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Schüler stellen die Buchstaben E-S-S
© georg-foto.de
Seit 1993 ist die Verwendung von Asbest in Deutschland verboten, bis dahin wurde das als „Wunderfaser“ bezeichnete Material oft verbaut. Inzwischen gilt der Baustoff als gesundheitsschädlich, betroffene Gebäude müssen aufwändig saniert werden. An der Edith-Stein-Schule war 2016 bei Messungen die Freisetzung von Asbestfasern festgestellt worden. Nach den einschlägigen Bestimmungen muss deshalb innerhalb von 3 Jahren mit einer Asbestsanierung begonnen werden. Die Stadt zieht dabei auch die Grundsanierung der Edith-Stein-Schule vor und erweitert sie zugleich.

Voraussichtlich im Oktober werden dreigeschossige Interimsgebäude auf dem Gelände der Sportfläche errichtet, da das Bestandsgebäude wegen der Asbestbelastung nicht im Bestand saniert werden kann. „Eine Gesundheitsgefährdung hat es zu keinem Zeitpunkt gegeben“, erklärt Anna Heep, Leiterin des Bereichs Hochbaumanagement im Amt für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement, „aber bei den umfangreichen Arbeiten auch für die technische Ertüchtigung ist eine Nutzung nicht möglich.“ Der komplette Schulbetrieb findet während der gesamten Bauzeit in den angemieteten Unterrichtsmodulen statt, in denen naturwissenschaftliche Fachklassen, Räume für Kunst und Musik, aber auch für Verwaltung, Lehrer und Cafeteria untergebracht sind. Zudem sind alle Räume im Erdgeschoss barrierefrei erreichbar. 

Ab 2022 werden voraussichtlich 1030 Schülerinnen und Schüler in der 1978 eingeweihten Schule unterrichtet, derzeit besuchen 780 Schüler die Integrierte Gesamtschule. Die neu geschaffene gymnasiale Oberstufe wird dann in einem zweigeschossigen Atriumbau unterrichtet, der als Solitär nordöstlich neben dem Hauptgebäude gebaut wird.

Für Bildungsdezernent Paul Gerhard Weiß sind Neubau und Erweiterung ein sinnvoller und zudem auch notwendiger Schritt: „ Immer mehr Menschen ziehen nach Offenbach, an den weiterführenden Schulen wird es überall eng. Sowohl die Zahl der Gymnasiasten als auch der IGS-Schüler steigt stark an. Folglich muss künftig auch mit wesentlich mehr Absolventen dieser Schulform gerechnet werden, die im Anschluss das Abitur an einer gymnasialen Oberstufe anstreben. Mit der Entscheidung zum Ausbau sind die Weichen schulpolitisch richtig gestellt, Ausgaben in Schule und Bildung sind die Investitionen in die Zukunft.“

30,6 Mio. Euro sind für die Sanierung des Hauptgebäudes, den Neubau sowie für die temporären Interimsgebäude veranschlagt, für die Bestandssanierung sind Mittel aus dem Kommunalinvestitionsprogramm des Bundes (KIP II) in Höhe von 10,6 Mio. Euro beantragt.  

 

Nachbericht zur MagPK am 14. Februar 2019, VÖ Datum 26.2.2019