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Offenbacher Schulen werden rund 3.400 iPads erhalten, um diese an Schülerinnen und Schüler verleihen zu können, die über kein Gerät verfügen und auf Unterstützung angewiesen sind. Das sieht das neue Sofortausstattungsprogramm des Bundes vor, aus dem die Stadt etwa 2 Millionen Euro erhält. „Dieses Zusatzprogramm soll den DigitalPakt Hessen ergänzen und für eine Verbesserung der Geräteausstattung sorgen. Der Betrag wird dazu verwendet, um etwa 3.400 mobile Endgeräte für die Offenbacher Schulen anzuschaffen“, teilt Schuldezernent Paul-Gerhard Weiß mit.

Der Bund und das Land Hessen reagieren damit auf die Corona-Pandemie. Bisher konnte der Präsenzunterricht nur eingeschränkt stattfinden. Das sogenannte „Homeschooling“ zeigte, so Paul-Gerhard Weiß, „dass leider nicht alle Schülerinnen und Schüler in der Stadt über eine angepasste Geräteausstattung verfügen“.

Das Land Hessen verteilt die Mittel aus dem Programm unter Berücksichtigung sozialer Gesichtspunkte auf die Schulträger. Dafür hatte sich Offenbach gemeinsam mit anderen Städten erfolgreich eingesetzt. Auch innerhalb Offenbachs wird das Stadtschulamt deshalb die Verteilung der Geräte auf die einzelnen Schulen entsprechend ausrichten und den sogenannten Sozialindex des Landes für die Lehrerzuweisung heranziehen. Ein Vorschlag, der von der regionalen Steuerungsgruppe beim Staatlichen Schulamt Offenbach ebenso positiv aufgenommen wurde wie von den Schulen selbst. Die Schulen steuern die Verteilung der Geräte auf die Schülerinnen und Schüler dann in eigener Verantwortung. Das Land wird die Schulträger auch mit der Bereitstellung eines Musterleihvertrags unterstützen.

Der überwiegende Teil der Geräte wurde bereits von der Stadt bei Hessens größtem kommunalen Dienstleistungsunternehmen bestellt. Dabei handelt es sich um iPads, die mit Schutzhüllen und Eingabegeräten ausgestattet sind. Wegen der langen Lieferfristen von ca. 12 bis 15 Wochen werden die iPads leider nicht direkt nach den Sommerferien bei den Schulen ankommen, teilte der Stadtrat mit.

Vorbereitung Digitalpakt

Zur Vorbereitung des sogenannten Digitalpakts hat die Stadt bereits alle Schulen an ein Glasfasernetz angeschlossen, das schnelles Internet garantiert und alle absehbaren Unterrichtsformate unter Einsatz digitaler Medien künftig ermöglicht. Aus dem Digitalpakt selbst stehen gut 9 Millionen Euro für Offenbach zur Verfügung, um in allen Schulen leistungsstarkes WLAN einzubauen, moderne Präsentationstechnik anzuschaffen und weitere mobile Endgeräte bereitzustellen.

„Die Mittel sind bereits vollständig beantragt worden“, sagt Weiß und ergänzt: „Der Auftrag für die WLAN-Ausstattung der städtischen Schulen wurde vom Magistrat bereits erteilt. Unser Stadtschulamt setzt alles daran, in diesem Jahr noch einige Schulen ausstatten zu können. Der bauliche Aufwand ist allerdings teilweise erheblich.“

Ein weiterer Meilenstein ist die interkommunale Vergabe von Hanau, Offenbach und dem Main-Kinzig-Kreis zur Ausstattung von Klassen- und Fachräumen mit Präsentationsmedien (interaktiven LCD-Displays bzw. Beamer). Damit werde der Weg für einen guten, zeitgemäßen und digital unterstützten Unterricht an den städtischen Schulen bereitet. „Die Stadt ist auf einem guten Weg,“ teilte Weiß abschließend mit, „allerdings braucht die Umsetzung des Programmes ihre Zeit. Deshalb hätten wir uns gefreut, wenn Bund und Länder sich früher auf dieses wichtige Programm geeinigt hätten. Aber jetzt ist es da, wir freuen uns darüber und setzen es so schnell wie möglich um.“

3. August 2020