponienachsorgemaßnahmen hinziehen. In dem neu geschaffenen größeren Verbund mit Experten aus dem Main-Taunus-, dem Hochtaunuskreis und der Stadt Offenbach wird Simon zufolge „nicht nur das erforderliche Know-how für die Erfüllung des gesetzlichen Auftrags der Deponienachsorge gebündelt, sondern es lassen sich auch nennenswerte Synergieeffekte erzielen“. Die Bürgermeisterin: „In der RMN werden höchste ökologische Standards mit sparsamster Verwendung kommunaler Haushaltsmittel kombiniert“.

Simon erinnert daran, dass die Gründung der neuen Gesellschaft auf die Initiative Offenbachs zurückgeht. „In der Beratung über den Fortgang der Deponienachsorge war für uns schnell deutlich, dass vor allem wegen der langen Nachsorgezeiträume sowie aufgrund der erforderlichen Beträge eine Mitwirkung anzustreben ist.“

Joachim Böger, Sprecher der Geschäftsführung der SOH Stadtwerke Offenbach Holding begrüßt die Beteiligung an der neuen Gesellschaft: „Die Abfall- und Müllentsorgung ist kommunale Aufgabe. Eine Konsequenz davon ist auch die Aufgabe der Deponienachsorge; dieser Aufgabe, die von langfristig zunehmender Bedeutung sein dürfte, stellen wir uns. Wir stellen uns dieser Aufgabe aber auch, weil wir erwarten, dass hierbei Know-how und Technologien entwickelt werden, die von erheblichem wirtschaftlichen Interessen sein werden. In der Partnerschaft mit der RMD sehen wir, sehr gute Chancen, unsere kommunalen, ökolologischen und wirtschaftlichen Interessen und Aufgaben optimal wahrzunehmen.“