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Mädchen mit einem Spielbrett
Auch Freiräume für Spiel & Spaß gehören zum Ganztagskonzept © Stadt Offenbach
Ganztagsschule – das heißt nicht pauken von früh bis spät. Die Stadt Offenbach erprobt bereits seit 2006, in enger Kooperation mit dem staatlichen Schulamt, ein innovatives pädagogisches Konzept an Grundschulen: Lehrkräfte der Grundschulen und Erzieher/innen des EKO (Eigenbetrieb Kindertagesstätten Offenbach) arbeiten Hand in Hand und übernehmen gemeinsame Verantwortung für die Gestaltung eines ganzen Schultages.

Für die Schülerinnen und Schüler bedeutet es, dass sich Lernen und Entspannung abwechseln und sie spielerisch und kreativ an den Unterrichtsinhalten weiter arbeiten können. Unterricht, individuelle Lernförderungen, Arbeit in Projekten und Spiel- und Freizeitangebote sind über den ganzen Tag verteilt. Für berufstätige Eltern gewährleistet das Konzept verlässliche Betreuungszeiten bis zum späten Nachmittag.

Von der Struktur her ergänzt der EKO das Angebot der Schulen durch ein klassenbezogenes Hortmodell. An jeder beteiligten Grundschule entsteht ein eigener Hort mit einer eigenen Leitungsstruktur und bildet damit einen kleinen Kindertagesstätten-Betrieb an der Schule.

Die Eltern buchen einen Hortplatz beim EKO, die Gebühren entsprechen einem Hortplatz und können bei Nachweis von Bedürftigkeit bis zu 100% bezuschusst werden. Gearbeitet wird mit ganzen Klassen, für die dann jeweils ein/e Klassenlehrer/in und zwei Erzieher/innen verantwortlich sind. In der Regel gibt es pro Jahrgang eine Ganztagsklasse mit 25 Schülerinnen und Schülern, so dass maximal 100 Kinder pro Grundschule am Ganztagsklassen-Modell beteiligt sind.

Diese Verzahnung von Hort und Schule startete im Schuljahr 2006/07 mit einem Pilotprojekt an der Eichendorffschule/Kita 22: Lehrer und Erzieherinnen gestalteten zum ersten Mal gemeinsam von 8:00 bis 16:30 Uhr einen Ganztags-Schultag. Schon damals wurde ein System entwickelt, was die Mitarbeit von Erzieher/innen im Unterricht und im Gegenzug die Mitwirkung von Lehrkräften in der Nachmittagsgestaltung ermöglichte.
Die Intensität der Verzahnung zwischen den beiden Professionen trägt pro Standort und manchmal sogar pro Ganztagsklasse individuelle Züge, je nachdem wie eng die jeweiligen Erzieherinnen und Lehrkräfte zusammen arbeiten möchten.

Individuelle Förderung - ohne Hausaufgaben

Gemeinsames Ziel der Pädagoginnen und Pädagogen ist es, die Kinder möglichst optimal sowohl in der ganzen Gruppe als auch individuell zu fördern und ihre Lernvoraussetzungen zu stärken. Hausaufgaben entfallen in diesem Modell, damit werden nicht zuletzt auch die Eltern entlastet, in dem häusliches schulisches Lernen weitestgehend entfallen kann.

Die Öffnungszeiten sind dieselben wie in den Horten, d.h. die Ganztagsklassen- Kitas haben in den Ferien bis auf drei Wochen Schließungszeit im Sommer ganztägig geöffnet.

Mittlerweile hat sich das Ganztagsklassen-Modell des EKO an fünf Grundschulen etabliert. Zwei dieser Schulen bieten dafür bereits ein Parallelklassen-Angebot, so dass sich die Anzahl der Ganztagsklassen dort auf acht erhöht.

Im Schuljahr 2012/2013 besuchten 525 Kinder diese Ganztagsklassen. Im Schuljahr 2013/14 waren es 600. Solche Ganztagsklassen bieten seit dem Schuljahr 2012/13: Goetheschule/ Kita 06 – 7 Klassen (ab 2013/14: 8 Klassen) Eichendorffschule/ Kita 22 – 4 Klassen Mathildenschule / Kita 23 – 4 Klassen Grundschule Buchhügel /Kita 24 – 4 Klassen Beethovenschule/ Kita 25 – 2 Klassen (jährlich werden 2 weitere erste Klassen eingerichtet, so dass 2015/16 insg. 8 Klassen vorhanden sind) Die Nachfrage für diese Klassen ist vor allem in den Grundschulen der Innenstadt enorm hoch, so dass leider der Bedarf von Eltern und Kindern nur zu einem geringen Teil befriedigt werden kann.