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Gruppenbild Organisatoren mit Stadträtin Groß
Die Ausrichter des Beratungstages und die zuständige Dezernentin Sabine Groß. (v.l.n.r.: Guido Rünger (Regionalleiter Personal, Deutschland Nord von der Deutschen Bank); Jörg Meyer (Jugendamt Offenbach, Projektleiter Patenschaftsmodell Offenbach); Sabine Groß (Stadträtin der Stadt Offenbach); Friedrich Rixecker (Geschäftsführer Aus – und Weiterbildung, Industrie- und Handelskammer Offenbach und Kreis). © Stadt Offenbach / Herrmann
Rund 60 Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klassen verschiedener Offenbacher Schulen nutzten die Gelegenheit für eine besondere Trockenübung: Sie führten Bewerbungsgespräche mit Personalverantwortlichen der Deutschen Bank.

„Passieren konnte beim 14. Beratungstag „Fit für die Bewerbung“ nichts. Die Schulabgänger lernten aber, persönliche Stärken und Schwächen zu erkennen und konnten Routine beim Führen eines Bewerbungsgespräches sammeln“, erklärt Sabine Groß, die als Dezernentin für das kommunale Jobcenter MainArbeit zuständig ist.

„Ich fand den Tag sehr toll und bin mir sicher, dass ich jetzt selbstbewusst in ein Bewerbungsgespräch gehen kann. Ich kann den Beratungstag und das PMO nur jedem empfehlen“, erzählt Ismail Jiab (14 Jahre) aus  der 9. Klasse der Mathildenschule.

Schüler binden sich eine Krawatte
Schlips binden will gelernt sein – die Anleitung dazu gab es beim Beratungstag. © Stadt Offenbach / Herrmann

Bewerbungsgespräch, Ausbildungsrecherche und Tipps für die richtige Kleidung

Während die einen schon beim Bewerbungsgespräch saßen, konnten sich andere von Berufsberatern der Agentur Tipps für die Recherche nach Ausbildungsmöglichkeiten holen oder für die richtige Bekleidung beim wichtigen Bewerbungsgespräch.

„Ich habe an dem Projekt PMO „Fit für die Bewerbung“ teilgenommen, da ich es als hilfreich empfand. Mir wurde bei meiner Berufsvorstellung weitergeholfen und erklärt, wie man sich bei Vorstellungsgesprächen zu verhalten hat. Außerdem wurde mir erklärt, welche Kleidung sich zu welchem Beruf eignet. Insgesamt war das Projekt eine positive Erfahrung für mich“, fasst Marigona Avdula (15 Jahre) aus der 9. Klasse der Geschwister-Scholl-Schule das Erlebte zusammen. 

Am Ende des Tages hatten die Schülerinnen und Schüler ein Stärken- und Schwächenprofil erarbeitet und auch gelernt, wie Bewerbungsgespräche vor- und nachzubereiten sind. Ganz wichtig war für viele auch die Anleitung, wie man richtig mit potentiellen Arbeitgebern telefoniert. Schon zuvor hatten Teilnehmende aus den Patenschaften und den Berufsprojektklassen des PMO Wissen gesammelt und konnten es nun einer Tauglichkeitsprüfung unterziehen.

Die 14-jährige Ayya Messaoudi aus der 9. Klasse der Ernst-Reuter-Schule ist begeistert: „Es hat mir sehr gut gefallen. Mir ist bewusst geworden, dass es von großer Bedeutung ist, sich Zeit zu nehmen und den richtigen Beruf auszuwählen, der einen glücklich macht. Alle Berater und Referenten waren sehr freundlich zu mir.“

Berater gratulieren einem Schüler
© Stadt Offenbach / Herrmann

Kooperationspartner übernehmen gesellschaftliche Verantwortung

Ermöglicht hat das die Kooperation von Deutscher Bank, Industrie- und Handelskammer Offenbach, Wirtschaftsjunioren und dem Patenschaftsmodell Offenbach (PMO -Gemeinschaftsprojekt der Stadt Offenbach am Main und des Evangelischen Dekanates). Die Kooperationspartner übernehmen mit dem Projekt gesellschaftliche Verantwortung und legen den Fokus auf den Übergang junger Menschen von der Schule in den Beruf. Rund 80 Prozent der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler haben einen Migrationshintergrund und alle sind Haupt- oder Gesamtschüler. In das PMO-Projekt aufgenommen sind Mathildenschule, Bachschule, Geschwister-Scholl-Schule,  Ernst Reuter-Schule und Schillerschule.

Jörg Meyer, Projektleiter des Patenschaftsmodells Offenbach vom Jugendamt der Stadt Offenbach am Main führt aus: „Ich bedanke mich bei den Personalern der Deutschen Bank und den Ausbildungsberatern der Industrie- und Handelskammer Offenbach für die geleistete Hilfe zur Selbsthilfe. Es ist wichtig, Jugendliche in und mit Unternehmen frühzeitig während der Schule vorzubereiten. Die Praktika und Beratungstage – vermittelt von Ehrenamtlichen – stärken das Selbstbewusstsein von Schülerinnen und Schülern und zeigen ihnen, was noch zu verbessern ist bezüglich der anstehenden Ausbildung.“

23. November 2018