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Ganztagsbetrieb an Schulen erleichtert Erwerbstätigen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und verschafft Kindern mit Migrationshintergrund eine bessere sprachliche Förderung. Daher engagiert sich die Stadt schon lange beim Aufbau von Ganztagsangeboten an den Offenbacher Schulen und ist dabei auch gut vorangekommen.

Schon jetzt gibt es zahlreiche ganztägige Angebote an allen allgemeinbildenden Schulen der Stadt, mit dem kommenden Schuljahr bauen Geschwister-Scholl Schule und Mathildenschule diese aus. Für Bildungsdezernent Paul-Gerhard Weiß nicht nur im Hinblick auf den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter ab 2026 bedeutsam: „Die Stadt Offenbach und die Verantwortlichen an den Offenbacher Schulen nehmen die Sorgen und Wünsche der Eltern und Kinder in Sachen Ganztag ernst. Der Ausbau der Ganztagsangebote, sowohl an Grundschulen als auch den weiterführenden Schulen, trägt wesentlich zu verbesserten Bildungschancen der Kinder bei. Dabei geht es nicht nur um Quantität, sondern auch um Qualität.“

Die Geschwister-Scholl Schule wird ab dem Schuljahr 2021/2022 vom Profil 1 in das Profil 2 im Ganztag wechseln, während die Mathildenschule dann mit einem Teil ihrer Grundstufe im Profil 3 arbeiten wird, erläutert Weiß.

Für ganztägig arbeitende Schulen werden im Schulgesetz insgesamt drei Profile unterschieden. Allen Profilen gemeinsam ist das bereitgestellte Mittagessen. Profil 1 bietet darüber hinaus Hausaufgabenbetreuung, Fördermaßnahmen sowie erweiterte Angebote im Wahl- und Freizeitbereich an mindestens drei Wochentagen von 7:30 Uhr bis 14:30 Uhr. In Offenbach bieten die betreffenden Schulen dieses Angebot aber meist täglich und oft auch sehr viel länger in den Nachmittag hinein an. Ab nächstem Schuljahr werden alle Profil-1-Schulen diese Betreuung täglich vorsehen. Die Teilnahme ist freiwillig.

Schulen mit einem Angebot im Profil 2 bieten an fünf Tagen pro Woche weitere Zusatzangebote von 7:30 Uhr bis 16:00 oder sogar bis 17 Uhr an. Unter anderem werden Förderkurse, Wahlangebote sowie den Unterricht ergänzende und erweiternde Arbeitsgemeinschaften und Projekte, die Betreuung von Hausaufgaben sowie die Teilnahme an offenen Sport- und Spielgruppen gewährleistet.

Als richtige, „gebundene“ Ganztagsschulen schließlich werden Bildungshäuser im Profil 3 bezeichnet, die nicht mehr starr zwischen Unterricht am Vormittag und den zahlreichen Zusatzangeboten am Nachmittag trennen, sondern den gesamten Schultag in einem Gesamtkonzept verbinden. Deshalb ist die Teilnahme für Schülerinnen und Schüler, die sich in diesem Profil befinden, auch für die gesamte definierte Zeit verbindlich. Schulen können entweder als Ganzes – wie beispielsweise die Grundschule Buchhügel – oder mit einzelnen Klassenzügen in diesem Profil arbeiten.

20. Mai 2021