Sparda-Bank Hessen eG wird Namensgeber für das neue Stadion
Offenbach, den 15.12.2009, letzte Bearbeitung: 28.10.2010Der Namensgeber für das neue Stadion am Bieberer Berg in Offenbach steht fest: Die Sparda-Bank Hessen eG hat am 15. Dezember 2009 mit der Sport und Freizeit GmbH Offenbach (SFO), einer Tochtergesellschaft der Stadtwerke Offenbach Holding GmbH (SOH), einen entsprechenden Vertrag unterschrieben. Der Vertrag wurde mit Beginn 2010 für eine Laufzeit von zehn Jahren geschlossen. In diesem Zeitraum zahlt die Privatkundenbank mit Sitz in Frankfurt jährlich 500.000 Euro an die SFO. Im Gegenzug hat die Bank das Recht der Namensgebung für das neue Stadion erworben: Es wird Sparda-Bank Hessen Stadion heißen.

Treuer und zuverlässiger Partner
Schon seit geraumer Zeit hat die Sparda-Bank Hessen – nach jahrelangem erfolgreichem Sponsoring der Kassel Huskies – Ausschau nach einem zusätzlichen und geeigneten Großprojekt im Bereich Sport gehalten. Mit dem Stadion in Offenbach sei dieses nun gefunden und geradezu perfekt, sagte Jürgen Weber, Vorsitzender des Vorstandes der Sparda-Bank Hessen. Denn die Genossenschaftsbank, die auf eine 100-jährige Erfolgsgeschichte zurückblickt, und die Kickers verbindet Tradition, Regionalität und die Nähe zu den Menschen in Offenbach, Südhessen, ja in ganz Hessen. „Der neue Name der Spielstätte wird Sparda-Bank Hessen Stadion lauten“, dies verkündete Weber bei der Vertragsunterzeichnung im Rahmen eines Empfangs mit zahlreichen Vertretern aus Politik, Gesellschaft, Sport und Medien.
„Wir freuen uns sehr, als treuer und verlässlicher Partner den Kickers beim hoffentlich baldigen Aufstieg zur Seite zu stehen. Unser Ziel ist es, die Zusammenarbeit über den Namen hinaus wirkungsvoll, charmant und mit außergewöhnlichen Maßnahmen zu erweitern“, betonte Weber. Fußball und Finanzen - das passt aus seiner Sicht sehr gut zusammen: "Wie wir arbeitet auch der OFC mit Menschen für Menschen." Diese Nähe belegten die außergewöhnlich treuen Kickers-Fans ebenso wie die treuen Kunden der Bank: "Das ist eine hervorragende Kombination."
Zwei Sympathieträger: OFC und Sparda-Bank Hessen
„Es ist ein Volltreffer für Offenbach und die Region, dass ein hessenweit bekannter Namensgeber für das Stadion gefunden wurde“, sagte Offenbachs Oberbürgermeister Horst Schneider erfreut. Von dem Engagement der Sparda-Bank Hessen profitiere nicht nur der Verein, sondern die ganze Stadt und der Kreis: „Der OFC und die Kultstätte am Bieberer Berg haben ein positives Image, sie tragen zur 'Marke Offenbach' bei und sind damit ein wichtiger Standortfaktor“, unterstrich Schneider. Um sich im Rhein-Main-Gebiet zu behaupten, gelte es auch, bedeutende Traditionen zu wahren und in solche „weichen Faktoren“ zu investieren, zumal sie breite Bevölkerungs- und Altergruppen ansprechen und zur Identifikation mit der Stadt beitragen. Er hob hervor, dass die Sparda-Bank Hessen wie der Offenbacher Fußball Club Kickers 1901 e.V. selbst ein Sympathieträger sei: Seit 17 Jahren und auch 2009 ist sie laut „Kundenmonitor Deutschland“ die Bank mit den zufriedensten Kunden.
OB Schneider hatte den Kontakt zu der Bank hergestellt und mit SFO-Geschäftsführer Dieter Lindauer für den Erwerb der Namensrechte am OFC-Stadion geworben. Er sei sehr froh, dass jetzt, nach zweieinhalbjährigen Bemühungen, der letzte Baustein für ein neues Stadion am Bieberer Berg stehe. Schneider dankte dem Team der SOH und SFO für die detaillierte Ausarbeitung des Vertrages.
Wichtiger Schritt, um Profifußball im Sparda-Bank Hessen Stadion zu sichern
Mit der Unterschrift des Namensgebers erfüllten sich innerhalb weniger Tage gleich zwei wichtige Voraussetzungen, um den Neubau des Stadions und damit die Zukunft des Profifußballs in Offenbach insgesamt zu sichern: Auf seiner Jahreshauptversammlung am 30. November hatte der OFC mit überwältigender Mehrheit für die Ausgliederung seiner Profiabteilung in eine GmbH gestimmt. Diese Auslagerung ist entsprechend des SFO-Konzeptes und des Stadtverordnetenbeschlusses vom 2. Juli 2009 eine notwendige Voraussetzung, um das neue Stadion zu realisieren. Stadt und SOH beteiligen sich mit jeweils 5 Mio. Euro an dem Projekt. Das Land Hessen steuert 12 Mio. Euro zu dem Neubau bei, dessen Gesamtkosten ca. 25 Mio. Euro betragen. „Durch die Kooperation mit der Sparda-Bank Hessen steht die Finanzierung nun auf einem sicheren Fundament“, so Schneider. Die vereinbarte Summe gelte auch in Fachkreisen als "sensationell", und der Partner zeichne sich wie der OFC durch Bodenhaftung aus, so dass keinerlei Ausfallrisiko bestehe.
