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Die Kausa Servicestelle im Amt für Arbeitsförderung, Statistik und Integration der Stadt Offenbach informiert ab jetzt auch online über ihre Angebote. Unter http://www.offenbach.de/bildung/ausbildung/kausa/kausa-servicestelle.php können sich Jugendliche, Eltern und Betriebe über das Angebot informieren und Termine vereinbaren.

Seit Juli 2016 hat die Servicestelle für die Stadt Offenbach ihre Arbeit aufgenommen. KAUSA steht für Koordinierungsstelle Migration und Ausbildung. Sie ist Teil einer bundesweiten Initiative, die solche Servicestellen in verschiedenen Regionen verankert hat. Ziel ist, die Ausbildungsaktivität und -qualität in ausländischen Unternehmen zu steigern und Jugendliche mit Migrationshintergrund bei der Aufnahme einer dualen Ausbildung zu unterstützen. Hierfür bieten die Service-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Arbeitsförderung der Stadt Beratungsangebote für Jugendliche mit Migrationshintergrund und ihre Eltern an. Darüber hinaus informiert sie kleine und mittlere Unternehmen sowie Selbstständige über Unterstützungsmöglichkeiten für die erfolgreiche Ausbildung im Betrieb.

Seit den 80er Jahren haben sich bundesweit die Übergangswege von der Schule in den Beruf deutlich verändert, sie sind länger und schwieriger geworden. Das klassische Muster -erst Schule, dann Berufsausbildung und schließlich ein nahtloser Übergang in ein Arbeitsverhältnis bildet immer noch die Norm. Für junge Menschen ohne oder mit geringer wertigen Schulabschlüssen und Jugendliche mit Migrationshintergrund gestaltet sich die Einmündung in Ausbildung jedoch oft schwierig. Sie benötigen weiterhin Unterstützung bei der Integration in das Erwerbsleben. Für Offenbach als eine Stadt mit vielen Zuwanderern ist ein zusätzliches Unterstützungsangebot deshalb besonders sinnvoll. Auch für Betriebe, die von Migranten geführt werden, ist das Angebot sinnvoll, da sie oft die Besonderheiten des deutschen Berufsbildungssystems nicht kennen.

Brigitte Kümbel, Mitarbeiterin im Kausa-Team der Arbeitsförderung mit langjährigen Erfahrung in der Personal- und Organisationsentwicklung namhafter Unternehmen erläutert: „Die Kausa Servicestelle möchte Unternehmerinnen und Unternehmer über das deutsche Ausbildungssystem informieren und dabei unterstützen, junge Menschen in ihren Berufsfeldern auszubilden. Aber auch für Jugendliche mit ausländischen Wurzeln ist eine duale Ausbildung der richtige Schritt ins Berufsleben. Durch unsere Arbeit im Übergang Schule Beruf haben wir sehr gute Kontakte zu Schulen. Diese nutzen wir für Kontakte mit Schülerinnen und Schüler und deren Eltern. So sind wir regelmäßig in Elternabende zum Thema Ausbildung eingebunden.“

Stadtrat Peter Freier begrüßt das Angebot für Betriebe und Auszubildende: „Die Kausa Servicestelle ist ein weiterer Baustein für ein wirksames kommunales Übergangsmanagement von der Schule in den Beruf. Nur eine gute Berufsausbildung führt zu einer guten Zukunftsperspektive für Betroffenen. Integration ist erst dann wirklich gelungen, wenn Menschen mit Migrationshintergrund voll ins Erwerbsleben integriert sind. Für die Unternehmen der Region wird es immer wichtiger alle Talentreserven für den Fachkräftebedarf zu mobilisieren. Auch dazu wollen wir mit dem Übergangsmanagement beitragen.“

Die Kausa-Servicestelle wird im Rahmen des Ausbildungsstrukturprogramms „Jobstarter plus“ umgesetzt. Dieses wird gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und dem Europäischen Sozialfonds.

Rückfragen:

Dr. Matthias Schulze-Böing, Amt für Arbeitsförderung, Statistik und Integration, 069 8065-8200

Ralph Kersten, Amt für Arbeitsförderung, Statistik und Integration, 069 8065-4367

Offenbach am Main, 13.12.2016