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"Besser leben": Mit Saug-Moped gegen Hundehaufen

Offenbach, den 21.10.2008, letzte Bearbeitung: 30.01.2009

Offenbachs kleinstes Reinigungsfahrzeug fährt auf zwei Rädern. Es ist ein Motorroller, der zunächst verstärkt im Nordend zum Einsatz kommen soll. Dort ist gerade der dritte Teil der Kampagne "Besser leben in Offenbach" angelaufen. Und der Motorroller soll einem Problem zu Leibe rücken,

Offenbachs Ordnungsdezernent Paul-Gerhard Weiß (mitte) testet den Motorroller.
Offenbachs Ordnungsdezernent Paul-Gerhard Weiß (mitte) testet den Motorroller.

das die Bewohner des Nordends besonders belästigt: Hundehaufen auf den Bürgersteigen. Offenbachs Ordnungsdezernent, Stadtrat Paul-Gerhard Weiß, stellte die Innovation öffentlich vor. Weiß: "Das Hundekotproblem ist Thema jeder Bürgerversammlung, nicht nur in Offenbach. Der fahrbare Staubsauger kann ein Weg sein, um die Haufen deutlich zu reduzieren. Das testen wir".

Um den Hundekot zukünftig besser und schneller beseitigen zu können, ist das Zweirad mit speziellen Saugschläuchen und Reinigungslanzen ausgestattet. Ein entsprechend ausgestattetes Fahrzeug ist bundesweit einmalig. Die zum Aufsaugen notwendigen Saugturbinen starten automatisch beim Anheben des Saugstutzens. Aufgenommen werden die Exkremente in einem 25 Liter Tank. Nachdem ESO dieses Jahr insgesamt bereits mehr als 20 neue Spender für Hundekottüten und zeitgleich weitere Papierkörbe aufstellte, dient das neue Reinigungsmoped als weiterer Baustein auf dem Weg zu mehr Sauberkeit in Offenbach.

Einen besonderen Schwerpunkt setzen die Verantwortlichen der Besser-leben-Kampagne in der Ludwigstraße. In der Vergangenheit gab es vermehrt Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern über die massiven Verschmutzungen des dortigen Grünstreifens. Gerade im Sommer fühlten sich die Anwohner der Ludwigstraße wegen des Gestanks gestört. Die Stadtwerke Offenbach Holding GmbH (SOH) und die ESO Offenbacher Dienstleistungsgesellschaft mbH (ESO) nehmen sich gemeinsam diesem Problem an. In Abstimmung mit dem Amt für Stadtplanung und Baumanagement wird an den betroffenen Stellen die Erde ausgehoben, aufbereitet und mit neuer Muttererde vermengt, wieder aufgetragen. Gepflanzte Blumenzwiebeln werden im Frühjahr sprießen und den Grünstreifen mit Narzissen, Krokussen und Tulpen verschönern. Tatkräftig unterstützt wurden SOH und ESO bei dieser Aktion von Zivildienstleistenden des Amtes für Umwelt, Energie und Mobilität.

In den nächsten Schritten widmen sich die Beteiligten des Projektes „Besser leben in Offenbach“ in der Ludwigstraße den Bereich zwischen der Bettinastraße und der Goethestraße. 2009 wird der Abschnitt zwischen Andréstraße und Nordring Schwerpunkt sein.