Sprungmarken
Suche
Suche

An der Käthe-Kollwitz-Schule (KKS) wurde am Wochenende die Raumluft in den von Montagearbeiten betroffenen Räumen auf Asbest-Belastung überprüft. Es wurden keine freigesetzten Partikel in der Raumluft gefunden.

Die KKS wird noch bis 2019 im laufenden Betrieb umfassend saniert, um barrierefrei zu werden und aktuellen Anforderungen an Technik, Energie und Brandschutz zu entsprechen. Alle Oberflächen (Boden, Wände, Decken) werden saniert, die Technik (Heizung, Lüftung, Sanitär, Elektro, Gebäudeleittechnik) erneuert, die behindertengerechte Erschließung durch einen Aufzug, die energetische Sanierung von Gebäudehülle und Technik, die brandschutztechnische Ertüchtigung, neue Ausstattungen für die naturwissenschaftlichen Räume und die bessere Erschließung zusätzlicher Räume vorgenommen. Im Zuge der Sanierung werden auch PVC-Bodenbeläge mit festgebundenem Asbest fachgerecht ausgebaut und entsorgt. Durch den Austausch der Fenster wird mit einer Energieeinsparung in Höhe von rund 50 Prozent  im Jahr gerechnet. Die Sanierung hat das Amt für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement geplant. Die Umsetzung übernimmt die Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft (OPG) – ein Unternehmen der Stadtwerke Gruppe im Geschäftsfeld Immobilien. Die Demontage und Entsorgung gefahrstoffbelasteter Bauteile wird grundsätzlich durch ein zertifiziertes Fachunternehmen durchgeführt. Zusätzlich werden diese Arbeiten durch ein spezialisiertes Ingenieurbüro (CDM Smith) eng begleitet. Die Baumaßnahmen an der KKS in Höhe von insgesamt 18,95 Millionen Euro werden über das Kommunalinvestitionsgesetz (KIP) mit rund 4 Millionen Euro gefördert.

Aktuell führten die Sanierungsarbeiten an der Heizungsanlage dazu, dass die Schule stark auskühlte. Es wurde daher eine Firma beauftragt, provisorische Heizradiatoren aufzustellen. Die ausführende Firma hatte klare Anweisung nicht in den belasteten Bodenbelag  zu bohren. Firmeninterne Übermittlungsprobleme führten jedoch dazu, dass zunächst ein Loch je Klassenraum in den Boden gebohrt wurde. Inzwischen sind alle Heizradiatoren ordnungsgemäß in Betrieb.

Gemeinsam mit dem Amt für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement, dem Stadtgesundheitsamt, der GBM und der OPG wurde daher beschlossen, die betroffenen Räume vorsorglich zu schließen und eine Grundreinigung sowie eine Messung der Raumluft in Auftrag zu geben. Mit der Organisation und Begleitung der Maßnahmen  einschließlich der Raumluftmessungen wurde auch CDM Smith betraut.

Das Messergebnis zeigt nun, dass durch die Bohrungen in den Bodenbelag kein Asbest in die Raumluft gelangt ist. Für die Messung auf Grundlage der Industrienorm VDI 3492 wurden im vorsorglich abgesperrten Bereich der KKS Messgeräte gleichmäßig verteilt aufgestellt. Gemessen wurde über einen Zeitraum von acht Stunden. Die Auswertung der Messfilter ergab, dass alle Messergebnisse deutlich unter dem Vorsorgewert von 500 Fasern pro Kubikmeter liegen. In zwei Messfiltern wurde jeweils eine Asbestfaser und bei einem Messfilter zwei Asbestfasern nachgewiesen.

Der Schulbetrieb wurde am Dienstag wieder aufgenommen. 

26. September 2017