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Martin Ebbertz erzählt von seinen Figuren in der Schulbibliothek.
Martin Ebbertz erzählt von seinen Figuren in der Schulbibliothek. © Stadt Offenbach

Mucksmäuschenstill ist es in der Schulbibliothek der Schule Bieber-Waldhof bevor der Kinderbuchautor Martin Ebbertz die Kinder der 4a fragt:  „Wusstet ihr schon, dass ein Zebra eigentlich ein Esel ohne Streifen ist?“. Und schon geht es los mit den Schwindelgeschichten  von Herrn Theo. „So, liebe Kinder - heute werdet ihr wieder mal etwas lernen!" Jede seiner 44 Ehrenwort-fast ganz-wahr-Geschichten beginnt Onkel Theo mit diesen Worten. Dann folgen wahnwitzige Schwindelgeschichten von der bahnbrechenden Erfindung des Bananenöffners, vom Känguru, das in seinem eigenen Beutel verschwand und dem bayerischen Nashörnchen, das dann wegen der Kälte doch lieber nach Afrika ausgewandert ist.

Die Kinder der Klasse 4a und 4b durften den Kinderbuchautor Ebbertz kennenlernen. Die  Schulbibliothekarische Arbeitsstelle der Stadtbibliothek Offenbach hatte ihn eingeladen, um aus „Der kleine Herr Jaromir und „Herr Theo erklärt die Welt“ zu lesen.

Die Lesung endete mit den Geschichten von „Der kleine Herr Jaromir“, mit dem sich die Kinder besonders gut identifizieren können, denn er ist wirklich sehr klein. Er wohnt im sechsten Stock. Wenn er mit dem Aufzug fahren möchte, springt er so hoch er kann und drückt auf den Knopf. Meist schafft er es bis zur Vier. Die restlichen zwei Treppen geht er zu Fuß.  Begeistert klatschen die Kinder Beifall, als Martin Ebbertz seine letzte Geschichte zum Besten gibt  und bestürmen ihn sogleich mit ihren Fragen. Sie wollen wissen, wann er denn mit Schreiben angefangen hat: „Angefangen mit Schreiben habe ich in der vierten Klasse, als ich ungefähr so alt war wie Ihr. Ausgedacht habe ich meine Geschichten für meine jüngeren Geschwister“, erzählt Martin Ebbertz. „Und wann wurde dein erstes Buch gedruckt?“, fragen die Kinder. „Ich war Ende 20 als mein erstes Buch gedruckt wurde und seitdem schreibe ich“, antwortet Martin Ebbertz.

Die Kinder schreiben Schriftsteller Martin Ebbertz ins Reisetagebuch.
Die Kinder schreiben Schriftsteller Martin Ebbertz ins Reisetagebuch. © Stadt Offenbach

Zu guter Letzt zückt Herr Ebbertz noch ein kleines Büchlein, sein Reisetagebuch, und bittet die Kinder, etwas hineinzuschreiben, damit er ein Andenken mit nach Hause nehmen kann. Wie beeindruckend es für die Kinder ist, einen richtigen Schriftsteller hautnah erleben zu dürfen,  schreibt die 10jährige Sila: „Sie haben tolle Arbeit geleistet. Sie haben unglaublich tolle Fantasien. Danke, dass Sie hier her gekommen sind.“ Die 9jährige Nelly gibt Herrn Ebbertz sogar noch einen Tipp für den Titel seines nächsten Buches mit auf den Weg, wenn sie schreibt: „Sie sind der beste Autor. Sie könnten ihr nächstes Buch „Herr Jaromir bekommt eine Frau“ nennen.

Die Kinder, die Lust aufs Weiterlesen haben, können sich die Bücher von Martin Ebbertz in der Schulbibliothek der Schule Bieber-Waldhof und im Bücherbus ausleihen.