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Dokumentation der Bildungskonferenz am 19. März 2018
Über 100 Teilnehmende aus Kita, Schule, beruflicher Bildung und Weiterbildung sind am 19.03.2018 anlässlich der Bildungskonferenz „Digitalisierung – Herausforderungen und Perspektiven für die Bildung in der Stadt Offenbach“ zusammengekommen, um sich mit Chancen, Risiken und Gestaltungsspielräumen digitaler Bildung zu beschäftigen. Die Beiträge der Referenten aus der Plenums- und Workshop-Phase können abgerufen werden. Darüber hinaus finden Sie das Programm, eine Pressemitteilung zur Bildungskonferenz sowie Impressionen des Tages.
Begrüßung zur Bildungskonferenz
© vhs Offenbach
Prof. Horz ging in seinem Einführungsvortrag auf die Bedeutung der Digitalisierung für das Lernen, auf Gefahren, Mythen digitaler Bildung ein und gab Gestaltungsempfehlungen. Dr. Dieter beschäftigte sich in seinem Impulsvortrag mit den Herausforderungen und Perspektiven der Kommunen als Schul- und Bildungsträger.

Vorträge

Vortrag Prof. Dr. Holger Horz

Prof. Dr. Holger Horz
© vhs Offenbach

"Digitalisierung als Aufgabe und mediale Grundlage des lebensbegleitenden Lernens."

Prof. Dr. Holger Horz ist geschäftsführender Direktor der Akademie für Bildungsforschung und Lehrerbildung / ABL an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Vortrag Dr. Jürgen Dieter

Dr. Jürgen Dieter
© vhs Offenbach

"Lehren und Lernen im digitalen Zeitalter / Herausforderungen und Perspektiven für Kommunen als Schul- und Bildungsträger."

Dr. Jürgen Dieter ist Direktor des Hessischen Städtetages in Wiesbaden.

Für die einzelnen Bildungsbereiche waren Workshops vorgesehen. Am Anfang stand ein Impulsvortrag. Im Anschluss daran konnten sich die Teilnehmenden über Erfahrungen austauschen und eine Standortbestimmung vornehmen.

Workshops

Workshop 1: Frühe Bildung

Workshop 1: Digitalisierung in der Kita – Kinder und Eltern im Blick
Die Teilnehmenden des Workshops kamen zumeist aus Kitas – sowohl in städtischer wie auch freier oder kirchlicher Trägerschaft. Vertreten waren auch das Jugendamt, die Frühförderstelle, das Stadtgesundheitsamt und die Stadtbibliothek.

Abfrage Digitalisierung in der Kita – Wo stehen wir?
© vhs Offenbach

Die Abfrage zum derzeitigen Stand der Digitalisierung in den Einrichtungen wie auch die Diskussion im Anschluss signalisierte Bedarfe insbesondere in drei Handlungsfeldern:

  • Know how in der Kita: Die Teilnehmenden wünschen sich Teamfortbildungen zur Nutzung digitaler Medien im Kontext der pädagogischen Arbeit mit Kindern, deren Eltern und der Information zu Datenschutz/-sicherheit.
  • Medienbildung mit/für Eltern: Von Bedeutung sind hierbei Themen wie Empfehlungen zur Nutzung digitaler Medien durch die Kinder (Spiele, Bücher, etc. wie auch Kontrolle und Limitierung) und Informationen zu Datenschutz/-sicherheit. Diese Themen sollten zum einen Gegenstand spezifischer Veranstaltungsformate aber auch von Flyern sein.
  • Verankerung der Medienbildung im pädagogischen Konzept der Einrichtung. Den Kindern ein Vorbild zu sein und sie bei der Aneignung und Nutzung digitaler Medien in ihrem Alltag zu begleiten, wurde als wichtigste Aufgabe, sowohl der pädagogischen Fachkräfte als auch der Eltern, herausgestellt.
Teilnehmer/-innen im Workshop
© vhs Offenbach
Den Kindern ein Vorbild zu sein und sie bei der Aneignung und Nutzung digitaler Medien in ihrem Alltag zu begleiten, wurde als wichtigste Aufgabe, sowohl der pädagogischen Fachkräfte als auch der Eltern, herausgestellt.

Workshop 2: Schulische Bildung

Workshop 2: Digitale Medien an Offenbacher Schulen: Handlungsfelder, Prozesse und Anwendung

Teilnehmer/-innen im Workshop
© vhs Offenbach
Christian Schmid/stellv. Leiter des Medienzentrums Offenbach stellte ein e-learning-Konzept für einen „kollaborativen, individuellen, digitalisierten Mathematikunterricht" vor, in dem Lernumgebungen so gestaltet sind, dass Online-Elemente, verschiedene Medien und Materialien den Schülern über Lernpfade zur Verfügung gestellt werden. Frieder Schwarz/Lehrer und IT-Koordinator an der Offenbacher Rudolf-Koch-Schule stellte den Stand des neuen Medienkonzeptes der Rudolf-Koch-Schule vor und ging auf die vorherrschenden Voraussetzungen in didaktischer und infrastruktureller Hinsicht an seiner Schule ein. In einem dritten Schritt stellten beide Referenten Handlungsfelder für eine nachhaltige Anwendung von digitalen Medien vor. Damit konnten die teilnehmenden Schulvertreter ihre Schule in der jeweiligen Entwicklungsstufe in die Handlungsfelder einordnen.
Abfrage: Verwendung von digitalen Medien
© vhs Offenbach
Um den Entwicklungsstand von Schulen in Bezug auf digitale Bildung zu dokumentieren, wurde am Ende des Workshops eine Punkteabfrage für ausgewählte Handlungsfelder durchgeführt. Diese wurde im Plenum präsentiert.
Der Impulsvortrag von Christian Schmid wird nachgereicht.

