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Fenster mit Aufschrift OF Bildungsbüro
© Stadt Offenbach / Michael Kraft
Egal ob alt oder jung, wer Informationen zur Bildung in Offenbach benötigt, für den ist das OF Bildungsbüro die richtige Anlaufstelle.

„Wenn wir etwas nicht wissen, recherchieren wir es oder vermitteln an eine zuständige Beratungsstelle“, erläutert Jasmin Hambach, Beraterin im OF Bildungsbüro. Das Büro nimmt damit für Bürger/-innen eine wichtige Lotsenfunktion in der kommunalen Bildungslandschaft wahr.

„Die Erkenntnis, dass die Vielzahl an Bildungs- und Beratungsangeboten von Einzelnen gar nicht mehr überschaut werden kann, hat im Jahr 2010 zur Einrichtung des Bildungsbüros geführt. Das Bildungsbüro schafft Transparenz und möchte Angebote für alle zugänglich machen und damit die Bildungsbeteiligung in der Stadt erhöhen“, erklärt Bildungsdezernent Paul-Gerhard Weiß die Einrichtung.

Wie arbeitet das Bildungsbüro, welche Themen sind gefragt?

Das Bildungsbüro ist an der Volkshochschule angesiedelt und Teil der Fachstelle Bildungskoordinierung und Beratung. Während der noch andauernden Umbauphase der Volkshochschule ist es wie der größte Teil der vhs-Verwaltung im Rathaus, Berliner Str. 100, zu finden, wo es seine Beratungsaufgaben im gewohnten und bewährten Umfang weiter anbietet.

Das Bildungsbüro sammelt, recherchiert und bereitet Bildungsinformationen für Nutzer auf. Wer z.B. Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche, Erwachsene, Senioren sucht, findet im OF Bildungsbüro sicher das passende Angebot. Als Service für Eltern veröffentlicht es vor den Ferien regelmäßig eine Zusammenstellung von Angeboten, das ‚Ferienprogramm in Offenbach‘. „Das Bildungsbüro fungiert damit als Informationsdrehscheibe für Bürger/-innen“, erläutert Gabriele Botte, Leiterin der Volkshochschule. Seit zwei Jahren vermittelt das Bildungsbüro auch ehrenamtliche Übersetzer/-innen an Schulen. „Wir haben festgestellt, dass es hier eine Angebotslücke gibt. Aufgrund unserer guten Kontakte zu Beratungsstellen, Bildungsnetzwerken und Elternlotsen konnten wir einen Übersetzerpool bilden und bereits im ersten Halbjahr dieses Jahres 70 Gespräche mit Übersetzungsunterstützung an Schulen vermitteln“, erklärt Jasmin Hambach.

Bürger/-innen können ihre Anfragen persönlich, telefonisch oder per E-Mail stellen. Die Beratung ist unabhängig, kostenlos und vertraulich. Fünf Top-Themen bei den Anfragen gibt es: Deutschförderung, Angebote für Kinder und Jugendliche, berufliche Weiterbildung, allgemeine Weiterbildung (Sprachen, Gesundheit oder Kultur) und Bildungsfinanzierung. Im Durchschnitt erreichen das Bildungsbüro 69 Anfragen pro Monat. Rund ein Drittel beantwortet es selbst, ein weiteres Drittel verweist es an die Volkshochschule. 15 Prozent der Anfragen, meist zur beruflichen Bildung, verweist es an die Hessencampus-Bildungsberatung an der Volkshochschule. Rund ein Fünftel, z.B. zur Anerkennung von ausländischen Bildungsabschlüssen, werden an andere Beratungsstellen weitergeleitet.

Das Wissen über die Arbeitsschwerpunkte dieser Beratungsstellen resultiert vor allem aus dem Zusammenschluss in einem Netzwerk Bildungsberatung. Eine wichtige Funktion des Netzwerkes ist die Information der Beratungsstellen untereinander, damit Ratsuchende ohne unnötige Beratungsschleifen zielgerichtet vermittelt werden können. Ein Produkt dieser Netzwerkarbeit ist der Wegweiser Beratungsstellen in Offenbach, der selbstverständlich auch im Bildungsbüro zur Verfügung gestellt wird.

Ausblick

Wie jede Bildungsinstitution muss sich auch das OF Bildungsbüro neuen Herausforderungen stellen. So nutzen Neuzugewanderte die Bildungsbüro-Angebote nicht in dem Maße wie andere Gruppen, denn aufsuchende Projekte erreichen die Neuzugewanderten bereits in ihren Quartieren. „Die Mitarbeiter/-innen dieser Beratungsprojekte benötigen aber selbst wiederum Informationen über Bildungs- und Beratungsangebote und wenden sich dann an das Bildungsbüro. Die Information dieser Multiplikatoren wird also wichtiger“, erklärt Kai Seibel, Leiter der Fachstelle Bildungskoordinierung und Beratung den Wandel.

24. Juli 2017