14 Frauen und Männer des Stadtkonzerns schließen Mentoring-Programm ab
Offenbach, den 01.03.2007, letzte Bearbeitung: 12.03.2007Die dritte Auflage des Programms zur Personal- und Organisationsentwicklung im Stadtkonzern Offenbach ging nach 13 lehr- und ereignisreichen Monaten zu Ende.

Im Rahmen einer feierlichen Abschlussveranstaltung am 26. Februar im Hotel Golden Tulip Offenbach stellten die 14 teilnehmenden Mentees, darunter neun Frauen und erstmals fünf Männer, aus der Stadtverwaltung, der Stadtwerke Offenbach Holding GmbH und deren Gesellschaften sowie dem Klinikum Offenbach und dem Eigenbetrieb Kindertagesstätten ihre erarbeiteten Projekte vor und zeigten, welches Potenzial in ihnen steckt.
Ein zunächst auf besseren Zugang zu Führungspositionen für Frauen abzielendes Programm wurde somit erweitert um den Aspekt der Chancengleichheit als Teil des Unternehmensleitbildes im Stadtkonzern. Alle teilnehmenden Organisationen profitieren von den abgeschlossenen Projekten der Mentees, da diese entweder organisatorische Abläufe neu regeln, die öffentliche Wahrnehmung verbessern oder völlig neue Dienstleistungen entwickeln. Oberbürgermeister Horst Schneider würdigte in seiner Rede das Engagement der 14 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, das den Stadtkonzern weiter nach Vorne bringe: „Ich bin stolz auf Sie, seien Sie stolz auf sich.“ Anschließend überreichte er allen Mentees ihr Zertifikat.
Rüstzeug für das berufliche Leben
Das Konzept des Mentoring hat eine lange Tradition und ist bislang vor allem in den USA, Großbritannien und Skandinavien verbreitet. Der Begriff Mentor/in beschreibt eine Person, die einer meist jüngeren Nachwuchskraft (Mentee) das Rüstzeug für das berufliche Leben vermittelt. Mentorinnen / Mentoren fungieren als „Coach“ und stehen daher nicht in einer direkten hierarchischen Beziehung zu ihren Mentees. Mentoring-Beziehungen sind damit geschützte Beziehungen, in denen potenzielle Fähigkeiten und neue Kompetenzen entwickelt werden können. Der Gewinn für die teilnehmenden Mentees besteht in der Weiterentwicklung inhaltlicher und strategischer Kompetenzen und darin, Netzwerke aufzubauen. Die Stärkung und Unterstützung der Mentorinnen und Mentoren durch Coaching und Beratung runden das Programm ab. Der Schwerpunkt beim dritten Mentoring-Programm lag auf dem Projektmanagement: die Mentees bearbeiteten als Projektleiter/in ein eigenständiges Projekt. Während der Abschlussveranstaltung präsentierten die 14 Mentees ihre Ergebnisse.
Peter Walther, Geschäftsführer der ESO Offenbacher Dienstleistungsgesellschaft mbH und der Stadtwerke Offenbach Holding GmbH (SOH), stellte in seiner Eingangsrede heraus, dass das Mentoring-Programm 2006/2007 erstmalig auch Männern zugänglich war. Nachdem die Mentoring-Programme 2001/02 und 2003/04 ausschließlich weiblichen Nachwuchskräften vorbehalten waren, um den Mangel an Projektleiterinnen und weiblichen Führungskräften im Konzern auszugleichen, wurden zum dritten Durchgang auch Männer als Mentees integriert.
Das „gegenderte“ Programm füllt das Leitbild „Chancengleichheit von Frauen und Männern“ im Stadtkonzern mit Leben. „Denn auch männliche Mitarbeiter möchten systematisch anstatt nur informell gefördert werden“, so Karin Dörr, Kommunale Frauenbeauftragte der Stadt Offenbach. Nach dem erfolgreichen Abschluss des dritten Mentoring-Programms blickten beide Seiten – Mentees und Mentorinnen / Mentoren – nach vorn: Alle Beteiligten hoffen nun darauf, das Erlernte im Beruf zu zeigen. Das Programm kostete pro Menteeplatz 2.400,- Euro. Die Programmkoordinierung wurde durch eine Steuergruppe gewährleistet, die sich aus sieben Vertretern des Stadtkonzerns zusammensetzte. Das Frauenbüro der Stadt Offenbach übernahm mit deren Leitung eine besondere Rolle. Petra-Johanna Regner von der Firma RubiCon, Gesellschaft für Organisations- und Personalentwicklung GmbH, begleitete zum dritten Mal als externe Beraterin das Mentoring-Programm des Stadtkonzerns Offenbach.
Offenbach.de
Stadtwerke Offenbach Holding
Energieversorgung Offenbach AG
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