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Grundwassersanierungsanlage im Offenbacher Hafen eingeweiht

Offenbach, den 18.02.2009

Die Entwicklung des Offenbacher Hafens geht weiter voran: Eine neue Grundwassersanierungsanlage hat am Dienstag, 16. September, ihren Betrieb an dem ehemaligen Industriestandort aufgenommen. Sechs Förderbrunnen pumpen das belastete Grundwasser in die Anlage. Dort durchläuft es eine Reihe von Reinigungsstufen, bevor es wieder schadstofffrei ins Hafenbecken geleitet wird. In einer 7 x 14 Meter großen Leichtbauhalle können Besucher vor Ort Einblicke in die Funktionsweise der jetzt eingeweihten Anlage erhalten. Der Sanierungserfolg der Anlage wird regelmäßig kontrolliert.

Offenbacher Hafen
Offenbacher Hafen

Oberbürgermeister Horst Schneider betont die Bedeutung für die Stadt Offenbach: „Mit der Grundwassersanierungsanlage gehen die Arbeiten für die Erschließung des Hafens zu einem neuen Wohnquartier einen entscheidenden Schritt voran: die Altlasten, die buchstäblich noch aus der Vergangenheit der Zukunft der Hafeninsel im Wege stehen, werden nun Schritt für Schritt beseitigt. Damit rückt das Ziel einer Bebauung näher.“

Die Sanierungsanlage löst zunächst die Schadstoffe aus dem Wasser, das ihr über elektronisch gesteuerte Pumpen und Rohrleitungen aus den Förderbrunnen zugeführt wird. Dann wird der für den Reinigungsprozess erforderliche pH-Wert hergestellt und das Wasser über mehrere Filter geleitet, bis es als so genanntes Reinwasser ins Hafenbecken zurückfließt. Die Anlagentechnik und der Sanierungsfortschritt werden regelmäßig überprüft. Das finanzielle Investitionsvolumen für die Grundwassersanierung liegt bei insgesamt 10,2 Mio. €, wovon das Land 90 % fördert. Die restlichen 10 % übernimmt die Stadtwerke Offenbach Holding (SOH) als Grundstückseigentümerin.

Bürgermeisterin und Umweltdezernentin Birgit Simon lobte die gute Zusammenarbeit zwischen SOH, dem Regierungspräsidium Darmstadt und dem kommunalem Amt für Umwelt, Energie und Mobilität, das in die umwelttechnischen Planungsschritte eingebunden war und dessen Know-how auch bei der Beantragung der Fördermittel des Landes zum Tragen kam. „Altlasten sind einer unserer aktuellen Arbeitsschwerpunkte, deshalb werden wir in nächster Zeit auch alle in Offenbach vorhandenen Verdachtsflächen prüfen und uns einen vollständigen Überblick über die anstehenden Sanierungsarbeiten in der Stadt verschaffen“, sagt Simon
Am Hafen stammt die Belastung des Grundwassers aus der Zeit, als der Hafen industriell genutzt wurde. Durch die viele Jahre andauernde – und nach heutigen Standards zum Teil unsachgemäße - Lagerung von Stoffen wie Benzin, Diesel und Mineralöl wurden Böden und Wasser auf dem Gelände verunreinigt. In den 13.000 Boden- und 4.000 Wasserproben, die im Vorfeld von der für die Hafenplanung verantwortlichen Mainviertel Offenbach GmbH & Co. KG entnommen und analysiert wurden, fanden sich unter anderem Mineralkohlenwasserstoffe, Benzol, Toluol und andere chemische Verbindungen. Im Zuge der Bebauung sollen daher bis zu 1,6 Mio. Tonnen Boden ausgetauscht werden.

Die Sanierungsanlage ist eine wichtige Investition in die Umwelt – und in das neue Stadtviertel, das auf dem ehemaligen Hafengelände direkt am Main entstehen wird. „Mit der Inbetriebnahme der Anlage rückt unser Ziel, die Grundstücke erschlossen und saniert an potenzielle Investoren zu übergeben, ein entscheidendes Stück näher“, betont Joachim Böger, Geschäftsführer von Mainviertel und SOH.

In der Leichtbauhalle erhalten Besucher vor Ort Einblicke in deren Arbeit. Zudem sind Führungen geplant, die die Grundwassersanierung veranschaulichen.
Um Anmeldung wird gebeten bei Bozica Niermann, Telefon 069 / 84 00 04-601, Mail info@mainviertel-of.de