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Grundsteinlegung im August 2009: Sportzentrum Wiener Ring wird gebaut

Offenbach, den 15.06.2009, letzte Bearbeitung: 07.09.2010

Exerzierplatz, Schwimmbad, Krimikulisse: Das Tambourgelände zwischen Bieberer Straße und Heusenstammer Weg blickt auf eine bewegte Geschichte. Wo einst die Tambouren ungestört trommeln konnten und später Michael Groß für den Olympiasieg übte, ist im August 2009 Grundsteinlegung für das neue Sportzentrum „Wiener Ring“. Die Sport- und Freizeit GmbH (SFO), eine Tochter der Stadtwerke Offenbach Holding (SOH), wird die Anlage auf dem etwa 12 Hektar großen Areal bauen und betreiben. Auf sechs Sportplätzen könnte hier einmal um Punkte gespielt werden. Zunächst entstehen neben den beiden vorhandenen Plätzen (einem Rasen und einem Hartplatz) drei neue Sportfelder. Auf einer der neuen Flächen wird ein Kunstrasen ausgerollt. Dann können dort auch im Winter genaue Pässe geschlagen werden.

Oberbürgermeister Horst Schneider: „Der Bedarf für das neue Sportzentrum ist groß. Die SG Wiking und der FC Bieber, die die vorhandenen beiden Plätze belegen, machen eine hervorragende Jugendarbeit. Über fünfzig Prozent der Kinder kommen aus Zuwandererfamilien. Beim Sport wird der Grundstein für eine erfolgreiche Integration gelegt. Hier erleben die Jungen und Mädchen sportliche Erfolge, lernen Teamverhalten und Konfliktbewältigung“. Auf dem Kunstrasenplatz soll sich künftig auch der Nachwuchs der Offenbacher Kickers für höhere Aufgaben vorbereiten.

Rund achthundert Jugendliche trainieren in den drei Vereinen. Oft unter unzureichenden Bedingungen. Bei den vielen Teams müssen Plätze doppelt belegt werden. Ein Vereinsheim fehlt. Duschen, Umkleidekabinen und Gemeinschaftsräume in dem ehemaligen Kabinentrakt des Schwimmbades wirken eher wie ein Notbehelf. Schneider: „Diese Bedingungen erschweren ein lebendiges Vereinsleben und sportliche Erfolge. Es spricht für die beteiligten Vereine, dass sie dennoch ein so attraktives Angebot machen“.

„Das neue Sportzentrum„kostet rund fünf Millionen Euro“, sagt Dieter Lindauer, Geschäftsführer der SFO, „Die Abwicklung `Alles in einer Hand´ durch die stadteigene Gesellschaft machen Steuereinsparungen in Höhe von 950.000 Euro möglich. Bereits im November 2009, also rechtzeitig vor der schlechten Jahreszeit, kann auf dem Kunstrasenplatz unter Flutlicht gespielt werden“. Im August beginnen die Arbeiten mit dem Abriss von Sprungturm, Wasserrutsche und Becken.

Ab Januar 2010 werden die Umkleiden, das neue Vereinsheim und ein Lager für Material und Geräte gebaut. Auch die Leichtathletikgemeinschaft Offenbach wird weiterhin Lagermöglichkeiten haben. Sie nutzt die Laufbahn rund um den vorhandenen Platz. Schneider: „Dann hat jeder Verein seine eigenen Räume. Das ist ein gutes Fundament“. Nach dem Abbruch der Umkleiden im Herbst 2010 wird mit dem Bau eines Kleinspielfeldes und eines Großspielfeldes begonnen. .

Für den Kunstrasenplatz hat die Jugend der Offenbacher Kickers das Erstbelegungsrecht als Ersatz für ihr unbenutzbares Spielfeld auf dem Bieberer Berg. Bis zu 45 Trainingseinheiten absolvieren die Kickers-Mannschaften pro Woche. Die Vereine wollen Nutzung und Reservierung der neuen Sportanlage unter sich regeln.

Der Zugang zu dem Gelände wird in Richtung Bieberer Straße verlegt. Dort entstehen 171 Parkplätze. Das Schwimmbad, das einst hier stand, wurde 1967 eingeweiht. Im Jahr 1994 wurde es wegen Bodensenkungen endgültig geschlossen.

Horst Schneider: „Die Vereine machen ein unverzichtbares Angebot für die Stadt. Dafür brauchen sie gute Rahmenbedingungen. Daran arbeite ich. Neben der Rosenhöhe wird es bald zwei weitere Sportzentren geben: in Bürgel um die neue Jahnhalle und auf dem Gelände am Wiener Ring.“