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In den Schulen werden verschiedene Möglichkeiten angeboten, um neuzugewanderte Kinder und Jugendliche beim Spracherwerb zu unterstützen. Das schulische Gesamtsprachförderkonzept mit seinen unterschiedlichen Bausteinen zur Deutschförderung unterstützt die Kinder und Jugendlichen von Anfang an beim Erlernen der deutschen Sprache. Ziel ist es, den Erwerb und den Gebrauch der deutschen Sprache zu fördern, so dass die Eingliederung in den alltäglichen Unterricht (Regelklasse) möglich wird.

Informationen zu Schulpflicht

In Hessen besteht gesetzliche Schulpflicht. Sie beginnt für alle Kinder zum 1. August, wenn sie bis zum 30. Juni das sechste Lebensjahr vollenden. Die Schulpflicht beträgt neun Jahre und endet frühestens mit dem erfolgreichen Besuch der Jahrgangsstufe 9.

In den Grundschulen und weiterführenden Schulen werden folgende besondere Unterrichtsformen angeboten:

Vorlaufkurse - Unterstützung vor der Einschulung

Schmetterling
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Bereits im März/April des Jahres vor der Einschulung melden Eltern ihre Kinder zur Einschulung (Anmeldung für die 1. Klasse) an. Grundschulen bieten Vorlaufkurse als Hilfe für alle Kinder an, die bei der Anmeldung zur Einschulung noch nicht über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen.

Vorlaufkurse

  • sind freiwillig,
  • helfen dabei, dass Kinder mit ausreichenden Deutschkenntnissen in der Grundschule starten,
  • finden in den Grundschulen statt und beginnen zwölf Monate vor der Einschulung.

Im Rahmen des Schulaufnahmeverfahrens kann frühzeitig festgestellt werden, ob die Kinder über altersgemäße deutsche Sprachkenntnisse verfügen oder ob sie Hilfe benötigen. Bei der Schulanmeldung erhalten alle Eltern eine ausführliche Beratung zur Förderung ihrer Kinder.

Intensivkurse

Comic Kinder
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Einige Grundschulen in Offenbach bieten während des regulären Unterrichts verpflichtend Intensivkurse an. Diese dienen als Hilfe für Neuankömmlinge, die über keine oder nur geringe Deutschkenntnisse besitzen. Bei den Intensivkursen werden die neuzugewanderten Kinder für mindestens zwölf Unterrichtstunden aus dem Regelunterricht herausgenommen und in Deutschlerngruppen eingeteilt, um intensiv Deutsch zu lernen und zu üben. Diese Intensivkure dauern bis zu zwei Jahren.

Intensivklassen

Jugendliche
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Einige Grundschulen und fast alle weiterführenden Schulen in Offenbach bieten bei einer größeren Anzahl von neuzugewanderten Kinder und Jugendlichen Intensivklassen an. Diese dienen als Hilfe für Schülerinnen und Schüler (max. 16 pro Klasse), um grundlegende Kenntnisse der deutschen Sprache zu erwerben. Erst wenn sie Deutsch gelernt haben, werden sie in eine Regelklasse überführt. Die Förderdauer beträgt in der Regel etwa ein Jahr und kann je nach Sprachstand des Kindes individuell gekürzt oder in Einzelfällen auch verlängert werden.

Intensivklassen
• sind ein verpflichtendes Angebot für alle schulpflichtigen Neuankömmlinge,
• vermitteln grundlegende Kenntnisse der deutschen Sprache und 
• bereiten den Übergang in Regelklassen (alltäglicher Unterricht) vor.

Die Integration dieser Schülerinnen und Schüler kann unter anderem durch ihre Einbindung in den musisch-ästhetischen Unterricht (z.B. Musik und Kunst) und in den Sportunterricht von Regelklassen sowie im Rahmen von Ganztagsangeboten der Schule gestärkt werden. Darüber hinaus ist die Teilnahme an der Prüfung des Deutschen Sprachdiploms möglich.

Sprachförderung in den berufsbildenden Schulen (Integration durch Anschluss und Abschluss – InteA)

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Neuzugewanderte Jugendliche und junge Erwachsenen zwischen dem 16. und 18. Lebensjahr können in sogenannten InteA-Klassen (InteA: Integration durch Anschluss und Abschluss) an beruflichen Schulen Deutsch lernen. Die InteA-Klassen können bis zu zwei Jahren besucht werden und sollen Zugänge in andere schulische Bildungsgänge sowie Zugänge zur Ausbildungs- und Berufswelt ermöglichen. Darüber hinaus ist die Teilnahme an der Prüfung des Deutschen Sprachdiploms möglich. Die InteA-Klassen werden durch ein sozialpädagogisches Angebot begleitet.

