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v.l.n.r.: Sabrina Stahlberg (stv. Filialleiterin Marktplatz), Bettina Maurer (Leiterin der Filiale am Hafenplatz), Mirjam Zeller (Filialleitung Hartmannstraße), Dr. Gabriele Botte (Leiterin der vhs Offenbach), Marijana Todic (Filialleitung Ringcenter), Jasmin Hambach (Bildungsbüro), Paul-Gerhard Weiß (Bildungsdezernent) und Kai Seibel (Fachstelle Bildungskoordinierung) bei der symbolischen Spendenübergabe in der dm-Filiale im Hafen Offenbach © Stadt Offenbach

Der schwarze Freitag hat inzwischen seinen Schrecken verloren, ganz im Gegenteil läuten inzwischen auch in Deutschland zahlreiche Geschäfte die Weihnachtseinkaufssaison mit dem amerikanischen „Black Friday“ ein und locken mit Preisnachlässen. Statt den Kunden einen Rabatt einzuräumen, entschloss sich die Drogeriemarktkette dm, 5 Prozent der Tageseinnahmen am „Giving Friday“ bundesweit für lokale Bildungsprojekte zu spenden – in Offenbach kamen in den vier Filialen insgesamt 2.990,52 Euro zusammen. Am Mittwoch, 29. November, überreichten die Filialleiterinnen der Märkte am Marktplatz, in der Hartmannstraße, im Ringcenter und am Hafenplatz einen symbolischen Scheck an Bildungsdezernent Paul-Gerhard Weiß. Ihn begleiteten Dr. Gabriele Botte, Leiterin der vhs Offenbach, Jasmin Hambach vom Bildungsbüro und Kai Seibel von der Fachstelle Bildungskoordinierung und Beratung.

Wichtiger Beitrag zum Bildungserfolg

„Wir möchten die Bildung von Kindern und Jugendlichen in Offenbach fördern und sind dabei auf das Übersetzerprojekt des Bildungsbüros gestoßen“, erklärt Bettina Maurer, Leiterin der Filiale am Hafenplatz. „Das Geld können wir wirklich gut gebrauchen“, freut sich Jasmin Hambach, „um die Sprachhürden für Eltern ohne Deutschkenntnisse zu überwinden.“ Seit 2015 vermittelt das Bildungsbüro Übersetzerinnen und Übersetzer in 34 Sprachen an Schulen. Diese unterstützen Familien mit Migrationshintergrund, die sich in der Kommunikation mit den Bildungseinrichtungen schwer tun. „Elternangebote, wie beispielsweise Einladungen zu Elterngesprächen oder Informationsveranstaltungen werden mitunter nicht wahrgenommen, weil die Schreiben schlicht nicht verstanden wurden“, ergänzt Seibel. Seit 2015 können sich Schulen und andere Bildungsträger an das an der Volkshochschule angesiedelte OF Bildungsbüro wenden und die ehrenamtlich tätigen Übersetzer/-innen anfordern. Diese erhalten eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 20 Euro. „Die Gesprächsanfragen steigen von Jahr zu Jahr, in 2017 sind bereits 97 Gespräche geführt worden“, so Dr. Botte.

Die Gespräche leisten einen wichtigen Beitrag zum Bildungserfolg der Kinder, erklärt Bildungsdezernent Weiß: „Bei den Übersetzungen werden auch allgemeine Fragen der Lernförderung aber auch Verhaltensregeln wie unentschuldigtes Fehlen und pünktlicher Schulbeginn besprochen. Mit der Spende von dm können wir 150 weitere Gespräche fördern", freut sich Weiß.

Insgesamt 1.422.739,85 Euro für die Bildung von Kindern und Jugendlichen kamen am Freitag, 24. November unter dem Motto #Givingisthenewblack? übrigens in den dm-Filialen bundesweit zusammen.

Offenbach am Main, 4. Dezember 2017