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Sprechblasen
© Pixabay/CC0
Über 150 Nationen leben in Offenbach. Die Vielfalt an Sprachen spiegelt sich auch in den Bildungseinrichtungen der Stadt wider und stellt diese vor Herausforderungen, insbesondere in der Elternarbeit. Um die Zusammenarbeit zwischen pädagogischen Fachkräften und Eltern zu verbessern, vermittelt das Bildungsbüro der Volkshochschule seit 2015 Muttersprachler als ehrenamtliche Dolmetscherinnen und Dolmetscher an Offenbacher Bildungseinrichtungen.

Hintergrund

Gerade bei Familien mit einer Zuwanderungsgeschichte gibt es sprachliche Hürden, so dass Einladungen zu Gesprächen oder zu Informationsabenden oft nicht wahrgenommen werden. „Um den Bildungsauftrag angemessen erfüllen zu können, ist eine Zusammenarbeit mit Eltern unerlässlich. Die Bildungseinrichtungen in der Stadt sehen sich aber oftmals mit Sprachbarrieren konfrontiert. Das Bildungsbüro der Volkshochschule hat hier den Bedarf erkannt und eine Lücke im Angebot geschlossen. Mich freut, dass wir damit einen Beitrag zur Elternarbeit in der Stadt leisten“, sagt Bildungsdezernent Paul-Gerhard Weiß.

Keine Kosten für die Schulen

Das Angebot wurde so gut angenommen, dass dafür im Haushalt der Volkshochschule Mittel bereitgestellt wurden. Zudem wurden vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration Fördermittel für die Aufwandsentschädigung der ehrenamtlich tätigen Dolmetschenden gewährt.  

Für die Bildungseinrichtungen entstehen deshalb keine Kosten.

Datenschutz und Schweigepflicht

Alle ehrenamtlichen Dolmetschenden unterschreiben eine Vereinbarung, in der ihre Aufgaben benannt sowie Datenschutz und Verschwiegenheit geregelt werden. Über die Namen der Dolmetschenden hinaus werden keine Kontaktdaten an Bildungseinrichtungen übermittelt.

Qualifizierung der Dolmetschenden

Als Dolmetscherinnen und Dolmetscher fungieren u.a. Mitarbeitende aus Beratungsstellen und Bildungsprojekten, Familienbegleiter, aber auch Studierende, Dozenten sowie Bürgerinnen und Bürger, die sich ehrenamtlich engagieren möchten. Die Ehrenamtlichen sind Sprach- und oftmals auch Kulturvermittler. Sie werden – in Abgrenzung zu professionellen Dolmetschern – aber nicht vor Gericht oder zur Übersetzung von Urkunden eingesetzt. Sie sind bei den Übersetzungen der Objektivität und Allparteilichkeit verpflichtet und müssen eigene Grenzen erkennen und einhalten. Dieses Rollenverständnis wurde bislang 16 Dolmetschende in einer Qualifizierung der Volkshochschule und Freiwilligenzentrum Offenbach vermittelt. Darüber hinaus wurden arbeitserleichternde Techniken, Hilfestellungen zum Umgang mit konflikthaften und emotional schwierigen Situationen gegeben sowie schulrelevante Themen, wie z.B. Inklusion oder das Offenbacher Schulsystem, vertieft. Die Qualifizierung wurde von der Volkshochschule in Kooperation mit dem Freiwilligenzentrum Offenbach e.V. durchgeführt. Eine Fortsetzung ist geplant.

Verfügbare Sprachen

Äthiopisch, Arabisch, Berberisch, Bosnisch, Bulgarisch, Dari, Englisch, Eritreisch, Farsi, Griechisch, Italienisch, Kiswahili, Kroatisch, Kurdisch, Lettisch, Marokkanisch, Moldawisch, Paschtu, Portugiesisch, Rumänisch, Russisch, Serbisch, Spanisch, Swahili, Syrisch und Türkisch (Stand: April 2021)

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation stehen uns derzeit nicht alle ehrenamtlichen Dolmetschenden zur Verfügung. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Anforderungsformular

Bildungseinrichtungen müssen mindestens vier Werktage vor einem Gesprächstermin eine Anfrage nach ehrenamtlichen Dolmetschenden an das Bildungsbüro stellen. Eine Anfrage erfolgt ausschließlich über das Online-Formular.

Anfragen per Telefon oder E-Mail können nicht bearbeitet werden.

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