Weitere Informationen finden Sie hier:


Anmeldung an allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen

Familie
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Für die Anmeldung der Kinder und Jugendlichen an allgemeinbildenden (Grund- und weiterführende Schulen) und beruflichen Schulen gibt es verschiedene Anlaufstellen, die sich nach dem Alter der Kinder und Jugendlichen richten.

Anmeldung an einer Grundschule

In einem Infobrief bekommen neuzugezogene Eltern einen Überblick, wie und wo sie ihre Kinder schon ab viereinhalb Jahren in einer Grundschule in Offenbach anmelden können. Dieser Infobrief ist neben Deutsch auch in Englisch, Rumänisch und Bulgarisch verfügbar. Eltern, die das deutsche Bildungssystem noch nicht gut kennen, sollten wissen, dass es ihre Aufgabe ist, die Kinder an der zuständigen Grundschule in der Nähe von ihrem Wohnort anzumelden.

Anmeldung an weiterführenden Schulen

Aufnahme- und Beratungszentrum (ABZ) im Staatlichen Schulamt Offenbach

Das Aufnahme- und Beratungszentrum (ABZ) des Staatlichen Schulamtes in Offenbach unterstützt zugewanderte und geflüchtete Kinder und Jugendliche ab elf Jahren ohne oder mit nur geringen Deutschkenntnissen bei der Schulplatzsuche in den weiterführenden Schulen.

Das Angebot richtet sich an schulpflichtige Neuankömmlinge sowie deren Familien. Ziel der Beratung ist es, den Sprach- und Lernstand der Kinder und Jugendlichen festzustellen und für sie eine passende Schule zu finden. Ebenso erhalten die Familien Informationen über das hessische Schulsystem, die Bildungsgänge und die möglichen Abschlüsse. Darüber hinaus berät das ABZ über die Anerkennung von Abschlüssen und bei fehlenden Fremdsprachenkenntnissen (wie Englisch, Französisch usw.).

Im Anschluss an das Beratungsgespräch erfolgt die Aufnahme in die neue Schule. Dort wird über den weiteren schulischen Werdegang der Schülerin oder des Schülers gesprochen.

Für ein Aufnahmegespräch ist eine telefonische Terminvereinbarung notwendig. Diese erfolgt über die Rufnummer 069 / 80 05 32 29 bei Herrn Schilling von Montag bis Freitag, 9 Uhr bis 16 Uhr.

Was müssen Eltern zur Schulanmeldung mitbringen?
- Meldebescheinigung des Einwohnermeldeamtes
- Pass oder Passersatzpapiere (Identitätsnachweise)
- Schulzeugnisse in unbeglaubigter Übersetzung und im Original
- Gegebenenfalls Dolmetscher

Zu einem Beratungsgespräch müssen Kinder und Jugendliche zusammen mit mindestens einem Erziehungsberechtigten persönlich erscheinen.

Anmeldung an berufsbildenden Schulen (InteA)

Aufnahme- und Beratungszentrum (ABZ) an der Max-Eyth-Schule in Dreieich

Das Aufnahme- und Beratungszentrum (ABZ) an der Max-Eyth-Schule in Dreieich ist für jugendliche Neuzugewanderte in Stadt und Kreis Offenbach ab 16 Jahren zuständig.

Eine persönliche Beratung oder Aufnahme erfolgt nur mit einem Gesprächstermin.

Terminvereinbarung
Tel.: 06103 / 31 31 33 19
E-Mail.: abzmes-dreieichde

Telefonische Beratung
Tel. 06103 / 31 31 66 23, Frau Frau Zofcin-Eichhorn

Für einen persönlichen Beratungstermin ist folgendes notwendig:
- Meldebescheinigung des Einwohnermeldeamtes 
- Ausweisdokument (Pass oder Personalausweis) bzw. ein Dokument Ihres Aufenthaltsstatus 
- Schulzeugnisse falls vorhanden 
- Passbild
- Gesundheitszeugnis, falls keine Schule in einem EU Land besucht wurde

Weitere Informationen finden Sie unter (bitte beachten Sie die Öffnungszeiten):