Magistrat beschließt Budgeterhöhung für Umbau der Erasmus-Grundschule
Offenbach, den 04.03.2010, letzte Bearbeitung: 09.03.2010Für den Umbau und die Erweiterung des ehemaligen Stadtgesundheitsamtes am Dreieichring hat der Magistrat der Stadt Offenbach einer Budgeterweiterung auf 4,6 Millionen Euro zugestimmt. Die Summe ist das Ergebnis der Kostenrevision durch das städtische Revisionsamt. Nun muss noch die Stadtversammlung zustimmen. Sie hatte den Kostenrahmen im Dezember 2008 auf 3,1 Millionen Euro festgelegt.
Das ehemalige Stadtgesundheitsamt ist inzwischen Sitz der privat geführten Erasmus-Grundschule mit angeschlossener Kindertagesstätte. Die Erasmus-Grundschule hat als einzügige, mehrsprachige Ganztagsschule ihren Betrieb mit 26 Schülern in Offenbach zum Schuljahr 2009/2010 aufgenommen. Im Januar 2010 starteten Kindergarten und Krabbelstube mit 30 Kindern, die übrigen 70 Kinder sollen im Sommer einziehen.
„Der hauptamtliche Magistrat steht geschlossen hinter dem Erasmus-Projekt“, erklärt Oberbürgermeister Horst Schneider. „Dieses Schulprojekt passt nach Offenbach.“ Die Erasmus-Grundschule und Kita seien ein Bestandteil der Bildungsoffensive und des Schulsanierungsprogramms der Stadt Offenbach am Main. Das Betreuungs- und Schulangebot nach dem Erasmuskonzept stelle ein neues und hochwertiges Bildungs- und Betreuungsangebot in Offenbach dar. Das Ganztageskonzept mit reformpädagogischem Ansatz biete Eltern eine Möglichkeit, Beruf und Familie besser miteinander zu vereinbaren. Für die Ansiedlung von Unternehmen und Mitarbeitern mit internationaler Ausrichtung sei das Angebot einer mehrsprachigen Betreuungs- und Bildungseinrichtung ein wichtiger Standortfaktor für Offenbach.
Wo laufen die Kosten hin, und was ist noch zu erwarten? Das waren die beiden Fragen, mit deren Klärung Stadtkämmerer Michael Beseler das Revisionsamt beauftragt hatte. Die Prüfer kommen zu dem Ergebnis, dass es vor allem aufgrund des kurzen Zeitplans, der festgeschriebenen Nutzung und des Altbaubestands zu unvorhergesehenen, nicht eingeplanten Kostensteigerungen für bauliche Maßnahmen gekommen ist. Es bestehe jedoch kein Zweifel daran, dass alle unvorhergesehenen Baumaßnahmen notwendig, die Kosten somit unvermeidlich seien, so Beseler. „Die Höhe der Kosten sind kein Grund zur Anklage.“ Allerdings sei der Aufsichtsrat zu spät über die Kostenerhöhung informiert worden, so Schneider.
In den 4,6 Millionen Euro sind alle zu erwartenden Baukosten enthalten sowie eine Reserve in Höhe von 200.000 Euro.
Nun sollen der Mietvertrag und die Zusatzvereinbarungen mit Erasmus Ofenbach gGmbH geprüft werden insbesondere daraufhin, welcher Zuschussbedarf für die Stadt in den kommenden Jahren entsteht und welche Möglichkeiten für eine Refinanzierung bestehen.
Der Magistrat hat außerdem beschlossen, den mit der OPG Offenbacher Projektverwaltungsgesellschaft mbH geschlossenen Geschäftsbesorgungsvertrag/ Projektleitungsvertrag für die Revitalisierung der Liegenschaft Dreieichring 24 unverzüglich außerordentlich zu kündigen und eine andere städtische Gesellschaft mit den entsprechenden Aufgaben zu betrauen sowie alle Maßnahmen dafür zu ergreifen, das Projekt erfolgreich abzuschließen.
Offenbach.de
Stadtwerke Offenbach Holding
Energieversorgung Offenbach AG
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