Stadtwerke Offenbach Holding bleibt in 2008 auf hohem Niveau erfolgreich
Offenbach, den 30.07.2009Die Stadtwerke Offenbach Holding (SOH) hat im zurückliegenden Geschäftsjahr 2008 ihre positive Konzernentwicklung fortgesetzt. Der Umsatz konnte um 2,4 Prozent gesteigert werden und beträgt T€ 89.928 (2007: T€ 87.784). Ebenfalls verbessert werden konnte die Bilanzsumme des Konzerns, sie beträgt T€ 336.845, dies entspricht 2,7 Prozent mehr als im Vorjahr (2007: T€ 327.890).
Zudem ist es gelungen die Eigenkapitalquote um 6,4 Prozent deutlich zu erhöhen, auf T€ 133.230 (2007: T€ 125.238). Damit ist die stabile Verfassung des SOH-Konzerns weiter gefestigt. Das Jahresergebnis konnte trotz hoher Investitionen im Bereich der Stadtentwicklung mit T€ 8.691 auf einem erfreulich hohen Niveau gehalten werden (2007: T€ 9.581).
Wesentliche Geschäftsaktivitäten 2008
Die SOH hat als Konzernholding mit 16 Konzernunternehmen im Geschäftsjahr 2008 ihre Rolle als Werttreiber für die Stadt Offenbach weiter ausgebaut. In diesem Zusammenhang wurden im Berichtsjahr Projekte der Stadtentwicklung übernommen, dazu Joachim Böger, Geschäftsführer der SOH: „Die SOH zeichnet künftig für strategisch bedeutsame Projekte der Stadt Offenbach in der Stadtentwicklung verantwortlich. Dazu wurde ein neues Geschäftsfeld gebildet, mit den operativen Einheiten Offenbacher Projektverwaltungsgesellschaft mbH (OPG) sowie Sport- und Freizeit GmbH Offenbach (SFO).“ Aufgaben der OPG sind Projekte der Stadt- und Standortentwicklung, dazu zählen die Vermarktung des Neubaugebietes An den Eichen, die Entwicklung des Hafenareals und die Sanierung des Gebäudes im Dreieichring 24, in dem ab August 2009 eine bilinguale Erasmus-Schule nebst Kindergarten eröffnet wird. Die SFO ist im Bereich der Sportinfrastruktur tätig und kümmert sich um Projekte wie die Sportstätte am Wiener Ring und den Stadionneubau am Bieberer Berg.
Bürgermeisterin Birgit Simon, die auch dem Aufsichtsrat des SOH-Konzerns angehört, bemerkt über das „neue Gesicht“ der SOH: „Es sind gewaltige Projekte, die die SOH im letzten Jahr übernommen hat und die auch zukunftsorientiert bis in das Jahr 2010 hineinreichen – neben der Hafenentwicklung und ihrer eigentlichen Kernaufgabe, der Stadtbewirtschaftung. Mit der Bilanz 2008 kann die SOH sehr zufrieden sein, die Dinge laufen in guten Bahnen.“
Wichtig war im Geschäftsjahr 2008 darüber hinaus die Verschmelzung der RSW Rumpenheim Süd West GmbH & Co. KG (RSW) auf die SOH, wodurch das Baugebiet Waldheim-Süd („An den Eichen“) in den Bestand der SOH übergegangen ist. Hier verkauft die SOH aktuell 120 Grundstücke. Die Entwicklung und Vermarktung von An den Eichen ist neben der Entwicklung des Offenbacher Hafens das größte aktuelle Projekt der SOH im Bereich der Standortentwicklung in Offenbach. Sowohl An den Eichen als auch im Hafen sind bereits Baumaßnahmen sichtbar. In Waldheim ist das erste Haus fast fertig gestellt, ein weiterer Rohbau steht. Mit der Inbetriebnahme der Grundwassersanierungsanlage im Hafen im Herbst 2008 startete dort die Realisierungsphase der Arealentwicklung. Für beide Projekte hat die SOH innovative Energiekonzepte vorgesehen. So ist für An den Eichen das Energieeffizienzhaus 55 Standard, für den Offenbacher Hafen wurde ein Konzept auf Basis von Passivhäusern entwickelt. Ebenso sind Photovoltaikanlagen geplant. Dieter Lindauer, kaufmännischer Leiter der Stadtwerke Offenbach Holding, über die die beiden Projekte: „Wir möchten im Hafen und An den Eichen nicht nur die Grundstücke verkaufen, sondern berücksichtigen gleichzeitig auch die Interessen der Stadt. Nachhaltige Effekte dieser Projekte werden sich in wachsender Kaufkraft und mehr Nachfrage nach Energieversorgung und Entsorgung in Offenbach erkennen lassen. Unsere Aufgabe ist ein Stück weit komplexer als die eines Investors. Bei uns geht es nicht nur um Gewinnmaximierung.“
Erfreulich ist, dass die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um 14 Personen gestiegen ist, sie beträgt zum Stichtag 807 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im SOH-Konzern. Der Geschäftsführung ist die Gesundheit ihrer Mitarbeiter wichtig. So gibt es regelmäßige Sportangebote sowie Angebote zur Gesundheitsverbesserung Sport. Ebenso unterstützt der Konzern Familien mit Kindern und möchte die Verbindung von Beruf und Familie erleichtern. Wie schon in den vergangenen Jahren bildet der Konzern über Bedarf aus. Aktuell haben zehn junge Menschen mit ihrer Ausbildung begonnen.
