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Mit deutlich mehr Speed sind die Offenbacher Schulen künftig auf der sogenannten Datenautobahn unterwegs. Während Pädagogen und Schüler bislang mittels Kupferleitungen mit einer maximalen Bandbreite von bis zu 5 MBit/s (je Verwaltungs- beziehungsweise pädagogischem Datennetz) im Internet surfen konnten, stellt die Energienetze Offenbach AG (ENO) den 28 Offenbacher Schulen nun ein neues Glasfasernetzwerk mit bis zu 1 GBit/s zur Verfügung. Eine entsprechende Vereinbarung mit der ENO verabschiedete der Magistrat der Stadt Offenbach in seiner jüngsten Sitzung.

Eine wesentliche Verbesserung wird die direkte Netzwerkintegration der Ernst-Reuter-Schule, der Nebenstelle der Mathildenschule, der Schule Bieber (Außenstelle Waldhof), der Uhlandschule und der Waldschule Tempelsee bringen, da diese Schulen nun unmittelbar Zugang zum Netzwerk für Offenbacher Schulen (NOS) erhalten und gleichzeitig von der deutlich besseren Bandbreite profitieren. Als Pilotprojekt wird kurzfristig der Umbau an den Gewerblich-technischen Schulen vorgenommen, um Erfahrungen für die weiteren 27 Schulen zu sammeln, die im Jahr 2019 sukzessive umgerüstet werden.

Dieser wichtige Schritt bildet die Basis für den weiteren Ausbau der IT-Landschaft der Schulen. Nach der Ausstattung mit den Gigabit-Zugängen werden Vorhaben wie WLAN-Ertüchtigung, Austausch stationärer PC und die Beschaffung zusätzlicher mobiler Endgeräte möglich sein, wenn die erforderlichen Förderprogramme bereitgestellt werden.

„Hintergrund der technischen Aufrüstung sind die gestiegenen Anforderungen in den Schulen“, erläuterte Schuldezernent Paul-Gerhard Weiß. „Dort werden heute deutlich mehr als 3.000 Endgeräte betrieben. Der Einsatz digitaler Medien nimmt ständig zu und erfordert wegen der Verfügbarkeit multimedialer Daten immer höhere Bandbreiten.“

Insbesondere der Einsatz mobiler Endgeräte (Tablets, Laptops und „Bring your own Device“) erfordert ausreichende Bandbreitenreserven, da diese Geräte mit einem Netzwerkanschluss (zum Beispiel für Online-Recherchen) effektiv in das Unterrichtsgeschehen eingebunden werden können. 

„Die bereits in den Schulen bereitgestellte Geräteausstattung führt zur regelmäßigen Überlastung der bestehenden Bandbreite der Leitungen und zu einem regelrechten Datenstau“, so Weiß weiter. Das äußert sich in erheblichen Wartezeiten, bis eine Webseite aufgebaut wird oder ein erforderlicher Download abgeschlossen ist. „Insbesondere der Einsatz von Lehrfilmen, die mittlerweile als Streamingdienst angeboten werden, ist unter den herrschenden Rahmenbedingungen nur eingeschränkt möglich.“

Der von den Schulen gewünschte und vom Stadtschulamt angestrebte Ausbau der Schul-IT ist ebenfalls nur mit der Bandbreitenverbesserung möglich. Das Stadtschulamt verspricht sich auch eine Verbesserung der Geschwindigkeit der Benutzung der Schulverwaltungssoftware Lehrer- und Schüler Datenbank (LUSD), eine vom Land Hessen vorgeschrieben Applikation für Schulverwaltungen und für Supporteinsätze per Fernwartung. Außerdem ist durch die Ertüchtigung der Netzwerke künftig die Bereitstellung von W-Lan an den Schulen möglich.

Für das Vorhaben hat die Stadt Offenbach Mittel in Höhe von 177.000 Euro bewilligt.

31. August 2018