Besser leben im Offenbacher Nordend gestartet
Offenbach, den 10.09.2008, letzte Bearbeitung: 17.09.2008Das Wir-Gefühl im Stadtteil stärken: Das ist aus Sicht engagierter Bewohner der Schlüssel zu mehr Lebensqualität im Offenbacher Nordend. Dort ist jetzt die Kampagne „Besser leben in Offenbach – gib Acht auf Offenbach" angelaufen – eine gemeinsame Initiative der Stadt Offenbach und der Stadtwerke Offenbach Holding (SOH). Zur Auftaktveranstaltung im Hafen 2 kamen rund 50 Personen, darunter Oberbürgermeister Horst Schneider, Stadtrat und Ordnungsdezernent Paul-Gerhard Weiß, SOH-Geschäftsführer Jochen Böger und die Chefs der ESO-Dienstleistungsgesellschaft und der Gemeinnützigen Baugesellschaft Offenbach (GBO), Peter Walther und Winfried Männche.
Die Nordend-Bewohner wünschen sich mehr Freiflächen und Spielplätze für Kinder und auch mehr Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene.
Verkehrsprobleme wurden im Rahmen der Auftaktveranstaltung ebenfalls angesprochen: Bettinastraße und Nordring würden als Rennstrecken missbraucht, ohne dass Verkehrskontrollen den Rasern Einhalt geböten, in der Bettinastraße herrsche reger Durchgangsverkehr, weil die Strecke als Abkürzung zum Kaiserlei genutzt werde. Doch eine Entschärfung des Problems zeichnet sich ab: Das Nordend soll im Laufe 2009 als Tempo-30-Zone ausgewiesen werden.
Ein weiteres Problem: Müll im öffentlichen Raum. Dass vor manchen Häusern kostenlose Zeitungen stapelweise abgeladen werden, stört die Bewohner des Quartiers. Man werde mit den dort aktiven Verteilfirmen verhandeln, versprach Stadtrat Weiß. In anderen Stadtteilen habe dies bereits zu einer Entschärfung des Problems geführt. Die ESO will nun die Anregung prüfen, mehr öffentluiche Mülleimer – unter anderem in der Bettinastraße – aufzustellen. Lob erntete die ESO für ihre schnelle Reaktionszeit: Wilde Müllhalden würden auf Hinweis innerhalb eines Tages beseitigt.
Hinweise auch an die Adresse der GBO: An ihren Liegenschaften sollten die Mülltonnen für Fremde unzugänglich aufgestellt werden. Generell seien Hausbesitzer und Hausmeister gefordert, mehr auf Ordnung und Sauberkeit zu achten.
Die Initiative „Besser leben in Offenbach“ plant unter anderem einen Wettbewerb unter dem Motto „Schöner Garten, schöner Balkon“. Nordend-Bewohner regten an, diesen Wettbewerb auch auf Hinterhöfe auszudehnen.
Die Kampagne Besser leben in Offenbach steht und fällt mit dem Engagement der Bürgerinnen und Bürger. Schon jetzt besteht die Möglichkeit zum regelmäßigen Erfahrungsaustausch: Nordend-Bewohner treffen sich immer donnerstags, um 18 Uhr, bei Apfelwein-Klein, Bettinastraße 16.
Darüber hinaus existiert ein Runder Tisch Nordend. Dort treffen sich Institutionen und interessierte Bürger, um über Belange des Stadtteils zu diskutieren. Termine können telefonisch bei Frank Weber vom Ordnungsamt (Tel.: 069 / 80 65 – 23 28) oder bei Sabine Süßmann, Koordinatorin im Aktionsbüro „Besser leben in Offenbach“ (Tel.: 069 / 84 00 04 156) erfragt werden.
Wer wilde Müll- oder Sperrmüllablagerungen melden möchte, kann sich an folgende Rufnummer wenden: 069 / 80 65 – 25 94. Das Ordnungsamt wird, soweit möglich, den Verursacher ermitteln und die Beseitigung durch die ESO GmbH veranlassen.
Offenbach.de
Stadtwerke Offenbach Holding
Energieversorgung Offenbach AG
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