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Stolze Buspaten kümmern sich um acht neue Busse der OVB

Offenbach, den 18.06.2010

Seit einigen Tagen sind acht neue Busse mit höchst möglichem Umweltstandard im Offenbacher Linienverkehr unterwegs: Die Fahrzeuge vom Hersteller MAN ersetzen wieder einen Teil der 57 Fahrzeuge umfassenden Flotte der OVB, die nun schon zu über 50 Prozent modernisiert ist.

Seit 30. März haben die „Neuen“ - Sechs zwölf Meter lange „Solobusse“ des Typs Lion´s City und zwei 18 Meter lange Lion`s City G „Gelenkbusse“ – stolze Paten. Sieben Fahrer und eine Fahrerin hatten sich bereiterklärt, sich künftig um einen Bus persönlich zu kümmern. „Leider hat uns die Erfahrung gezeigt, dass es logistisch unmöglich ist, die Paten häufiger mit „ihrem“ Bus fahren zu lassen als mit anderen Bussen. Umso mehr freuen wir uns über Ihrer Bereitschaft, die Aufgabe zu übernehmen“, lobte OVB-Geschäftsführer Volker Lampmann die Freiwilligen. Als Anerkennung ist an jedem der neuen Busse der Name des jeweiligen Paten am Einstieg abzulesen. Die Paten sind ab sofort mitverantwortlich dafür, dass „ihr“ Bus in einem guten Zustand bleibt, sie achten also auf Mängel und Sauberkeit und im Bedarfsfall auch darauf, dass die Werkstatt eine zügige Schadensbearbeitung vornimmt.

Die Anschaffung dieser acht modernen, besonders umweltfreundlichen Busse ist ein weiterer Schritt zur Komplettmodernisierung der OVB-Flotte. Seit Mitte 2007 hat die OVB bereits 24 eigene, neue Busse angeschafft und im Winter 2009 hatte auch der OVB-Subunternehmer Andreas Bonifer fünf neue Fahrzeuge gekauft, die im Liniennetz der OVB fahren. Zusammen mit den nun an den Start gehenden Fahrzeugen ist daher schon deutlich mehr als die Hälfte der OVB-eigenen 57 Busse umfassenden Flotte erneuert. Komplett ersetzt sein sollen die Busse bis zum Ende des Jahres 2013 – bis dahin wird die OVB rund 16,5 Millionen Euro in die neuen Fahrzeuge investiert haben.


Zusätzlich steckt Bonifer etwa 2 Mio. Euro in seine Fahrzeugerneuerung.

Die neuen Busse von MAN
Die neuen von MAN sind auf dem höchst möglichen Umweltstandard, den es derzeit für Stadtbusse gibt. Der so genannte EEV-Standard (= Enhanced Environmentally Friendly Vehicle) ist erst seit einigen Wochen überhaupt verbindlich. Zu verdanken sind die niedrigen Emissionswerte einer effizienten Abgasrückführung (AGR) in Kombination mit einem Dieselpartikelfilter.

Die 12 Meter langen Busse mit rund 300 PS verfügen über 31 Sitzplätze, davon vier speziell für Behinderte, zwei Klappsitze sowie Platz für je einen Rollstuhl und einen Kinderwagen. Im hinteren Bereich wurde eine runde „Kommunikations-ecke“ eingerichtet. Dafür wurde auf eine dritte Tür verzichtet. Der Bus verfügt nunmehr über eine Einstiegsmöglichkeit beim Fahrer und eine Ausstiegsmöglichkeit in der Mitte des Busses.

Die beiden 18 Meter langen Gelenkbusse beherbergen 48 Sitzplätze, davon vier Behindertensitze, ebenfalls einem Platz für einen Rollstuhl und einen Platz für einen Kinderwagen und drei Türen.

In den Solo- und in den Gelenkbussen sind Klimaanlagen eingebaut, diese sorgen im Sommer für angenehme Temperaturen und im Winter für trockenes Raumklima. Die Busse sind wendig und bequem. Sie sind behindertengerecht und barrierefrei ausgestattet. Sie verfügen über taktile (geriffelte) Haltestangen an den Türen, die sehbehinderten Menschen die Orientierung erleichtern. Dank „Kneeling“ (Niederflur-) Funktion kann die rechte Fahrzeugseite bis zu acht Zentimeter abgesenkt werden.