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Kontrolltag der Stadt: Mit Prävention und Repression gegen Hundekot

Offenbach, den 23.04.2010, letzte Bearbeitung: 27.04.2010

Beim 10. Hundekontrolltag kontrollierte das Ordnungsamt der Stadt Offenbach am 20. April insgesamt 108 Hundehalter. In 101 Fällen verhielten sich Herrchen respektive Frauchen und der Vierbeiner korrekt - ein Ergebnis der Aktion im Rahmen der Initiative „Besser leben in Offenbach“, das sich sehen lassen kann. Lediglich ein Hund wurde nicht an der Leine ausgeführt, ein Herrchen hatte keine Hundekottüte dabei, drei Hunde waren nicht beim Kassen- und Steueramt angemeldet und zwei Halsbänder trugen keine Steuermarken.

Hundetag

Eine Halterin mit Listenhund hatte die erforderliche Erlaubnis nicht beantragt, weil sie nicht wusste, dass die Rasse ihres Vierbeiners als gefährlich aufgeführt wird. Sie wird umgehend wegen einer Genehmigung beim Ordnungsamt vorsprechen.

Als kleinen Dank für die Einhaltung der Regeln verteilten die Stadtpolizisten mit einer Rolle Hundekottüten befüllte „Hundeknochen“. Gespendet wurde das pfiffige Gimmick von der Lokalen Nahverkehrsorganisation Offenbach GmbH.

Mit Unterstützung des Kassen- und Steueramtes der Stadt führt das Ordnungsamt seit dem Jahr 2001 regelmäßige Hundekontrolltage durch, um die Disziplin der Herrchen und Frauchen zu überprüfen und auch einzugreifen, wenn städtische Regelungen wie Anleinpflicht, Pflicht zum Mitführen von Hundekottüten, Beseitigung der Hinterlassenschaften der Vierbeiner, sowie die Pflicht zur steuerlichen Anmeldung verletzt werden.

Bereits in den vergangenen Jahren zeichnete sich ab, dass die städtischen Regelungen im Umgang mit Hunden im Stadtgebiet Offenbach nicht nur allgemein bekannt sind, sondern auch als wichtig und richtig angesehen werden. „Mit so einem positiven Ausgang haben selbst wir nicht gerechnet. Wir merken Jahr für Jahr, dass unsere Kontrolltage nicht als Schikane angesehen, sondern auch von den Hundehalterinnen und Hundehaltern als sinnvoll erachtet werden“, so Sachgebietsleiter Broos vom Ordnungsamt, der die Aktion zusammen mit der Stadtpolizei und dem Kassen- und Steueramt organisierte.

Die „Offenbacher Hundetage“, bei denen von morgens bis abends ausschließlich Hundehalter kontrolliert werden, stellen nur einen Baustein der Arbeit des Ordnungsamtes dar, um den Herrchen und Frauchen die städtischen Regelungen näher zu bringen. Anfang des Jahres erhielten alle registrierten Hundehalter vom Ordnungsamt aktuelle Faltblätter zu den städtischen Regelungen rund um den Hund. Es finden an beliebten Flaniermeilen der Gassigänger punktuelle Observationen und regelmäßige Plakatierungsaktionen statt, die auf die Beseitigung der Hinterlassenschaften hinweisen.

Die nächste Plakataktion von Ordnungsamt und SOH mit dem Plakat „Mein Haufen kostet 50 €“ läuft Ende April 2010 an. Zentrale Ausgabestellen beim Bürgerbüro und der Stadtwache des Ordnungsamtes für Hundekottüten und die Hundekottütenspender an neuralgischen Orten, von denen bereits über 50 Stück durch den städtischen Dienstleister ESO im gesamten Stadtgebiet aufgestellt wurden, tragen dazu bei, dass sich die Disziplin weiter verbessert hat. Hinweise der Bürgerinnen und Bürger auf verkotete Stellen werden dem ESO gemeldet, der die Hinterlassenschaften der Vierbeiner mit „Rex“, dem Hunderkotentferner auf zwei Rädern, entfernt.

„Unser Handlungskonzept beinhaltet Prävention und Repression“, so Frank Weber, stellvertretender Leiter des Ordnungsamtes und zuständiger Abteilungsleiter. „Auch wenn wir hier eine positive Entwicklung sehen wollen wir durch unsere Maßnahmen konsequent fortsetzen und auch die letzten unvernünftigen Hundehalter zu einer Änderung ihres Verhaltens im Interesse der Nachbarschaft bewegen. Wir wollen in Offenbach Straßen, Plätze und Grünanlagen, die frei sind von Hundehaufen!“