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© Stadt Offenbach
Vom Glasfaser-Anschluss ans Internet über die Einrichtung von WLAN-Netzen, die Ausstattung der Unterrichtsräume mit Präsentationsgeräten bis zur Anschaffung neuer Tablets reichen die Maßnahmen, mit denen die Stadt Offenbach ihre Schulen für die Zukunft rüstet.
Dazu werden die Fördermittel aus dem Digitalpakt für die Schulen in Hessen benutzt. „Die moderne Ausstattung der Offenbacher Schulen mit digitaler Technik ist neben dem Neubau und der schrittweisen Sanierung unserer Schulen ein Schwerpunkt der Offenbacher Schulpolitik“, betont Schuldezernent Paul-Gerhard Weiß.

Weiß erinnert daran, dass die Stadt im ersten Schritt bereits auf eigene Kosten sämtliche Schulen im Stadtgebiet mit Glasfaser-Technologie ans Internet angeschlossen hat. „Alle Offenbacher Schulen haben Anschluss an schnelles Internet und sind damit für alle absehbaren digitalen Unterrichtsformate gerüstet. Das ist die Voraussetzung, um jetzt die Mittel aus dem Digitalpakt sinnvoll einsetzen zu können.“ Im zweiten Schritt folgt nun der schulinterne Aufbau eines Datennetzwerks zur Nutzung von WLAN im Unterricht. Als dritten Schritt will die Kommune entsprechende Geräte anschaffen und die geforderte Präsentationstechnik in den Klassenräumen installieren.

Der WLAN-Ausbau stellt das Herzstück des Digitalpakts Hessen dar. Für den Aufbau von WLAN-Netzwerken in den Schulen hat der Magistrat in seiner jüngsten Sitzung den notwendigen Vergabebeschluss getroffen. Den Zuschlag hat ein erfahrenes Planungsbüro erhalten, das bereits den Main-Kinzig-Kreis und den Landkreis Fulda beim Ausbau der WLAN-Struktur unterstützte. „Die Vergabe der Leistung durch den Magistrat ist ein wesentlicher Meilenstein beim Ausbau der digitalen Infrastruktur an den Offenbacher Schulen. Mit der WLAN-Ausstattung schaffen wir die Basis für die Benutzung mobiler Endgeräte wie Tablets in den Klassenräumen.“

Angesichts von Corona und allen damit verbunden Umständen freut es den Offenbacher Schuldezernenten besonders, dass der Ausbau der digitalen Infrastruktur an den Schulen ohne Verzögerung weiterläuft. „Die Coronakrise hat gezeigt, wie wichtig digitale Ausstattung und die Kompetenz der Schulen im Umgang damit ist. Einige Schulen haben schon professionell damit umzugehen gelernt, andere sind jetzt motiviert aufzuholen. Wir unterstützen die Schulen dabei und wissen, dass es für die Schulen eine Herausforderung ist, die pädagogischen und didaktischen Konzepte zu entwickeln und einzuführen.“

Eine besondere Herausforderung wartet aber auch auf das beauftragte Planungsbüro: Bis 31.12.2022 sollen alle Schulen flächendeckend mit WLAN versorgt sein. 28 Schulen müssen begangen und Baupläne gesichtet werden. Die daran anschließende Planung muss mit dem Stadtschulamt, Hochbau- und Gebäudemanagement koordiniert werden, bevor es an die Umsetzung geht. Schuldezernent Weiß zeigt sich erfreut darüber, dass bisher der Zeitplan eingehalten werden konnte und dankt der Verwaltung für die gute Vorbereitung.

Offenbach hatte sich sehr früh um Geld aus dem Förderprogramm Digitalpakt Hessen beworben und als erster Schulträger in Hessen Bewilligungsbescheide über 3,37 Millionen Euro für den Einbau von WLAN an den Schulen erhalten sowie weitere 850.000 Euro für den Einbau von WLAN an drei Schulen, die derzeit saniert werden. Insgesamt kann die Stadt eine Summe von 9,67 Millionen aus dem Digitalpakt erwarten, wovon 2,4 Millionen als kommunaler Eigenanteil aufzubringen sind. Anfang Juni 2020 hat Offenbach mit der Stadt Hanau und dem Main-Kinzig-Kreis eine Kooperation geschlossen, um mit den Mitteln des Digitalpakts Informationstechnik und mobile Geräte zu beschaffen. Durch den gemeinsamen Einkauf und die entsprechende Erhöhung des Auftragsvolumens erhoffen sich die Partner Einsparungen bei den Kosten. Bedingt durch die Coronakrise hat der Bund nachgebessert und will den Ländern zusätzliche Finanzmittel für die Beschaffung von Tablets für den Unterricht bereitstellen. „Wenn die Mittelverteilung abgeschlossen ist, werden wir in enger Kooperation mit den Schulen diese Ausstattung verteilen“, führt Weiß weiter aus.

Offenbach am Main, 23. Juni 2020