„Der heutige Vertrag ist ein wichtiger Meilenstein für den Profifußball in Offenbach. Wir können jetzt im Frühjahr 2010 mit den Ausschreibungen für den Neubau des Sparda-Bank Hessen Stadions starten“, ergänzte SFO-Geschäftsführer Dieter Lindauer. „Im Laufe des Jahres 2011 entsteht nun, auch bei laufendem Spielbetrieb, auf dem „Fußabdruck“ der alten Spielstätte das neue Stadion.“
Vorteile für die Partner und die ganze Stadt
„Mit der Sparda-Bank Hessen haben wir einen Partner für unser Leuchtturmprojekt gefunden, der unseren Wunschvorstellungen voll entspricht“, betonte Lindauer, der auch Prokurist der Stadtwerke Offenbach Holding GmbH ist. Die Bank ist ebenso wie der OFC und die SOH traditionell geprägt und habe ähnliche Zielgruppen wie die SOH und ihre Gesellschaften, so dass alle voneinander profitierten. Zudem nehme der Sponsor, als regional verwurzelte Genossenschaftsbank, seine gesellschaftliche Verantwortung sehr ernst: Die Sparda-Bank Hessen fördere eine Vielzahl an Initiativen und Projekten aus den Bereichen Soziales, Bildung, Kultur und Sport und verfüge damit über eine „positive Strahlkraft“ nach ganz Hessen hinein.
„Das entspricht dem Ansatz der Holding, die zunehmend auch Aufgaben der Standortentwicklung für die Stadt Offenbach wahrnimmt, selbst als Sponsor auftritt und enge Kontakte zu den verschiedensten Gruppen der Stadt pflegt“, erläuterte Lindauer. Von dieser „Win-Win-Situation“ durch die enge Kooperation von SFO und Sparda Bank Hessen könne die gesamte Stadtentwicklung in Offenbach in den nächsten Jahren profitieren.
Schneider und Lindauer bedankten sich ausdrücklich bei der Sparda-Bank Hessen für das Engagement und die bereits begonnene Zusammenarbeit – und sie dankten nochmals dem Land Hessen: Ohne die 12 Mio. Euro, die aus dem Landesausgleichsstock in das neue Stadion der Kickers fließen, sei der Neubau nicht zu finanzieren.
Stadion bietet zukünftig 8.000 Stehplätze – und exklusiven VIP-Bereich
Das derzeitige Stadion des mehr als 100 Jahre alten Traditionsclubs OFC ist vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) nicht für die Zweite Liga zugelassen. Eingehende Prüfungen hatten ergeben, dass der Neubau einer modernen, multifunktionalen Sportarena für alle Beteiligten die beste und auch wirtschaftlichste Lösung sei. Das neue Ein-Rang-Stadion soll 18.000 Zuschauer fassen; auf der Gegentribüne sind bis zu 8.000 Stehplätze vorgesehen. Zudem ist ein exklusiver VIP-Bereich mit neun Logen und ca. 900 Business Seats geplant.
Bauherrin wird die neue Stadionbetriebsgesellschaft mbH sein, eine 100-prozentige Tochter der SFO. Sie vermietet das Sparda-Bank Hessen Stadion für jährlich 450.000 Euro an den OFC, der dafür seine Profiabteilung in eine eigene Kapitalgesellschaft ausgliedert. Diese „wirksame Ausgründung“ wird auch in dem aktuell unterzeichneten Vertrag als grundlegende Voraussetzung für ein neues Stadion genannt.
Wenn die OFC-Mitglieder, nach dem positiven Votum Ende November, nun im Frühjahr 2010 auch dem Grundlagenvertrag für die neue GmbH zustimmen, steht einem Baubeginn ab Mitte des kommenden Jahres nichts mehr im Wege. Gut ein Jahr später soll dann das erste Spiel der Saison 2011/12 im neuen, umgebauten Stadion angepfiffen werden.
„Nun müssen nur noch die Kickers am Ball bleiben und den Aufstieg in die Zweite Liga meistern“, sagte Horst Schneider. Da der OFC derzeit zu den besten Teams der dritten Fußball-Liga zähle, stünden die Chancen dafür gut.
Kickers-Urgestein und Ehrenpräsident Waldemar Klein ließ es sich auch mit knapp 90 Jahren nicht nehmen, zu der Vertragsunterzeichnung zu erscheinen. Er habe gerade erst an die Mannschaft appelliert, dass das Präsidium die Vorlage geliefert habe - "jetzt sind die Spieler sportlich in der Pflicht." Klein bedankte sich bei allen Beteiligten, dass sie sich so engagiert für ein neues Stadion eingesetzt haben. Und OB Schneider unterstrich, dass er gemeinsam mit Klein zum Saisonstart 2011/12 die Eröffnungsrede im Sparda-Bank Hessen Stadion halten möchte.
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