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Zwei Kinder beim Deutschsommer
Deutschsommer-Workshops machen auch mit Maske Spaß. © Stadt Offenbach / Jörg Muthorst

„Nie war er wertvoller als in diesem Jahr“, sagt Bildungsdezernent Paul-Gerhardt Weiß über den Deutschsommer der Stadt Offenbach. Pandemiebedingte Unterrichtseinschränkungen hätten bei vielen Grundschulkindern zu erheblichen Lern- und Entwicklungsdefiziten geführt. Hier biete das bewährte Sprachförderprojekt in den ersten drei Schulferienwochen auch in schwierigen Corona-Zeiten verlässliche Hilfe, um Lernlücken zu schließen, Bildungschancen zu erhöhen und die Kinder in ihrer Entwicklung zu stärken. 

24 Jungen und Mädchen der dritten Jahrgangsstufe erhalten ab Montag, 19. Juli, die Möglichkeit, vor dem Wechsel in die vierte Klasse in einer spannenden Ferienfreizeit spielerisch und in kleinen Lerngruppen ihre sprachlichen Defizite auszugleichen.  „Das ist gerade für förderbedürftige Jungen und Mädchen wichtig“, sagt Projektleiter Jörg Muthorst, „denn sie sind durch Wechsel- und Distanzunterricht besonders benachteiligt gewesen.“  

Wie schon im Vorjahr erfolgreich erprobt, findet das Sprachförderprojekt auch im zweiten Corona-Jahr nicht wie in den Jahren vor der Pandemie mit Übernachtung im Bad Orber Schullandheim Wegscheide, sondern in einem alternativen Format vormittags in der Offenbacher Eichendorffschule statt.

24 Jungen und Mädchen aus neun Offenbacher Grundschulen, die von sieben erfahrenen Pädagoginnen und Pädagogen betreut werden, erhalten dort Deutschunterricht mit grammatikalischem Schwerpunkt  auf Wortarten, Satzglieder, Fälle und Artikel sowie zur Vertiefung Theaterunterricht mit Rollenspiel ohne Körperkontakt.  

Darüber hinaus nehmen die Kinder an einem abwechslungsreichen Freizeitprogramm mit Ausflügen, Workshops, Spielen und viel Bewegung teil. Jörg Muthorst: „Schließlich sind ja Ferien. Die Kinder sollen Spaß haben und nicht das Gefühl, sie müssten hier nachsitzen.“

Ganz ungezwungen wird das Miteinander in den Ferien wegen Corona aber natürlich nicht sein können. Wie schon im Vorjahr wurde für den nunmehr zwölften Offenbacher Deutschsommer in Abstimmung mit dem Stadtgesundheitsamt ein Hygienekonzept entwickelt.  Muthorst: „Wir arbeiten mit hohem Personalschlüssel in kleinen Gruppen, halten alle Hygieneregeln strikt ein und lassen die Kinder unter Anleitung regelmäßig Selbsttests durchführen.“ Das Pädagogen-Team selbst wird bis zum Projektstart vollständig geimpft sein.

16. Juli 2021

Zwei Kinder beim Deutschsommer Stadt Offenbach / Jörg Muthorst
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