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Formulare
© Stadt Offenbach
„Komm – Sei dabei“ steht auf den farbig gestalteten Formularen, Piktogramme erläutern, um welche Leistungen es geht: Mittagessen in der Schule, Lernhilfe, Sport und Kultur, Bus- und Bahnfahrten oder Ausflüge. Eigentlich alltägliche und beinahe selbstverständliche Dinge und doch für Familien im SGB II-Bezug ein finanzieller Kraftakt.
Dabei bieten Bildungs-und Teilhabeleistungen gute Möglichkeiten, um genau diesen Kindern Mitmachen zu ermöglichen. „Kein Kind soll benachteiligt sein, weil die Familie SGBII-Leistungen bekommt“, erklärt der Leiter der MainArbeit,  Dr. Matthias Schulze Böing. Deshalb stehen für das Jahr 2018 rund 2 Mio. Euro zur Verfügung, mit denen den 5.703 anspruchsberechtigten Kindern Mitmachen ermöglicht werden kann. Rund 5.600 Einzelleistungen wurden im laufenden Jahr bereits in Anspruch genommen.
„Es könnte mehr sein, so Schulze- Böing weiter. „Allerdings machen viele nicht von dem Angebot Gebrauch.“  „Häufig fehlen die entscheidenden Informationen“, vermutet  Sozialdezernentin Sabine Groß. „Deshalb müssen wir Zugänge schaffen und erleichtern. Mit den neuen Materialien liegen wir genau richtig.“ Damit der Weg in den Sportverein nicht schon am Ausfüllen des Formulars scheitert, sind die Anträge unkompliziert, um nicht zu sagen, kinderleicht gestaltet. Sogar einen Globalantrag gibt es, mit dem sich Kinder schon frühzeitig ihren Anspruch sichern können.

„Die Piktogramme werden auch von Kindern verstanden und damit können sie ihre Eltern aufmerksam machen“, erklärt Susanne Pfau von der MainArbeit. Die Bereichsleiterin Leistung hat nun gemeinsam mit ihrem Team die farbigen Flyer und den neuen Globalantrag gestaltet. Die Formulare sowie zusätzliche Erläuterungen gibt es auch in einer digitalen Version auf der – ebenfalls neugestalteten Internetseite - in deutscher sowie in 9 weiteren Sprachen. Außerdem gibt es Plakate, die in Schulen und Kindergärten auf die Möglichkeiten hinweisen sollen.
10 Euro im Monat stehen Kindern aus Familien im SGBII-Bezug für die Mitgliedschaft in einem Sportverein, für das Erlenen eines Instruments oder die Teilnahme an Ferienfreizeiten zur Verfügung. Dabei fließt kein Bargeld und doch ist alles unkompliziert geregelt, erläutert Schulze-Böing: „Wenn sich Vereine einmal bei uns akkreditiert haben, rechnen wir direkt mit ihnen ab.“ Ähnlich funktioniert dies auch mit der Offenbacher Bildungskarte für Nachhilfeunterricht. Die Bearbeitung der Anträge nimmt in der Regel nur wenige Tage in Anspruch. Daher muss, besonders was die Lernförderung angeht, nicht erst gewartet werden, bis die Versetzung gefährdet ist. Anträge können bereits ab den Herbstferien gestellt werden. „Bildungserfolge hängen auch von den Fördermöglichkeiten ab“, weiß Schulze-Böing, „und da wollen wir gerade in einer von Zuwanderung geprägten Stadt allen Kindern die gleichen Chancen eröffnen.“

Anträge und Informationen finden sich auf der Seite der Mainarbeit

https://www.mainarbeit-offenbach.de/geldleistungen/bildung-und-teilhabe.html

Offenbach am Main, 3. Dezember 2018