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Neue Stiftungsprofessur „Kreativität im urbanen Kontext“

Offenbach, den 04.01.2010

Die Stiftungsprofessur „Kreativität im urbanen Kontext“ für die Forschungsfelder „kreative Stadt“ und „kreative Milieus“ wird ab 2010 für zunächst fünf Jahre an der Hochschule für Gestaltung (HfG) Offenbach eingerichtet. Damit ist die HfG die erste deutsche Kunsthochschule mit einer derartigen Professur. Die Stiftungsprofessur wird fachbereichsübergreifend positioniert; sie ist gleichermaßen an Künstler, Visuelle Gestalter und Produktgestalter adressiert. Die Besetzung erfolgt nach einer öffentlichen Ausschreibung, die bis Februar 2010 erfolgt. Als Lehrbeginn ist spätestens das Wintersemester 2010/11 vorgesehen.

Zu den Aufgaben der Stiftungsprofessur gehört die innovative und kritische kulturtheoretische Erforschung der Felder „kreative Stadt“ und „kreative Milieus“, sowohl vor dem Hintergrund jüngerer historischer und aktueller Entwicklungen als auch im internationalen Kontext.

Im Projektfeld „kreative Stadt“ sollen urbane Strategien erarbeitet werden. Exemplarisch und projektbezogen soll die Rhein-Main-Region mit dem Schwerpunkt Offenbach Berücksichtigung erfahren. Die Erforschung der Rolle der Kreativen für die Stadt steht ebenso im Fokus wie deren Bedeutung für die Stadt und das städtische Leben. Im Blickfeld liegt auch die besondere Situation von Kunsthochschulen als entscheidende Akteure, die als Nukleus kreativer Milieus eine zentrale Rolle spielen.

Der Stiftungsprofessur ist als Forschungsprofessur ausgerichtet und deshalb nicht curricular eingebunden. Vielmehr sollen Projektseminare (als Blockveranstaltungen) sowie Symposien und Tagungen konzipiert und durchgeführt werden.

Die jährlichen Kosten in Höhe von 100.000 Euro werden von der Stadt Offenbach, der Stadtwerke Offenbach Holding GmbH (SOH) und der Dr. Marschner Stiftung Frankfurt am Main zu je einem Drittel übernommen. Als Co-Sponsoren haben die Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach, die Wirtschaftsinitiative RheinMain, die Energieversorger Offenbach AG (EVO) und die Mainova Frankfurt Zustiftungen zugesagt.