Nachhaltigkeit und gesellschaftliches Engagement
Dem Themenfeld Nachhaltigkeit kam in 2008 erneut große Bedeutung im SOH-Konzern zu. Vor diesem Hintergrund hat die SOH gemeinsam mit ihren Gesellschaften ihre Bemühungen intensiviert, Offenbach auch unter ökologischen Gesichtspunkten lebenswerter zu gestalten. Beispielsweise wurden weitere Solaranlagen auf städtischen Gebäuden installiert. Die Anlagen auf den Dächern der ESO-Wertstoffsortierhalle, des OVB-Busdepots und der GBO-Liegenschaft in der Hugo-Wolf-Straße sind bereits 2008 in Betrieb genommen worden. Derzeit wird eine weitere Photovoltaikanlage auf dem Dach des Firmengebäudes der SOH in der Senefelderstraße aufgebaut. Bereits im August dieses Jahres wird die Anlage Strom erzeugen. Die Nachfrage nach Bürgerbeteiligung war und ist sehr hoch. Es wird auch über ein Modell der Mitarbeiterbeteiligung an der Solaranlage nachgedacht.
Weiterhin wurde ein energetisches Sanierungsprogramm für Wohnungen der Gemeinnützige Baugesellschaft mbH Offenbach (GBO) gestartet und der Busfuhrpark der Verkehrsbetriebe nach neusten ökologischen Gesichtspunkten weiter modernisiert. Zudem betreibt die SOH gemeinsam mit der Stadt Offenbach die Initiative „Besser leben in Offenbach“, deren Ziel die Verbesserung der urbanen Lebensqualität ist. Dazu zählen Aktionen rund um Sauberkeit und Sicherheit in Offenbach. Im Jahr 2008 hat die SOH für das Projekt 500.000 Euro eingesetzt. Aktuell liegt der Fokus von „Besser leben in Offenbach“ auf dem Nordend.
Neben dem Tagesgeschäft hat der SOH-Konzern im vergangenen Jahr seine gesellschaftliche Verantwortung in Offenbach wahrgenommen und sein Engagement fortgesetzt. Die SOH hat an zahlreichen Veranstaltungen wie der Offenbacher Woche, Mainuferfest, Lichterfest und an Kunst privat teilgenommen. Darüber hinaus unterstützt sie Offenbacher Vereine, darunter den Boxclub Nordend. Insgesamt hat die SOH für Sponsoring und Spenden im Jahr 2008 rund 200.000 Euro investiert.
Perspektivisch wird der SOH-Konzern im Auftrag der Stadt Offenbach seine Rolle als maßgeblicher Akteur der Daseinsvorsorge fortsetzen und Projekte der Stadtentwicklung realisieren. Wer in Zukunft die Geschäftsführung des Konzerns übernehmen wird, ist noch offen. Bögers Vertrag läuft zum Jahresende aus. Eine Verlängerung hat er aus persönlichen Gründen abgelehnt. Nach Aussage von Bürgermeisterin Birgit Simon werde sich der Magistrat nach der Sommerpause über die Nachfolge von Böger Gedanken machen.
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