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Seit nunmehr fünf Jahren vermittelt das Bildungsbüro der Volkshochschule sogenannte Laiendolmetscherinnen und –dolmetscher an Bildungseinrichtungen der Stadt, die bei Elterngesprächen helfen, Sprachbarrieren zu überwinden. Meist handelt es sich bei den Ehrenamtlichen um Muttersprachler, die Familie haben und sich bereits in Elternprojekten oder einer Migrantenselbstorganisation engagieren. Sie sorgen mit ihrer Sprachkompetenz dafür, dass in Gesprächen zwischen pädagogischen Fachkräften und Eltern wichtige Informationen über die Kinder ausgetauscht werden können.

„Unser Pool umfasst aktuell rund 50 Personen, die zusammen 30 Sprachen abdecken. Für Türkisch und Bulgarisch suchen wir aber noch Interessierte, um alle Anfragen bedienen zu können“, erläutert Jasmin Hambach vom Bildungsbüro der Volkshochschule, die die Einsätze koordiniert. Interessierte werden gebeten, sich an das Bildungsbüro der Volkshochschule, Jasmin Hambach, Tel. 069 8065-3838, E-Mail: jasmin.hambachoffenbachde, zu wenden.

Pro Einsatz zahlt die Volkshochschule eine Aufwandsentschädigung von 20,00 Euro, seit 2019 wird das Projekt auch durch das Land Hessen gefördert. „Wir vermitteln nicht nur den Einsatz der Sprachvermittler, sondern begleiten diese auch “, erläutert Dr. Gabriele Botte, Leiterin der Volkshochschule. „So haben wir im letzten Jahr gemeinsam mit dem Freiwilligenzentrum eine Fortbildung konzipiert, an der 16 Personen teilgenommen haben. Darüber hinaus organisieren wir den Austausch untereinander und bieten bei Bedarf kollegiale Fallberatung an“, so Botte.

Bei den Einsätzen geht es um Fragen der Lernentwicklung und –förderung von Kindern, um das Einhalten von (schulischen) Verhaltensregeln oder um den Übergang in die weiterführende Schule. Im Gegensatz zu professionellen Dolmetschern werden die ehrenamtlichen Laiendolmetscherinnen und –dolmetscher nicht vor Gericht oder zur Übersetzung von Urkunden eingesetzt.

Im Jahr 2019 gingen rund 270 Anfragen mit Übersetzungswünschen im Bildungsbüro ein, meist von Offenbacher Schulen. Im Vergleich zum Jahr 2016 hat sich die Zahl damit verdreifacht. Nachgefragt werden vor allem: Türkisch, Bulgarisch, Rumänisch, Griechisch, Urdu und Italienisch.

17. Januar 2019