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„Besser leben“-Initiative wertet nach Innenstadt nun das Nordend auf

Offenbach, den 29.07.2008

Mehr Lebensqualität für alle – dieses Ziel verfolgt die Initiative „Besser leben in Offenbach“ seit Mai 2007. Und dank tatkräftiger Unterstützung von vielen Seiten hat die Aktion von Stadt und Stadtwerke Offenbach Holding (SOH) auch im 2. Quartier, der Innenstadt, sichtbar Erfolg. Das Interesse an der Kampagne und ihren Ergebnissen ist groß: Zu einer Bilanz der Verantwortlichen kamen am Sonntag etwa 120 Besucher ins Gründerzentrum Ostpol. Ab September wird die Initiative im Nordend fortgesetzt.

Die Neugestaltung der Bahnunterführungen (Foto: Kurze Straße) kam bei den Bürgern besonders gut an.
Die Neugestaltung der Bahnunterführungen (Foto: Kurze Straße) kam bei den Bürgern besonders gut an.

In der Innenstadt setzte die Aktion deutliche Zeichen. Schwerpunkte waren hier in den vergangenen Monaten die Reinigung und Neugestaltung von acht Bahnunterführungen sowie die „Kinder-Kunst am Mathildenplatz“ (KiKuMa). Viele kleine Veränderungen wie gestrichene Schaltkästen und gereinigte Pfosten werteten das Stadtbild auf. „Die acht neu gestalteten Bahnanlagen kamen bei den Bürgern besonders gut an“, sagt Projektleiterin Sabine Süßmann. Die unfreundlichen, düsteren Ecken der Unterführungen verschwanden oder verwandelten sich gar mit Hilfe der Jugendkunstschule, August-Bebel-Schule (beide Senefelder Straße) und der Wilhelmschule (Kurzestraße) in kunstvolle Durchgänge.

Durchweg positiv ist auch die Resonanz auf die Kinderferien-Aktion KiKuMa, die gemeinsam mit dem HEGISS-Stadtteilbüro und HfG-Studenten organisiert wird. Bei dem aktuellen Projekt „Zirkus“ üben die 7- bis 10-jährigen Teilnehmer noch bis zum Ende der Sommerferien ihre Nummern ein, zum Abschluss gibt es am 1. August ab ca. 13 Uhr eine Aufführung auf dem Mathildenplatz. Das KiKuMa-Angebot soll auch nach dem Abschluss im 2. Quartier weiterlaufen.

Im Rahmen der „Besser leben“-Initiative fand im März zudem der 1. Offenbacher Präventionstag statt, der ein umfangreiches Programm rund um das Thema Sicherheit und Gewaltvorbeugung bot. 2009 soll er an einem neuen Standort wiederholt werden.

Außerdem hat die Aktion „Besser leben in Offenbach – Gib Acht auf Offenbach“ im 2. Quartier u.a. folgendes bewegt:

  • Ca. 500 Pfosten und Masten wurden gereinigt
  • Ca. 70 Schaltkästen wurden gereinigt und gestrichen
  • 11 Rückseiten der „Fußgängerzone“-Schilder wurden neu gestaltet
  • 2.000 Blumenzwiebeln wurden gepflanzt
  • 10 ungepflegte, beschädigte Pflanzkübel wurden beseitigt und 2 weitere umgesetzt
  • 20 weitere Hundekot-Tütenspender wurden aufgestellt

Das Thema Hunde(-Haufen) beschäftigte die Verantwortlichen mehrere Wochen lang: Es gab eine Plakataktion mit dem Hinweis auf 50 € Bußgeld für jede „Tretmine“, neue Flyer sowie einen Kontrolltag. Im neuen Quartier soll nun das Thema Littering, also die Verschmutzung mit Kleinmüll wie Kippen und Kaugummis, intensiv behandelt und mit Plakaten begleitet werden. Doch auch der Innenstadt bleibt das Projekt erhalten. Die Gestaltung der Schulhöfe etwa wird als längerfristige Maßnahme in mehreren Bausteinen geplant und umgesetzt.

Wie schon im 1. Quartier, wo der erreichte Standard regelmäßig überwacht und ggf. nachgebessert wird, solle die „Besser leben“-Initiative insgesamt nachhaltig wirken, betont Projektleiterin Süßmann. Das geht nur, wenn möglichst viele Beteiligte für mehr Sauberkeit und Sicherheit an einem Strang ziehen – und beispielsweise Patenschaften für einzelne Abschnitte übernehmen. 18 Paten kümmern sich bereits um „ihre“ Spielplätze oder Grünanlagen, weitere werden gesucht.

„Diese Vernetzung von Bürgern und Behörden, Stadt und SOH, von Ordnungsamt und Quartiersmanagement, EVO und ESO ist ein wesentlicher Garant dafür, dass die Kampagne solche Fortschritte erzielt“, sagt SOH-Geschäftsführer Joachim Böger. „Denn gemeinsam sind wir dafür verantwortlich, damit alle besser leben in Offenbach.“

Auf möglichst vielseitiges Engagement hoffen die Verantwortlichen nun auch im neuen Quartier, dem Nordend. Ab September stehen von der Berliner Straße bis Nordring/Hafen und von Kaiserstraße bis Kaiserlei vor allem die Grünflächen im Blickpunkt. Schwerpunkte werden die Bereiche Nordring/Hafen, Goethering und Goetheplatz sein.

Eine ausführliche Vorher-Nachher-Galerie sowie weitere Informationen finden sich im Internet unter www.besser-leben-in-offenbach.de