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Hochsaison in Sommerferien: Arbeiten an den Schulen gehen in Endspurt

Offenbach, den 17.08.2009

Auch während der Sommerferien herrscht an vielen Offenbacher Schulen Hochbetrieb – denn während die einen ihren Urlaub genießen, geht für die anderen die Arbeit erst richtig los. Handwerker streichen Räume und installieren neue Heizungen, sie verbessern den Brand- oder Schallschutz und erneuern den Bodenbelag. Überall wird gehämmert und verputzt, gebohrt und vermessen. Bis zum 24. August, wenn das neue Schuljahr beginnt, muss alles für den Schulbetrieb bereit sein.

„Wir nutzen die kinderfreie Zeit, um unsere Schulen weiter voranzubringen“, erläutert Oberbürgermeister Horst Schneider. Dafür habe die Stadt ihr Investitionsvolumen in den vergangenen Jahren massiv erhöht. „Erziehung und Bildung sind ein harter Standortfaktor – und hier müssen wir, gerade in einer Stadt mit mehr als 1.000 Neugeborenen pro Jahr, konkurrenzfähig sein“, betont Schneider.

Für die Ausführungen der Arbeiten verantwortlich sind das Amt für Stadtplanung und Baumanagement sowie die EEG Entwicklung Erschließung Gebäudemanagement GmbH und die GBM Gebäudemanagement GmbH, zwei Tochtergesellschaften der Stadtwerke Offenbach Holding (SOH). Gemeinsam sorgen sie für einen reibungslosen und fristgerechten Ablauf der zahlreichen Bau- und Instandsetzungsmaßnahmen – vor allem an Schulen, aber auch an Kindertagesstätten und anderen städtischen Gebäuden.

Neue Heizung an der Uhlandschule spart 300 Tonnen CO2 pro Jahr ein
Die Arbeiten haben ihre Hochsaison in den Sommerferien, denn viele Maßnahmen sind bei laufendem Schulbetrieb kaum denkbar. So erhält die Uhlandschule in Bürgel in nur sechs Wochen Ferien eine komplett neue Heizungsanlage inklusive aller Zu- und Ableitungen. Dafür wurden in sämtlichen Klassenzimmern des denkmalgeschützten Gebäudes die Heizkörper ausgetauscht und ein Pelletbrennofen installiert. Und in der Turnhalle, in der eine neue Lüftungsanlage installiert wurde, stand Staub statt Sport im Vordergrund.

„Zuvor war hier, als einziger Schule in Offenbach, noch eine mehr als 30 Jahre alte Elektro-Nachtspeicherheizung installiert“, erläutert Anna Heep, Leiterin Hochbaumanagement im Amt für Stadtplanung und Baumanagement. Diese „hoch ineffiziente Anlage“ wurde nun durch eine kombinierte Pellet- und Gasbrennanlage ersetzt. Im Gegenzug zu den Gesamtkosten von 1,5 Mio. € spart die Uhlandschule nun künftig pro Jahr 300 Tonnen CO2-Ausstoß und ca. 30.000 € Heizkosten ein.

Trotz der angespannten Haushaltslage sind im Offenbacher Finanzhaushalt 2009 insgesamt 20,335 Mio. Euro für die Sanierung sowie den Um- und Neubau städtischer Gebäude eingestellt; hinzu kommen im Ergebnishaushalt 4,92 Mio. Euro. Davon entfallen 17,84 Mio. Euro im Finanzhaushalt und 3,587 Mio. Euro im Ergebnishaushalt auf den Bereich Schulen. Hier lag die Summe vor einigen Jahren noch bei etwa vier Millionen Euro. Für Kindertagesstätten sind 0,11 Mio. Euro im Finanzhaushalt und 0,179 Mio. Euro im Ergebnishaushalt vorgesehen. Im Rahmen des Konjunkturpaketes II werden Fördermittel in Höhe von 20,857 Mio. verbaut und für rund 6,0 Mio. Euro Kindertagesstätten saniert.

Jeder zweite Schüler nutzt Ganztagsangebote - und die Zahl wird weiter steigen
„Diese schwindelerregenden Summen und das rapide Tempo belegen, dass der Schwerpunkt unserer Stadtpolitik klar auf Schule und Bildung liegt“, unterstreicht Bildungsdezernent Paul-Gerhard Weiß. Mittlerweile nutze jeder zweite Schüler in Offenbach Ganztagsangebote, und die Zahl werde weiter steigen. Aufgrund der „geburtenstarken Jahrgänge auf gleichbleibend hohem Niveau“ sei für das Nordend sogar mittelfristig eine neue Schule mit angegliederter Kita geplant. Solche Entwicklungen müssten beim Finanzausgleich auf Länderebene stärker berücksichtigt werden, fordert Weiß. Nachdem in den Sommerferien nun an Schulen in der ganzen Stadt gearbeitet worden sei, stünden im Herbst die Einweihungen von neuen Gebäuden an den drei Offenbacher Gymnasien an.


Maßnahmen der EEG in den Sommerferien 2009
Die EEG ist als Projektsteuerungs- und Planungsgesellschaft für die Umsetzung von kommunalen Baumaßnahmen zuständig. Diese beinhalten Neubauten und Erweiterungen, aber auch Instandsetzungs- und Sanierungsarbeiten, um den Wert der Liegenschaften zu erhalten bzw. zu steigern.

Während der Sommerferien 2009 steuert die EEG Projekte in sechs Schulen. Neben der Erweiterung und Sanierung der drei Offenbacher Gymnasien zu ganztägig arbeitenden Schulen – eine Maßnahme, die mehrere Jahre in Anspruch nimmt - stand die neue Heizungs- und Lüftungsanlage für die Uhlandschule im Vordergrund. Die Gesamtkosten für dieses Projekt liegen bei 1,5 Mio. Euro. Zudem wurde in der Ludwig-Dern-Schule der Brandschutz verbessert, und in der Goetheschule lässt die EEG das Dachgeschoss ausbauen: Hier entsteht ein Betreuungsraum für den Ganztagsunterricht.


Maßnahmen der GBM in den Sommerferien 2009

Die GBM Gebäudemanagement GmbH Offenbach ist für die Unterhaltung und Instandhaltung öffentlicher Gebäude und Liegenschaften zuständig. Hierzu gehören unter anderem die Betreuung von kleineren Umbau- und Sanierungsmaßnahmen, Hausmeisterdienste, Gebäudereinigung, Spielplatzkontrollen sowie die Pflege, Unterhaltung und Betreuung von Sportanlagen.

Während der Sommerferien 2009 übernahm die GBM besonders viele kleinere Sanierungsarbeiten: An 15 der insgesamt 27 Offenbacher Schulen, die die Gesellschaft betreut, war sie auch im Einsatz. Größte Einzelmaßnahmen waren die Sanierungen der Schließanlagen in der Leibniz- und der Rudolf-Koch-Schule. Einiges zu tun gab es auch an der Geschwister-Scholl-Schule: Hier sanierte die GBM das Dach des Hausmeisterhauses, sie setzte den Abwasserkanal instand und reparierte die Starkstromanlage. Zudem fielen an neun städtischen Kitas Arbeiten an; hier wurden u.a. Mängel an Aufzugsanlagen beseitigt.

In den Sommerferien steht für die Mitarbeiter der GBM auch der jährliche Großputz auf dem Stundenplan: Böden, Fenster und Außenwände werden gründlich und umfassend gereinigt. Die Hausmeister der Schulen übernehmen dabei das Um- und Ausräumen der Klassenräume.