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Während ihrer Schulung machten die Lernbuddies auch einen Abstecher zum Freiwilligenzentrum in der Domstraße. © Stadt Offenbach
Insgesamt 14 Schülerinnen und Schüler aus der Oberstufe sowie Studierende unterstützen Offenbacher Kinder aus den Klassen 3 und 4 beim Lernen. Die ehrenamtlich tätigen „Lernbuddies“ helfen, durch die Corona-Krise entstandene Lerndefizite auszugleichen und Kompetenzen im Online-Lernen zu erwerben.

Das Angebot richtet sich an Kinder aus benachteiligten Familien und ist für diese kostenfrei. Für Konzept und Umsetzung ist die vhs – Fachstelle Bildungskoordinierung und Beratung verantwortlich.

Unter www.offenbach.de/lernbuddies können sich Eltern informieren und ihr Kind anmelden. Die Lernförderung erfolgt zwei Mal in der Woche unter Einhaltung der geltenden Abstands- und Hygieneregelungen in öffentlichen Einrichtungen, wie Volkshochschule, Stadtbibliothek, Medienetage, Freiwilligenzentrum oder in Stadtteilbüros. Die Termine werden individuell vereinbart. Sobald die Anmeldung eines Grundschulkindes vorliegt, sucht die Koordinatorin nach einem geeigneten Lernbuddy. Es folgt ein erstes Gespräch, bei dem Eltern, Kind, Lernbuddy und Koordinatorin einander kennenlernen.

Die „Lernbuddies“ bringen Erfahrungen, zum Beispiel aus der Hausaufgabenbetreuung und Gruppenleitung in Vereinen, mit. Darüber hinaus wurden sie im August in einer zweitägigen Schulung auf ihre neue Aufgabe vorbereitet. Auf dem Programm standen neben Informationen zum Lehrplan und dem pädagogischen Ansatz von Grundschulen auch Besuche von Institutionen, die mit dem Angebot kooperieren: dem Selbstlernzentrum der vhs, der Stadtbibliothek, der Medienetage und des Freiwilligenzentrums. Die meisten Lernbuddies haben Eltern mit Migrationsgeschichte, einige haben auch eigene Migrationserfahrung. Sie erhalten für ihren Einsatz eine Aufwandsentschädigung.

Bildungsungleichheit durch Corona verstärkt

„Mit dem neuen Angebot wollen wir Grundschulkindern eine Lernunterstützung geben, die nächstes oder übernächstes Jahr an die weiterführende Schule wechseln. Der Bedarf dafür ist groß, denn die Bildungsungleichheit hat sich durch die Corona-Pandemie verstärkt“, skizziert Bildungsdezernent Paul-Gerhard Weiß Anlass und Ziel des Angebots. Die „Buddies“ (das englische Wort für Kumpel) befinden sich in einer vergleichbaren Situation wie die Grundschulkinder. Auch für sie steht das Lernen im Zentrum und die pandemiebedingten Veränderungen an ihren Schulen oder Universitäten wirken sich auf ihren Alltag aus. Für die Grundschulkinder können die Lernbuddies zu Unterstützern mit Vorbildcharakter werden.

Seit September sind die ersten Lerntandems am Start. Rückmeldungen von Kindern, Eltern und Lernbuddies fallen durchweg positiv aus. Ein Zwischenergebnis, das den Ausbau des Angebots nahelegt.

Für Rückfragen: vhs – Fachstelle Bildungskoordinierung und Beratung, Kai Seibel, Tel. 069-8065-3153, Mail: kai.seibeloffenbachde