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Auf zu neuen Ufern am Hafen Offenbach

Offenbach, den 09.08.2007, letzte Bearbeitung: 15.04.2008

Stadt, Strand, Fluss – diese Stimmung prägt an schönen Sommertagen den Offenbacher Hafen. Beachclub und Open-Air-Kino geben einen Vorgeschmack auf das urbane Leben, das in den nächsten Jahren auf der Industriebrache einziehen wird. Für das Projekt Hafen Offenbach, eines der spannendsten Bauvorhaben im Rhein-Main-Gebiet, wird noch in diesem Jahr der Satzungsbeschluss des Bebauungsplanes vorliegen. Im Frühjahr 2008 laufen dann die Erschließungsmaßnahmen an, teilt die zuständige Mainviertel Offenbach GmbH & Co. KG, eine Tochtergesellschaft der Stadtwerke Offenbach Holding (SOH), mit.

Am Offenbacher Hafenbecken laufen im Frühjahr 2008 die Erschließungsmaßnahmen an.
Am Offenbacher Hafenbecken laufen im Frühjahr 2008 die Erschließungsmaßnahmen an.


Wild wuchernde Wiesen und marode Gebäude prägen derzeit das Areal. Vor dem Café und den Veranstaltungsräumen im Hafen 2 grasen Schafe und Gänse, ein Pärchen fläzt sich in die Liegestühle, Kinder spielen auf der großen Grünfläche. Direkt am Hafenbecken, mit Blick auf Wasser und Schiffe, lässt es sich hier gemütlich ausruhen. Aktivere können das Volleyballfeld und danach eine kühle Dusche nutzen. Jeden Samstagabend strömen Filmfans auf das Gelände, um die Kultfilme im Open-Air-Kino zu genießen, freitagabends steigt eine Tanzparty. Tagsüber informiert ein Eisenbahnwaggon, der auf den alten Gleisen der Hafenbahn parkt, über Historie und Zukunft des Hafens. Ein Modell veranschaulicht, welche immensen Veränderungen auf das Gebiet zukommen.

Der neue Stadtteil entsteht direkt am Fluss auf einer Fläche von 256.000 Quadratmetern. Er soll bis zu 10.000 neue Arbeitsplätze und Wohnraum für etwa 1000 Menschen bieten. Geplant ist eine optimale Mischung von Büros, Wohnungen, Geschäften, Grünflächen und Freizeitmöglichkeiten. Von den 320.000m² Bruttogeschossfläche sind 220.000 für Büros und Dienstleistungen vorgesehen, 20.000 für sonstiges Gewerbe (Einzelhandel, Gastronomie, Hotel) und 70.000 m² für die Schaffung hochwertigen Wohnraums. Stadtvillen mit Yachthafen sind ebenso angedacht wie zwei markante Wohn-Hochhäuser mit Skyline-Blick.

Im ersten Schritt wird das Gelände, das sich unmittelbar an die Innenstadt und die Carl-Ulrich-Brücke anschließt, entwickelt. Anschließend folgt der mittlere Abschnitt. Mit dem Gebiet um die Hafenspitze und in der Nähe zum Kaiserlei soll dann bis 2020 das gesamte neue Stadtviertel realisiert sein.

Ein einzigartiger Vorteil des Areals ist seine zentrale Lage: Während andernorts Neubauprojekte großflächig grüne Wiesen am Ortsrand versiegeln, steht in Offenbach die Entwicklung wirklich urbanen Lebens im Fokus. „Diese Fläche ist eine der schönsten Bauplätze in ganz Rhein-Main“, sagt Joachim Böger, Geschäftsführer der Grundstücks-Eigentümerin SOH und deren Tochter Mainviertel Offenbach GmbH. Die hervorragende infrastrukturelle Anbindung sei ebenso außergewöhnlich wie das maritime Flair.

Ein Feriengefühl wie am Mittelmeer – das bietet schon jetzt der King Kamehameha Beachclub. „Auf zu neuen Ufern“, dachten sich die Verantwortlichen der noblen Frankfurter Diskothek, als sie im Sommer 2004 ihre Strandfiliale an der Spitze der Hafeninsel eröffneten. 5000 Tonnen feinster Quarzsand, Palmen und Strandkörbe, Liegestühle und Bars sorgen für das perfekte „Offenbach am Meer“-Feeling: Die Sonne glitzert auf dem Wasser, Möwen und Kormorane fliegen vorüber, im Prosecco klimpern die Eiswürfel, aus den Lautsprechern plätschert „Life is Fun Fun Fun“. Auf dem Cageball-Platz diskutieren Jugendliche die richtige Schusstechnik, Kinder gehen im knallroten Spielschiff auf Abenteuerreise, Wagemutige melden sich zum Barfuß-Wasserski an. Der Beachclub öffnet täglich ab 15 Uhr, sonntags sind vor allem Familien schon ab 12 Uhr willkommen. Am späteren Abend nimmt dann die Partyzone mitten im Main Fahrt auf – mit illustren Besuchern an Bord: Special Guest am Samstag, 11. August, ist Micks Tochter Jade Jagger, die mit ihrer DJ-Formation Jezebel den Beachclub aufwirbeln wird.

Doch während bereits urbanes Leben in den Hafen strömt, ankern hier auch Altlasten aus der Vergangenheit. Seit 1902 wurde der Offenbacher Hafen fast 100 Jahre lang industriell genutzt. Daher belasten Mineralölkohlenwasserstoffe, Benzol und weitere Schadstoffe die Böden und das Grundwasser erheblich. Die Mainviertel GmbH möchte nur erschlossene und sanierte Grundstücke verkaufen, betont Geschäftsführer Böger: „Die Investoren haben mit den Altlasten nichts zu tun.“ Darum kümmert sich die Gesellschaft mit einem Rahmensanierungsplan, der auf mehr als 17.000 Analysen und 250 Gutachten basiert. Besonders kompliziert ist die Reinigung des Grundwassers, die in diesem Jahr beginnt. Sie wird wohl Jahrzehnte dauern und etwa 15,7 Millionen Euro kosten. Das Land Hessen bewilligte dafür einen Zuschuss von zunächst sieben Millionen Euro. Um auch die Grundstücke von Altlasten zu befreien, werden im Zuge des Baufortschritts bis zu 800.000 Tonnen verunreinigter Böden ausgetauscht. Schließlich soll das neue Hafenviertel in jeder Hinsicht eine wasserdichte Angelegenheit sein.

Über die historische, aktuelle und künftige Nutzung des Hafens informiert eine Führung im Rahmen der „Route der Industriekultur“ am Sonntag, 19. August, von 14 bis 15.30 Uhr; Treffpunkt ist am Eisenbahnwaggon im Hafen2.

Details zum Projekt Hafen Offenbach sowie den dortigen Einrichtungen und Angeboten finden sich im Internet:
www.mainviertel-of.de
www.hafen2.net

www.king-kamehameha.de

Pressekontakt: Regina Preis, Stadtwerke Offenbach Holding GmbH Telefon: 069 840004-110 oder Daniela Matha Projekt Hafen Offenbach Telefon: 069-840004-600