Sprungmarken
Suche
Suche

Gruppenbild
Ehrenamtliche Lernbegleiter/-innen nach der Übergabe der Teilnahmebescheinigungen durch Gabriele Botte, Leiterin der VHS Offenbach (4. von rechts). Foto: Volkshochschule Offenbach/Jasmin Hambach © Volkshochschule Offenbach

Neuzugewanderte Kinder und Jugendliche erhalten an Schulen – in der Regel für ein Jahr – eine verstärkte Deutschförderung in Intensivklassen oder -kursen. Die Zusammensetzung in diesen Klassen ist sehr heterogen. Die Kinder und Jugendlichen kommen aus unterschiedlichen Herkunftsländern, das Alter variiert, manche haben noch nie beziehungsweise nur lückenhaft die Schule besucht. Teilweise sind große Unterschiede in den Kenntnissen und im Sprachvermögen vorhanden. Besonders die Schülerinnen und Schüler, die beim Lernen der deutschen Sprache etwas länger brauchen, benötigen eine intensive, teilweise 1-zu-1-Betreuung, um später dem Unterricht in der Regelklasse folgen zu können. Hier setzt das Projekt „Ehrenamtliche Lernbegleiter/-innen aPn Schulen in Offenbach“ an, mit dem Neuankömmlinge in Intensivklassen eine zusätzliche Unterstützung beim Sprachenlernen erhalten. Die ersten zwölf Lernbegleiterinnen und Lernbegleiter wurden nun im Zuge einer Schulung an der Volkshochschule auf ihren Einsatz vorbereitet.

In der Schulung, die vom Freiwilligenzentrum Offenbach e.V. und dem an der Volkshochschule angesiedelten Projekt „Bildungskoordination für Neuzugewanderte“ konzipiert wurde, haben die Ehrenamtlichen Besonderheiten und Herausforderungen kennengelernt, die sich im Unterricht mit zugewanderten Schülerinnen und Schüler stellen. Darüber hinaus haben sie einen Einblick in Lehrmaterialien und -methoden für das Deutschlernen in Intensivklassen erhalten. Als Referentinnen und Referenten wurden zwei Lehrkräfte, die „Deutsch als Zweitsprache“ in Grund- und weiterführenden Schulen unterrichten, sowie Volker Schilling, Leiter des Aufnahme- und Beratungszentrums im Staatlichen Schulamt, gewonnen.

Die Ehrenamtlichen freuen sich nun auf ihre Einsätze an neun Grund- und weiterführende Schulen in der Stadt Offenbach. „Mit dem Einsatz leisten sie einen Beitrag, um die Bildungschancen für Kinder und Jugendliche zu verbessern, und das ist eine sehr sinnvolle und lohnende Aufgabe“, sagte Dr. Gabriele Botte, Leiterin der Volkshochschule Offenbach, die zum Abschluss der Schulung die Teilnahmebescheinigungen überreichte.

Aber nicht nur die Ehrenamtlichen, auch die Lehrkräfte, bei denen die Lernbegleiter/-innen in ihren Klassen eingesetzt werden, wurden auf die Zusammenarbeit vorbereitet. „Es ist wichtig, von Anfang an über die jeweiligen Rollen und Aufgaben zu sprechen. Nur so kann eine Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen gelingen“, so Sigrid Jacob, Leiterin des Freiwilligenzentrums Offenbach.

Die Lernbegleiterinnen und Lernbegleiter konnten sich beim Freiwilligenzentrum für das Projekt melden. Es werden auch weiterhin engagierte Ehrenamtliche für das Projekt gesucht. Voraussetzung für den Einsatz ist, dass sie Spaß an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen haben und offen für andere Kulturen und Lebensweisen sind. Weitere Informationen zum Projekt und zur Anmeldung finden sich auf der Internetseite des Freiwilligenzentrums: https://fzof.de/unsere-projekte/lernbegleiter/

Das Projekt „Ehrenamtliche Lernbegleiter/-innen an Schulen in Offenbach“ wird vom Freiwilligenzentrum Offenbach e.V. in Kooperation mit der Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte durchgeführt. Diese Stelle ist an der Volkshochschule angesiedelt und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert.

Pressekontakt:
Kai Seibel
Volkshochschule Offenbach
Leiter Fachstelle Bildungskoordinierung und Beratung
Telefon: 069 8065-3153
E-Mail: kai.seibeloffenbachde

Offenbach am Main, 11. September 2018