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Siegerentwurf Fröbelschule
Siegerentwurf der Frankfurter Architektei Mey für den Neubau der Fröbelschule. © Architektei Mey GmbH
Die Planungen für den Neubau der Fröbelschule schreiten voran. Wie Kämmerer Peter Freier in einer Pressekonferenz des Magistrats der Stadt Offenbach am Donnerstag mitteilte, erarbeitet das aus dem Planungswettbewerb als erster Preisträger hervorgegangene Büro derzeit an einem konkreten Angebot für die Realisierung des Vorhabens.

Die Stadt und die für den Neubau beauftragte Gemeinnützige Baugesellschaft Offenbach (GBO) haben zwischenzeitlich maßgebliche finanz- und steuerrechtliche Fragen im Zusammenhang mit dem Projekt geklärt: „Nach einem aufwändigen Abstimmungsprozess mit dem Finanzamt steht der Umsetzung des Projekts nun steuerrechtlich nichts mehr im Wege“, sagte Kämmerer Freier und betonte: „Damit können wir im vorgesehenen Zeitplan weiterarbeiten.“

Bereits eingeleitet ist auch die vom Magistrat beauftragte Wirtschaftlichkeitsuntersuchung des Vorhabens. Der Magistrat hatte das Projekt unter der Voraussetzung angestoßen, dass die GBO den Neubau wirtschaftlicher und schneller verwirklichen kann als die Stadt selbst. „Das Amt für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement und die GBO haben zwischenzeitlich ihre indikativen Angebote vorgelegt. Derzeit werden noch die jeweiligen Finanzierungsmodelle und der Kosten für die Gebäudeerhaltung kalkuliert.“ 

Sobald dies abgeschlossen sei, werde ein externes Institut mit dem Wirtschaftlichkeitsvergleich beauftragt. Mit einem Ergebnis könne innerhalb der nächsten Wochen gerechnet werden. „Wenn der Vergleich für die GBO positiv ausfällt, wird im nächsten Schritt die Genehmigung des Bauvorhabens auf dem Wege einer öffentlich-öffentlichen Partnerschaft beim Regierungspräsidium in Darmstadt beantragt.“

Vorbehaltlich des planmäßigen Abschlusses aller Planungs-, Vergabe- und Genehmigungsverfahren soll die Schule ab August 2019 in zweijähriger Bauzeit auf dem vorgesehenen Grundstück an der Mühlheimer Straße 262-282 errichtet werden und zum Schuljahresbeginn 2021/22 bezugsfertig sein. 

Hintergrund: Geplanter Neubau der Fröbelschule

Die Gemeinnützige Baugesellschaft Offenbach (GBO) erhielt 2016 aus der Kommunalpolitik den Auftrag, ein Konzept für die Errichtung der Fröbelschule zu erarbeiten. Grundgedanke dieser Initiative war, durch Planung, Bau und Bewirtschaftung durch das Geschäftsfeld Immobilien der Stadtwerke Unternehmensgruppe (SOH) im Wege einer öffentlich-öffentlichen Zusammenarbeit gemäß Paragraph 8 des GWB (Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen), das Projekt schneller und kostengünstiger zu verwirklichen. Die Stadt Offenbach will dann über einen Zeitraum von 30 Jahren als Mieter des Objekts auftreten. Die Kostenschätzung belief sich auf 24,5 Millionen Euro. Die neue Fröbelschule soll auf dem städtischen Grundstück Mühlheimer Straße 262-282 entstehen.

Zwischen dem Stadtschulamt und der Bauverwaltung wurde das Raumprogramm abgestimmt. Auf dieser Grundlage wurde ein Architektenwettbewerb ausgelobt, der im Herbst 2017 erfolgreich abgeschlossen wurde. Ebenso ist die rechtliche Prüfung der Übertragung des Vorhabens auf die GBO positiv abgeschlossen worden. Das Raumprogramm für die Schule sieht insgesamt 3.285 Quadratmeter Hauptnutzfläche vor. Darin enthalten sind unter anderem 18 Klassenräume (1.080 m²), 9 Gruppenräume (180 m²), eine Cafeteria (150 m²), ein Mehrzweckraum (90 m²) sowie 9 Räume für Fördermaßnahmen/Therapieangebote (250 m²). Zum Raumbedarf gehört eine Bewegungshalle (210 m²). Gleiches gilt für ein Lehrschwimmbecken (15 x 7 Meter). Das Schwimmbecken ist zunächst auf den Bedarf der Fröbelschule abgestimmt. Seine Größe ermöglicht aber, dass Grundschüler anderer Schulen dort Schwimmunterricht erhalten.

Das Vorhaben steht unverändert unter der Bedingung, dass die GBO schneller und kostengünstiger als die Stadt Offenbach selbst dieses Projekt realisiert und das Regierungspräsidium dieses Projekt genehmigt. Die vergleichende Wirtschaftlichkeitsprüfung (PSC), die die Grundlage für den Genehmigungsantrag an das Regierungspräsidium Darmstadt (RP) ist, wird derzeit veranlasst. 

„Weder für die GBO noch für die Stadt Offenbach entstehen Risiken“, erläutert Stadtkämmerer Peter Freier. Sollte die Kommunalaufsicht beim RP den Projektvertrag mit der GBO ablehnen, würde die Stadt alle bisherigen Kosten der GBO und deren Planungsergebnisse übernehmen und damit auf dem gleichen Stand sein, als hätte die Stadt Offenbach das Projekt von Anfang an selbst betrieben. Es entstünde kein Zeitverzug.

Nach Abschluss aller Planungs- Vergabe- und Genehmigungsverfahren soll ab August 2019 in zweijähriger Bauzeit die Schule errichtet werden und zum Schuljahresbeginn 2021/22 bezugsfertig sein. Aktuell werden derzeit rund 100 Kinder im Alter von 5 bis 21 Jahren in der Fröbelschule betreut, davon 22 Rollstuhlfahrer/innen. Für das Jahr 2025 hat das Staatliche Schulamt die Zahl der Kinder auf 150 prognostiziert.

9. Februar 2018