OVB und MainArbeit bringen gemeinsam Langzeitarbeitslose in den ersten Arbeitsmarkt zurück
Offenbach, den 18.03.2009Pressemeldung vom 25.06.2008

Am gestrigen Dienstag unterzeichneten sieben neue Busfahrer ihren Arbeitsvertrag ab 01. Juli bei den OVB-Schwestergesellschaften Main Mobil Offenbach GmbH und Main Mobil Frankfurt GmbH. Das Besondere an dieser Tatsache war, dass die sechs Männer und eine Frau aus dem Projekt „Jobmotor“ der MainArbeit GmbH stammen und mit Unterstützung der GOAB und der OVB speziell für den Offenbacher Busfahrdienst ausgebildet wurden. Vielen der neuen Busfahrer wurde mit der gestrigen Vertragsunterzeichnung der Weg aus teilweise längerer Erwerbslosigkeit in den ersten Arbeitsmarkt zurück ermöglicht.
Die Grundlage für diese Maßnahme bildete das erfolgreiche Projekt „Fahrgastservice“, in welchem die GOAB (Gemeinnützige Offenbacher Ausbildungs- und Beschäftigungsgesellschaft mbH) seit vielen Monaten schon Mitarbeiter für die Begleitung von OVB-Bussen zur Verfügung stellt. In gemeinsamen Gesprächen entwickelten GOAB und OVB – unter Beteiligung der MainArbeit – die Idee, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Fahrgastservice und anderen Interessenten, die die MainArbeit akquirierte, die Qualifizierung zu Offenbacher Busfahrern zu ermöglichen. Somit konnten die nun eingestellten Fahrer im April ihre Ausbildung innerhalb des gemeinsamen Projektes beginnen und diese nun mit der bestandenen Busführerscheinprüfung abschließen.
Die amtliche Führerscheinausbildung umfasste 60 praktische und mindestens 120 theoretische Stunden, an welchen die ausgewählten Prüflinge im Ganztagesunterricht teilnahmen. Ausgewählt worden waren die Busfahreranwärter nach Vorschlag der GOAB und der MainArbeit durch die OVB selbst. Dabei kam es besonders darauf an, dass die Anwärter mindestens seit zwei Jahren über einen PKW-Führerschein verfügten, gute Sprachkenntnisse mitbrachten und einen medizinischen Eignungstest bestanden. Außerdem konnten sich die Kandidaten in einem zweiwöchigen Praktikum bei der OVB mit dem Betrieb vertraut machen und beweisen, dass sie ein echtes Interesse am ÖPNV mitbringen.
Die Ausbildung zum Führerschein der Klasse D (dieser Führerschein gestattet das Fahren von PKW und Bussen) absolvierten die neuen Fahrer bei der OVB-Gesellschafterin Stadtwerke Verkehrs-Gesellschaft Frankfurt mbH (VGF). Dabei legten die Führerscheinkandidaten schon die ersten Kilometer auf dem Offenbacher Liniennetz zurück. Bevor die sieben „Neuen“ allerdings im täglichen Verkehr eingesetzt werden, stehen für sie weitere Schulungen an: So werden sie noch die aktuellen Fahrpreise- und Tarifbestimmungen, alle Strecken und Haltepunkte und die betrieblichen Abläufe bei der OVB lernen, ehe sie ab Mitte bis Ende August ihren Dienst im Bus antreten. Für diese innerbetriebliche Schulung stellt die OVB einen eigenen Lehrfahrer.
Die sieben neuen Fahrer gehören bereits zur zweiten Generation neuer Mitarbeiter aus dem gemeinsamen Projekt von GOAB, MainArbeit und OVB. Schon im April hatten die ersten fünf Projektabsolventen ihren Dienst antreten können. Sie hatten seit Januar die „erste Runde“ der Weiterqualifizierung absolviert. Für Ende Juli ist der Start der dritten Qualifizierungsrunde geplant. Hier sind weitere sechs Männer und Frauen vorgesehen, die für den Bus „flottgemacht“ werden sollen.
Die Kosten für die Ausbildung der neuen Fahrer übernahm die MainArbeit. Die Kosten für die Ausstattung der Fahrer mit dem benötigten Dienstmaterial und für die weitere, innerbetriebliche Schulung trägt die OVB.
Laut Aussage von OVB-Geschäftsführer Volker Lampmann sind solche spezifischen Weiterbildungsmaßnahmen ein Gewinn für alle Beteiligten: „Die OVB sichert sich auf diesem Wege neue Fahrer, die auf dem neuesten Stand der Dinge ausgebildet und speziell auf die Offenbacher Linien-, Tarif- und Streckendetails geschult sind. Somit bekommen wir bestens qualifiziertes Personal, welches uns hilft, unsere Qualitätsstandards zu halten und weiter auszubauen,“ resümiert Lampmann.
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