Workshop 3: berufliche Bildung

Workshop 3: Industrie 4.0 = Digitale Herausforderung für die berufliche Bildung!

Teilnehmer/-innen im Workshop
© vhs Offenbach

Industrie 4.0 ist in aller Munde. Wie gelingt den Berufsschulen die digitale Transformation? Welche Konzepte können zusammen mit den Betrieben entwickelt werden und welche Rolle spielen die aktuellen Curricula? Wie reagiert man auf die immer schneller veraltende Technik? Wie sieht die Zielvorstellung für modern ausgestattete Unterrichträume aus?

Helge Nabert und Dr. Karsten Wendt – Lehrer an den Gewerblich-technischen Schulen in der Stadt Offenbach – gaben in Ihrem Impulsvortrag Ausblicke auf diese Fragen.

Workshop 4: Erwachsenenbildung

Workshop 4: Digitale Kompetenzen für die Zivilgesellschaft

Teilnehmer/-innen im Workshop
© vhs Offenbach
Der Impuls von Dr. Christoph Köck, Verbandsdirektor des Hessischen Volkshochschulverbandes, beschrieb, vor welchen Herausforderungen Erwachsenenbildung steht, um Digitalität – die Beziehung des Menschen zu seiner digitalen Umwelt – im Rahmen pädagogischer Konzeptionen mitzugestalten. Dazu wurde der Europäische Referenzrahmen zu den digitalen Kompetenzen (DigComp 2.1./2017) kurz vorgestellt.

Workshop 5: Neuzugewanderte Schüler/-innen

Workshop 5: Einsatz von digitalen Medien im Sprachunterricht für neuzugewanderte Schüler/-innen
In dem Workshop ging es darum aufzuzeigen, inwiefern digitale Medien das Deutschlernen ergänzend fördern können, einen Erfahrungsaustausch unter den Teilnehmenden zu initiieren und festzuhalten, was in Zukunft gebraucht wird.

Teilnehmer/-innen im Workshop
© vhs Offenbach

Die Teilnehmenden kamen aus verschiedenen Bereichen, u.a. aus Schulen, Stadtschulamt, Stadtbibliothek, Weiterbildungsanbieter, Stiftung, die direkt oder indirekt mit Deutsch als Zweitsprache beschäftigt sind.

Der Impulsbeitrag zum Thema „Digitales Lernen im Sprachunterricht“ zeigte zum einen, dass digitale Medien in Schulen einzusetzen nicht mehr eine Frage des „Warum“ ist, sondern heute vielmehr eine Frage des „Wie“. Zum anderen sind digitale Medien eine gute Ergänzung zu bisherigen Sprachfördermaßnahmen, weil sie z.B. durch die Einbindung von Bildern und Ton es auch denjenigen leicht machen, die deutsche Sprache zu lernen, die keine Kenntnisse der lateinischen Buchstaben haben, und weil sie das individualisierte, eigenaktive und kooperative Lernen in heterogenen Lerngruppen fördern. Und da in vielen neuzugewanderten Familien Smartphones vorhanden sind, können Kinder und Jugendliche mit Apps auch gut zuhause weiterlernen. In dem Beitrag wurden auch Best Practices und nützliche Links zum Thema vorgestellt.

Abfrage: Nutzung von digitalen Medien
© vhs Offenbach

Eine Abfrage zeigte, dass die meisten Teilnehmenden bereits digitale Medien im Sprachunterricht nutzen und neue Anregungen und Impulse für den Sprachunterricht mit Neuzugewanderten suchen.
Im zweiten Abschnitt des Workshops konnten die Teilnehmenden im Praxisteil fünf verschiedene kostenlose Apps ausprobieren, die die deutsche Sprachförderung von neuzugewanderte Schüler/-innen unterstützen können.
Zum Abschluss wurde festgestellt, dass nicht immer die technischen Voraussetzungen an den Schulen vorhanden sind und somit den Einsatz von digitalen Medien erschweren. Auch das Thema „Bring your own device“ ist eine Herausforderung, da in den meisten Schulen z.B. die Nutzung von eigenen Smartphones während des Unterrichts nicht erlaubt sind und die Haftung beim Einsatz von eigenen Geräten nicht geklärt ist.

Begrüßung Paul-Gerhard Weiß
© vhs Offenbach

Das Programm zur Veranstaltung


Pressemitteilung