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© Stadt Offenbach/Agnes Stockmann
Die Volkshochschule hat ein neues Projekt mit dem Titel „Elternorientierte Bildungsarbeit – Eltern stärken ihre Kinder“ konzipiert, das in der Pilotphase vom Netzwerk Elternschule der Stadt Offenbach finanziert wird. Die Idee: Neuzugewanderte Eltern in ihrer Herkunftssprache durch geschulte Multiplikatoren über das Bildungs- und Ausbildungssystem in Offenbach informieren. Für diese Aufgabe sucht die Volkshochschule (vhs) noch Multiplikatoren.
„Bildung ist ein wichtiges Thema in Offenbach. Uns ist es ein Anliegen, neuzugewanderte Eltern von Anfang an zu erreichen, und sie bei der Bildungsbegleitung ihrer Kinder zu stärken. Daher freue ich mich, wenn mit dem neuen Projekt Multiplikatoren zum Einsatz kommen und Eltern dabei unterstützen“, sagt Bildungsdezernent Paul-Gerhard Weiß.

Bildungs- und Ausbildungskonzept ist komplex

Eltern haben einen wesentlichen Einfluss auf die Bildung ihrer Kinder. Aber nicht alle Eltern können den Bildungsweg in der erforderlichen Weise fördern. Das beruht meist nicht auf fehlendem Willen, ganz im Gegenteil: Gerade neuzugewanderte Eltern und seit längerem hier lebende Eltern mit Migrationshintergrund haben hohe Bildungsambitionen für ihre Kinder.

Nur: Das Bildungs- und Ausbildungssystem in Deutschland ist komplex und teilweise schwer durchschaubar. Neuzugewanderte Eltern kennen es meist nicht aus eigenem Erleben, sie sind sich der Erwartungen, die an Eltern geknüpft werden, oftmals nicht bewusst. Dazu kommen sprachliche und kulturelle Hürden. Gerade diese Eltern brauchen besondere Unterstützung.

Multiplikatoren als „Informations- und Wissensvermittler“

Hier kommen Multiplikatoren als „Informations- und Wissensvermittler“ ins Spiel. Sie sollen gegen Honorar ab September 2019 Eltern in Veranstaltungen informieren. Ab Mai werden sie in einer Schulung in der Volkshochschule auf diese Aufgabe vorbereitet. Als Multiplikatoren kommen Personen in Frage, die einen Hochschulabschluss oder eine vergleichbare Qualifikation vorweisen, gute Deutschkenntnisse und gute Kenntnisse in einer Herkunftssprache haben. Idealerweise haben sie Interesse am Thema Bildung und keine Scheu, vor größeren Gruppen vorzutragen.

Für an dieser Aufgabe Interessierte findet am Donnerstag, 11. April 2019, von 17 bis 18.30 Uhr eine Informationsveranstaltung in der Volkshochschule statt. Anmeldungen können per E-Mail an nadira.korkoroffenbachde  gerichtet werden.

Sprachen der größten zugewanderten Gruppen sollen abgedeckt werden

„Die Multiplikatoren sind in diesem Projekt wichtige ‚Vermittlerinnen und Vermittler‘, die Bildungsinformationen in verschiedenen Sprachen an Eltern weitergeben. Dieses Projekt passt daher sehr gut in die Volkshochschule, deren Aufgabe es ist, Transparenz über Bildung in Offenbach herzustellen“, sagt Dr. Gabriele Botte, Leiterin der Volkshochschule.

Die Sprachen, die im Projekt abgedeckt werden, bestimmen sich nach der Größe der aus dem Ausland zugewanderten Bevölkerungsgruppen in Offenbach. So dürfen Türkisch, Griechisch, Rumänisch, Bulgarisch oder Polnisch nicht fehlen.

Bildungskoordinatorin für Zugewanderte regte das Projekt an

Die Anregung für dieses Projekt kam von der Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte, Nadira Korkor. Ihre Stelle ist an der Volkshochschule Offenbach angesiedelt und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert. Gemeinsam mit der für Pädagogik und Elternarbeit zuständigen Programmbereichsleiterin der Volkshochschule, Birgit Gehl, wird das Projekt umgesetzt.


Weitere Informationen zum neuen Projekt „Elternorientierte Bildungsarbeit - Eltern stärken ihre Kinder“ finden sich hier: www.offenbach.de/bildungsbegleitung